Samstag, 23. Juli 2011

Limbo

Limbo ist ein Indie-Titel, der nach einem Jahr auf der XB360 nun auch den Weg ins PSN gefunden hat. Vorschusslorbeeren gibt es aufgrund der schlichten Grafik und dem kniffeligen Gameplay. Auch Freunde von Little Big Planet könnten Limbo schon durch diverse nachgebaute Level kennen.



Limbo (94mb)
verfügbar seit: 20.07.11
in diesen PS-Stores für diesen Preis:
US: 14,99$, AT/UK (PEGI): 12,99€, D: 12,99€


Beschreibung:

Limbo ist ein klassischer 2D-Sidescroller oder Platformer. Das Spiel bietet eine schlichte Grafik, die nur auf Graustufen setzt. So ist der eigene Charakter auch nur ein schwarzes Männchen mit leuchtend weißen Augen. Alle anderen Farbschattierungen befinden sich dazwischen. Da Limbo völlig auf Sprache verzichtet und nur einen atmosphärischen Klang im Hintergrund bietet, ist leider auch nur zu erahnen, worum es gehen soll.
Zunächst läuft man noch fröhlich durch einen Wald, ohne zu ahnen, was als nächstes passieren wird. Und wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt, dann läuft man gerne in die erste Bärenfalle und plötzlich schaut man ganz genau hin,. Das ist auch nötig, denn überall befinden sich kleine, tödliche Fallen und tiefe Gruben. Frei nach dem Prinzip „Jeder hat nur ein Leben!“ ist jeder Fehler tödlich. Eine falsche Berührung, ein falsch getimter Sprung, zu langes Zögern an manchen Stellen und man steht wieder am letzten Speicherpunkt. Glücklicherweise gibt es davon reichlich, so dass man eine überwundene Falle nicht noch einmal schaffen muss, wenn man an der nächsten scheitert.
Die Fallen lassen sich zu Beginn des Spiels noch recht gut absehen, so dass der Einstieg gut gelingt und es neben ein paar Toden, die ohne hellseherische Kräfte nicht zu vermeiden sind, relativ flott voran geht. Erst in den letzten Kapiteln steigt das Frustrationslevel stetig an und manche Fallen zwingen einen öfter in den Tod.
Insgesamt gibt es einige schwierigere Passagen zu meistern, doch Limbo lässt sich innerhalb von zwei Stunden gut zum ersten Mal durchspielen. Die meisten der 13 Trophäen gibt es dann zwar nicht, aber die Motivation, bereits geschaffte Rätsel nochmal zu bezwingen und andere Wege zu suchen, ist nicht besonders hoch, da die Story fehlt. Deshalb sind 12,99€ auch in meinen Augen viel zu hoch angesetzt. Zum einen aufgrund der kurzen Spielzeit, andererseits ist Limbo auch schon ein Jahr alt. Nach dem ersten Durchspielen wäre ich mit 5€ für Rätselfreunde und einen netten Abend zwischendurch einverstanden gewesen, so habe ich mich tatsächlich etwas geärgert, so viel bezahlt zu haben.


Trailer:



Bewertung:

Preis-/Leistungsverhältnis: Note 4,0
- 12,99€ für eine kurze Spielzeit ist zu hoch und die Rätsel sind auch erst zum Ende hin schwierig genug, um den Spieler wirklich zu fordern
- Bonuspunkte kann Limbo durch die schlichte, aber gute grafische Umsetzung und den Spannung erzeugenden Hintergrundklang einfahren, doch wiegen die Minuspunkte durch Preis und Umfang nicht auf

Kommentare:

  1. Wow... hast mich grad davon abgehalten das Game zu kaufen. Also auf ein Angebot warten.

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  2. Also das Spiel ist eigentlich ganz cool, aber wirklich viel zu kurz. Ein Video-Walkthrough auf YouTube dauert etwa 65 Minuten und dabei stirbt der auch noch öfters...
    Wenn es mal ein Angebot gibt für 4,99€ oder so, dann kann man zuschlagen.

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