Dienstag, 1. Mai 2012

The Walking Dead - Episode One: A New Day

The Walking Dead ist das Spiel zur gleichnamigen Comic-Buch-Serie und der erfolgreichen Fernseh-Serie. Nun bringt Telltale Games das PSN-Spiel für 4,99€ pro Episode in 5 Episoden auf den Markt. Als Bundle kosten alle Episoden zusammen übrigens nur noch 19,99€ und es gibt einen Hintergrund gratis dazu.


Grafisch ist das Spiel klar an den Comics orientiert und hat einen passenden Cell-Shading-Look. Dadurch bleibt das Spiel nah an den Comics und kann auch gewagte sowie brutale Aktionen zeigen, die sonst wohl dem Schnitt zum Opfer gefallen wären. Dennoch heißt es natürlich „USK 18“. Für den gelungenen Stil und die abwechslungsreichen Umgebungen in der ersten Episode gibt es deswegen die Note 2+. Leichte Hänger beim Laden von Zwischensequenzen und längeren Animationen sind zu verzeihen, da das Spiel alle Entscheidungen übernehmen muss, bevor die Aktion im Zusammenhang ausgeführt werden kann.

Gameplay und Story greifen ebenfalls gut ineinander. Das Besondere ist, dass das Spiel dem Spieler viele Entscheidungen überlasst, und die Story sich so in ganz verschiedene Richtungen entwickeln kann. Allein der steuerbare Hauptcharakter, Lee Everett, dessen Geschichte im Laufe der Episode immer weiter aufgedeckt wird, bleibt als Fixpunkt gesetzt. So steht der Spieler gleich zwei Mal vor der Wahl, einen von zwei Charakteren zu retten – beide zu retten ist leider keine Option.
Aber auch kleinere Entscheidungen haben Einfluss auf die Geschichte und besonders auf das Verhalten der anderen Menschen. Es bleibt zwar jedem selbst überlassen, inwieweit er mit seinen Mitmenschen interagieren möchte, doch Verbündete zu haben lohnt sich in jedem Fall – gerade, weil andere einen im Stich lassen (könnten).
Und obwohl Zombies im Spiel eine große Rolle spielen, ist dies nicht das entscheidende Element des Gameplays. Verdeutlicht durch das Fadenkreuz und die angezeigten Möglichkeiten zur Interaktion, ist The Walking Dead vielmehr ein Point-and-Click-Adventure unter Zeitdruck. Die richtige Antwort in der Fülle von guten Dialogen zu wählen oder sich bewegende Zombies zu erschlagen funktioniert auf die gleiche Weise und ist dabei in beiden Fällen sehr gut umgesetzt.
Insgesamt hat das Spiel sich in den Bereichen Gameplay und Story Bestnoten verdient, auch wenn es die eingefleischten Zombie-Jäger eventuell enttäuschen könnte. Fans der Serie oder des Comics werden jedenfalls zufrieden sein, dass „ihr“ Spiel sich nicht in einen Zombie-Shooter verwandelt hat, sondern weiterhin die Menschlichkeit in schweren Zeiten und harte Entscheidungen innerhalb einer Gruppe in den Vordergrund stellt. Deswegen gibt es an dieser Stelle eine hochverdiente 1.

Musik und Sound sind ebenfalls gut gelungen und die zahlreichen Dialoge sind allesamt stimmig und gut synchronisiert – nicht mehr und nicht weniger: Note 2.

Die Schwierigkeit des Spiels hält sich aber in Grenzen. Anstatt den Spieler alles ausprobieren zu lassen, werden manche Aktionen unterbrochen, um den Spieler vor Schaden zu bewahren. Es bleibt am Ende nur die richtige Aktion – rätseln geht vor sterben.
Und auch der Zeitdruck ist nie so groß, dass eine Entscheidung nicht gefällt werden könnte oder ein Zombie nicht doch noch abgewehrt würde. Deswegen gibt es hier nur eine 4. Ich hätte mir gewünscht, für dumme Aktionen härter bestraft zu werden; oder für einige Trophäen etwas Besonderes machen zu müssen.

Zusammengefasst ergibt sich für The Walking Dead damit dieser Score von mir:
Gameplay und Story (40%): 1
Grafik (30%): 2+
Musik und Sound (20%): 2
Schwierigkeit und Trophäen (10%): 4.
Macht zusammen eine 1,71 und damit eine sehr gute 2+. 
Damit sind auch die folgenden Episoden für mich bereits gekauft.
Der Preis von 4,99€ pro Episode bzw. 4€ im Bundle ist neben der grandiosen Spielerfahrung auch durch die Spielzeit von 2:15:22 gerechtfertigt.
(P.S.: Die Spielzeit bezieht sich natürlich auf das noch immer laufende Let’s Play!)

Mittwoch, 25. April 2012

Let's Play: The Walking Dead - Episode One: A New Day

Wieder handelt es sich um ein PSN-Game, wieder bricht die Apokalypse über die Menschheit hinein, aber diesmal gibt es Zombies als Extra oben drauf.


Die Rede ist von Telltale Games' The Walking Dead, das auf den bekannten Comics und der ebenso überragenden TV-Serie aufbaut. Das Spiel wird allerdings in Episoden unterteilt sein und so ist  heute die erste von fünfen erschienen. Auch die Charaktere unterscheiden sich von den bereits bekannten, wobei einige Szenarien und bekannte Gesichter trotzdem im Spielverlauf auftauchen.

Hier geht's zur Playlist auf YouTube, die täglich mit einem Video gefüttert wird - oder ihr schaut euch das Let's Play direkt hier an:


Ein Review gibt es dann, wenn die erste Episode abgeschlossen ist...

Dienstag, 17. April 2012

Let's Play: I Am Alive

Da es im Playstationregal noch immer recht ruhig zugeht, habe ich im PSN doch noch bei I Am Alive zugeschlagen. Und weil mir das Resident Evil-Walkthrough auf Dauer zu langweilig wurde, kommentiere ich den Spaß ab jetzt zusätzlich - herausgekommen ist das "Let's Play I Am Alive".


Hier gibt's die gesamte Playlist von YouTube und es wird jeden Tag neue 15 Minuten geben. Da aller Anfang jedoch schwer ist, würde ich mich darüber freuen, wenn ihr den ein oder anderen Kommentar dazu abgeben würdet.
Kurze Videobeschreibungen gibt es natürlich auch unter den einzelnen Videos auf YouTube.
Und wem die Playlist unten zu unübersichtlich ist, der benutzt bitte diesen Link direkt zur Playlist auf YouTube.





Wenn mich das Spiel nicht besonders angesprochen hätte, dann wäre wohl wieder die erste Stunde online gegangen und ich hätte ein "Angespielt" daraus gemacht.
Umkehrschluss: Das Spiel hat mir von Beginn an gut gefallen und obwohl es im Vergleich zur angekündigten Vollpreis-Version "nur" im PSN erschienen ist und so mit Sicherheit einige Features dem Rotstift zum Opfer gefallen sind, passen das Setting und die Grundausrichtung des Spiels sehr gut zusammen.

Dabei wechseln sich Kletterpassagen, die stark an Uncharted erinnern, mit Kämpfen ab, die ihren eigenen Charakter bekommen haben. Denn anstatt den Helden mit einer Waffe und genügend Munition auszurüsten, ist die Waffe in erster Linie dazu gedacht, feindlich gesonnene Menschen zu bedrohen. Munition ist ohnehin Mangelware und bei Gruppen von bis zu vier Gegnern geht man oft nur mit einem einzigen Schuss bewaffnet in den Kampf. Einschüchterung ist das Zauberwort, denn die anderen wissen ja nicht, dass die Waffe unter Umständen gar nicht geladen ist.
Andere Stadtbewohner verteidigen auch einfach nur ihr Revier und greifen nicht an, solange man ihnen nicht zu nahe kommt oder anfängt, sie zu bedrohen. Dadurch wirkt das Spiel sehr realistisch: die Ressourcen sind knapp und um zu überleben, verteidigt jeder, was er hat.

Leider ist das anfängliche Open World-Konzept etwas beschnitten worden, so dass sich die Entwickler etwas einfallen lassen mussten. Und herausgekommen ist ein System mit Wiederholungen, die durch eine Videokamera, die der Held dabei hat, symbolisiert werden. Stirbt er, kann er eine Wiederholung nutzen, bis die drei Wiederholungen, die es zwischen zwei Checkpunkten gibt, aufgebraucht sind.
Zusätzliche Wiederholungen lassen sich aber ebenfalls verdienen, wenn man sich um seine Mitmenschen kümmert. Denn neben den aggressiven Bewohnern gibt es auch hilfsbedürftige, die beispielsweise ein Medikament oder Nahrung benütigen - liefert man das gewünschte Gut ab, erhält man eine Wiederholung extra (und ein gutes Gefühl).

Insgesamt ist das Spiel eine willkommene Abwechslung zu der Vielzahl an Endzeit-Shootern und als PSN-Spiel beschränkt es sich auf das Wesentliche. Dabei hat es kleine Schwächen in Grafik und Steuerung, die ich dem Spiel allerdings zugestehe, und deswegen die Note 2+ verdient. Ob es nach dem Durchspielen noch nach oben oder unten geht, wird vor allem die Spielzeit und die Abwechslung auf Dauer zeigen...

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