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Montag, 25. April 2011

Portal 2

Für PC-Spieler ist Portal seit Langem ein Begriff und nun kommen auch die Konsoleros in den Genuss eines Spiels, dass eigentlich nur nettes Beiwerk zur Half Life: Orange Box sein sollte und nun seinen zweiten Teil als Standalone bekommt. Da insbesondere anspruchsvolle Spiele Mangelware sind, ist Portal 2 da eine willkommene Abwechslung zum eher tristen Shooter-Alltag.



Portal 2
(Valve)

VÖ: 21.04.2011
Genre: Denkspiel, Geschicklichkeit

USK: 12
PEGI: 12+

Amazon: 57,95€ Joypoint: 64,90€
gekauft am 20.04.11 für 55,00€



Beschreibung:

Singleplayer-Trailer:



Im Grunde ist das Prinzip von Portal leicht zu erklären: Es gibt jeweils einen Raum mit einem Eingang und einem Ausgang. Dazwischen liegen unüberwindbare Hindernisse und als einziges Hilfsmittel dient die Portal Gun. Sie schießt orangene und blaue Portale, wobei jeweils nur eins von den beiden Farben geöffnet sein kann – folglich immer das zuletzt geöffnete. Also alles sehr einfach: zwei Portale an die Wand geschossen, durchgelaufen und Level abgeschlossen? Natürlich nicht...
Zum einen lassen sich nicht überall willkürlich Portale platzieren, sondern nur an glatten, weißen Wänden, die selbstverständlich auch nicht immer in der vorteilhaftesten Position liegen. In mache kann man z.B. auch nur fallen, um aus einer Wand herausgeschossen zu werden oder von einer anderen Decke zu fallen. Zum anderen gibt es diverse Schalter, Wände und später im Spiel auch weitere Hilfsmittel wie Lichtbrücken und verschiedene „Gele“ sowie Kombinationen aus Schaltern, Wänden und benötigten Hilfsmitteln. Außerdem stehen auch ab und an Geschütztürme im Weg, die es dann zu umgehen gilt, um hinter sie zu gelangen und sie auszuschalten. Wirklich einfach ist bei Portal 2 daher nur eines: die Steuerung, denn die Portale lassen sich mit L1 und R1 erschaffen, Objekte werden mit Quadrat aufgenommen und losgelassen und gesprungen wird mit der X-Taste.
So steht man meist etwas ratlos zu Beginn des Raumes in der Gegend herum und untersucht erstmal in Ruhe, welche Schalter sich im Raum befinden und wie diese wohl alle ausgelöst werden können bzw. was sie überhaupt machen, wenn sie ausgelöst werden. Da es auch keine Hilfen innerhalb des Spiels gibt, kann es nur zwei Arten von Spielern geben: die, die aufgeben, und die, die alles ausprobieren und irgendwann auf die Lösung kommen. Portal 2 ist also nicht nur ein extremes Denkspiel, sondern auch ein Geduldsspiel mit vielen unbefriedigenden Versuchen, die irgendwann zum Ziel führen. Umso besser fühlt man sich dann auch, wenn man einen besonders schweren Raum nach langem Kampf bezwungen hat. Damit das Gefühl nicht überhandnimmt, wird man vor und nach jedem Raum von der Stimme der Versuchseinrichtung mental fertig gemacht. Auch hier lassen sich zwei Arten von Spielern unterscheiden: die, die wütend werden und sich aus dem Konzept bringen lassen, und die, die sich dadurch angespornt fühlen. Insgesamt zählen aber auch die kleinen Sticheleien des Spiels neben dem schlichten, aber sehr passenden, Design der Räume und dem hohen Anspruch zu den durchweg positiven Aspekten.

Multiplayer-Trailer:



Im Multiplayer verdoppelt sich das Spielvergnügen, denn nun besitzt natürlich jeder seine eigene Portal-Gun und so können vier Portale gleichzeitig geöffnet werden. Das macht die Sache aber nicht wesentlich einfacher, da auch die Räume schwieriger zu passieren sind. Besonders zu empfehlen ist daher auch der Offline-Modus im Splitscreen, denn da fällt die Kommunikation natürlicherweise nicht ganz so schwer; online gibt es aber auch die Möglichkeit mit Hilfe von Markern und Gesten seinem Mitspieler verständlich zu machen, was als nächstes versucht werden soll. Außerdem bemerkenswert ist, dass der Koop-Modus komplett neue Räume mit sich bringt und es so nicht nur darum geht, jeden Raum, der eventuell noch aus dem Singleplayer bekannt ist, nochmal zu zweit zu meistern. Dadurch verdoppelt sich nicht zuletzt die Spielzeit, die selbstverständlich auch dadurch sehr variieren kann, wie schnell man auf die richtige Lösung kommt.
Ein weiteres nettes Feature des Online-Multiplayer ist die Verbindung von PS3- und PC-Spielern. Im Kauf der PS3-Version ist der Zugriff auf die Steam-Variante für PC/MAC enthalten und so treffen sich nicht mehr nur Spieler eines Systems.


Bewertung:

Gameplay und Story (35%): Note 1,0
- das Gameplay ist einfach zu verstehen, aber extrem Anspruchsvoll in der Umsetzung, so dass der Denkapparat mal wieder richtig in Gang gesetzt wird; Portal 2 scheint mir schon in den ersten drei Kapiteln so schwierig zu sein wie alle Rätsel aller Spiele des vergangenen Jahres zusammen
- die Story ist ebenfalls recht einfach gehalten, passt aber damit zum Stil des Spiels insgesamt; dabei ist es zwar vorteilhaft, den ersten Teil gespielt zu haben, um noch ein paar Späße mehr zu verstehen, aber nicht unbedingt notwendig
Grafik (20%): Note 1,7
- schlicht und elegant; die Räume ähneln sich zwar vom Design her immer wieder, aber das hält das Spiel auch übersichtlich, denn sonst wäre es nahezu unmöglich, die passenden Stellen für Portale ausfindig zu machen
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 2,0
- die magere Musik wird durch die witzigen (und bösen) Kommentare fast komplett aufgefangen, allerdings wäre eine leichte Untermalung hier und da auch nicht schlecht gewesen
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- Portal 2 ist ein Denkspiel! Wer da leichte Kost erwartet, ist selbst Schuld... Und genau deswegen hat Portal 2 hier seinen Anspruch vollständig erfüllt: es ist schwer und die Wege zum Ziel werden immer komplizierter
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 4,0
- es fehlt ein bisschen an Einführung und Erklärung und vielleicht haben die Entwickler es an dieser Stelle ein wenig mit dem Try-and-Error-Charakter des Spiels übertrieben...
Trophäen (5%): Note 2,0
- 42x Bronze, 5x Silber, 3x Gold und die Platin-Trophy gibt es
- einiges gibt es durch das bloße absolvieren, anderes durch bestimmte Aktionen in bestimmten Räumen und wieder anderes durch Suchen und da der Koop-Modus offline sogar besser funktioniert, bleiben nur 2 wirkliche online Trophies übrig
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- ob allein oder im Koop lohnt sich Portal immer wieder zu spielen, da es so abwechslungsreich ist

Gesamteindruck: Note 1,6
Portal 2 ist einzigartig und wird seinem eigenen Anspruch vollends gerecht. Es ist ein Denkspiel erster Klasse und macht vor allem deswegen so viel Spaß, weil man sich selbst mit jedem einzelnen bezwungen Raum ein wenig genialer fühlt und so viele kleine Siege erringt. Hinzu kommt der eigene Charme des Spiels, der es nie langweilig werden lässt. Insgesamt sorgt Portal 2 so für eine sehr willkommene Abwechslung an der Spielefront.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Guitar Hero 6: Warriors of Rock

Guitar Hero geht in die sechste Runde und bietet neben der neuen Tracklist noch ein paar weitere Neuerungen. Zwar gibt es keine neuen Instrumente, wie bei Rock Band 3, aber nun lassen sich alle Instrumente beliebig verwenden - z.B. zwei Schlagzeuge oder zwei Mikrophone.


Guitar Hero 6:
Warriors of Rock
(Activision)

VÖ: 24.09.2010
Genre: Musik, Geschicklichkeit

USK: 0
PEGI: 12+

Amazon: 64,99€, Joypoint: 64,90€
gekauft am 25.09. für 59,00€



Beschreibung (der Neuerungen):

Mittlerweile sollte Guitar Hero jedem bekannt sein. Deswegen spare ich mir die Beschreibung des Spielens an sich und gehe nur auf die Neuerungen ein, die der sechste Teil liefert.
Wichtigster Bestandteil von Guitar Hero ist diesmal der Story-Modus. Es gibt nicht nur vorgefertigte Set-Lists nachzuspielen, um zum nächsten Gig zu kommen, sondern jeder Charakter hat seine eigenen Songs, die je nach Belieben gespielt werden können. Zudem hat jeder Charakter eine eigene „Macht“ spendiert bekommen, die er einsetzten kann, um den Rock-Olymp zu erklimmen. So gibt es beispielsweise zusätzliche Sterne, wenn das Rock-o-Meter im grünen Bereich bleibt, oder es gibt Starpower für jede 10fache Notenserie, aber auch ein Schild, welches Serien bei Fehlern nicht gleich unterbricht und allerlei andere nützliche Fähigkeiten. Verstärkt werden diese Fertigkeiten, sobald der Spieler genügend Sterne gesammelt hat, um den Charakter zu verwandeln. Sind dann wiederum genug Charaktere verwandelt, geht es mit der Story voran. Klingt alles etwas seltsam, aber mal ehrlich: was erwartet man schon von einer Story bei Guitar Hero. Das Gute daran, dass es keine festen Set-Lists mehr gibt: ungeliebte Songs müssen eigentlich nie gespielt werden, solange man die erforderliche Anzahl an Sternen auch mit den anderen Tracks verdient.
Während am Anfang pro Song nur bis zu sechs Sterne plus eventuell zwei Zusatzsterne zu ergattern sind, kann man am Ende der Story mit allen freigeschalteten Fähigkeiten bis zu 40 Sterne erreichen. Und um Sterne geht es neuerdings auch im freien Spiel: Neben den sechs Grundsternen kann man nun noch zwei Fähigkeiten der Charaktere auswählen und es gibt pro Song jede Menge Aufgaben für alle Instrumente zu bestehen. Darunter fallen z.B. Notenserien oder Highscore-Punkte, aber auch das Treffen einer bestimmten Anzahl von Hammer-Ons ohne anzuschlagen steht auf der Liste. So wird jeder Song zu einer Herausforderung und das Sammeln von Sternen wird interessanter gestaltet. Insgesamt wird so der Langzeitspielspaß gefördert.


Tracklist:

... und dazu lassen sich viele alte Guitar Hero Disc-Tracks seit Guitar Hero World Tour importieren, so dass diese sich noch um einiges erweitern lässt!


Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,0
- Guitar Hero ist zwar nicht mit anderen Spielen zu vergleichen, doch da alle Instrumente natürlich einwandfrei funktionieren und es nur darauf ankommt, gibt es hier (mehr oder weniger außer Konkurrenz) eine so gute Wertung
Grafik (20%): Note 4,0
- grafisch hat sich seit einigen Teilen nichts mehr getan, so dass die Grafik leider etwas veraltet rüberkommt und auch die Effekte - z.B. bei Verwandlungen - sehen nicht besonders gut aus
Tracklist (15%): Note 1,0
- der Schritt zurück zum namensgebenden Rock ist Geschmackssache, aber mir persönlich gefällt er sehr gut, denn insgesamt ist die Musik wieder moderner geworden und die Bands klangvoller
Schwierigkeit (10%): Note 2,0
- nicht alle Instrumente sind für alle gleichermaßen spielbar, so dass man auf die vielen Schwierigkeitsstufen angewiesen ist; die Herausforderungen lassen sich später aber erst auf Schwer ernsthaft angehen, da auf Mittel oft noch nicht genügend Noten vorhanden sind oder nicht genügend Punkte für die Highscore verdient werden können...
Trophäen (5%): Note 3,0
... was auch bei den Trophäen sicher für Ernüchterung sorgen könnte. Entweder sehr viel Training oder eine schlagkräftige Band sind hier erforderlich, um auf Dauer bestehen zu können und die 51 Trophäen (36x Bronze, 13x Silber, 1x Gold + 1x Platin) einzusacken
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- auf der anderen Seite fordern die gestiegenen Herausforderungen den Wiederspielwert, denn vielleicht schafft man es ja doch irgendwann bis zur geforderten Serie oder ein neues Instrument zu lernen

Gesamteindruck: Note 1,7
Guitar Hero kommt (endlich wieder) mit einer sehr guten Tracklist und Freunde des gepflegten Rockens damit ganz auf ihre Kosten. Es macht Spaß und das ist bei Musikspielen die Hauptsache!

Mittwoch, 22. September 2010

Tumble

Mit Tumble kommt ein Geschicklichkeitsspiel für Move, das im Grunde so einfach ist, dass es keine Herausforderung sein sollte: mit Klötzen spielen und Türme bauen. Klingt tatsächlich einfach, ist es aber nicht! Und so fordert dieses PSN-Spiel die grauen Zellen heraus und zeigt ganz nebenbei noch, wie enorm präzise sich der neue Motion Controller präsentiert.

Tumble (765mb Testversion + 1652mb Unlock Key)
PlayStation Move Motion Controller wird benötigt!
verfügbar seit: 15.09.10
in diesen PS-Stores für diesen Preis:
US: 9,99$, AT/UK (PEGI): 9,99€, D: 9,99€


Beschreibung:

Bei Tumble dreht sich alles um Bauklötze, die in den verschiedensten Formen und von verschiedenster Beschaffenheit zur Verfügung stehen. Große und kleine Klötze, die beispielswiese aus Eis, Holz oder Stein sein können, lassen sich mit dem Motion Controller vom Boden aufnehmen und dann aufeinander platzieren. Dabei lassen sich in 69 Levels, die in 13 Zonen eingeteilt sind, neue Herausforderungen meistern: besteht man einen Level mindestens mit einer bronzenen Medaille, dann wird der nächste Level freigeschaltet. Dabei gibt es zunächst immer eine Aufgabe pro Level, die es zu bestehen gilt: Entweder muss man 1. einen Turm in die Höhe bauen - von einem bestimmten Startpunkt los, der auch mal auf einer schiefen Fläche liegen kann - oder es müssen 2. möglichst viele Klötze auf einem Podest abgelegt werden oder 3. ein Turm muss mit der richtigen Platzierung von Minen zum Einsturz gebracht werden oder 4. Ein Laserstrahl soll mit Hilfe von Spiegeln, die sich an den Klötzen befinden, von A nach B geleitet werden. Auch das klingt alles recht unspektakulär, aber die Aufgaben werden von Zone zu Zone immer komplexer und man muss sich schon zu Beginn seines Baus bzw. Abrisses eine Strategie zurechtlegen, die zum Ziel führen könnte. Dazu kommen diverse Störfaktoren, wie z.B. ein sich bewegender Block, der mitten durch den möglichen Turm gleitet und diesen so immer wieder einreißt, baut man nicht geschickt um diesen Block herum. Aber auch Erdbeben und Stürme erschweren das Türmebauen ab und an.
Für jeden Level stehen neben diesen Aufgaben noch weitere Medaillen zur Verfügung, die sich zumeist durch schnelles Bauen in einem bestimmten Zeitlimit oder durch das Erreichen eines bestimmten Zielpunktes - der natürlich weit außerhalb des normalen Turmes liegt - verdienen lassen.
Beeindruckend ist neben der geistigen Herausforderung aber auch die Präzision, mit der sich die Türme mit Hilfe des Motion Controllers bauen lassen. Schon die kleinste Bewegung in die falsche Richtung kann den Turm zum Einsturz bringen oder eine kleine Drehung des Handgelenks führt zu einem schiefen Absetzen des Klotzes. Mit der Steuerung lässt sich also sehr exakt umgehen, was zudem noch durch ein paar einfache Hilfsmittel unterstützt wird: durch einen schnellen Schwung des Controllers lässt sich beispielsweise die Seite des Klotzes ändern, die zum Spieler zeigt - dadurch entfällt unnötige Rotationsarbeit und das Handling gewinnt an Einfachheit. Außerdem lässt sich bei gedrückter Move-Taste jederzeit die Kamera neu positionieren - ob mit Block „in der Hand“ oder ohne spielt dabei keine Rolle.


Trailer:



Bewertung:

Preis-/Leistungsverhältnis: Note 2,0
- 9,99€ ist ein stolzer Preis, aber wer seinen Grips anstrengen will und nebenbei noch die Präzision des Motion Controllers zu schätzen weiß, der wird an Tumble seine Freude haben. Jede Menge Levels mit unterschiedlichsten Aufgaben warten auf den Spieler und unter den Herausforderungen befinden sich einige harte Nüsse.
- Trophäen gibt es übrigens auch und zwar 9x Bronze, 3x Silber und 1x Gold - dafür muss man aber auch lange spielen und nahezu alle Aufgaben erfolgreich beenden

Montag, 20. September 2010

Sports Champions (Move)

Sports Champions ist eines der ersten exklusiven Spiele für die neue Bewegungssteuerung Move. Dementsprechend lässt sich nur mit Hilfe des neuen Motion Controllers Sport treiben, und das in den Disziplinen Tischtennis, Beachvolleyball, Disc-Golf, Boccia, Bogenschießen und Gladiatoren-Duell.


Sports Champions
(Sony)

VÖ: 15.09.2010
Genre: Move, Sport

USK: 6
PEGI: 12+

Amazon: 36,98€, Joypoint: 39,90€
gekauft am 15.09.10 für 35,00€


Beschreibung:

In Sports Champions dreht sich alles um den Sport. In sechs verschiedenen Disziplinen kann sich der Spieler mit der KI oder einem menschlichen Gegner messen, aber auch Teamspieler kommen voll auf ihre Kosten. Für besonders viel Spaß sorgen dabei Disziplinen, die bis zu vier Spieler gleichzeitig spielen können - vorausgesetzt man besitzt die entsprechende Anzahl an Motion Controllern. (Der Navigation-Controller wird bei Sports Champions nicht unterstützt.) Aber auch zwei Spielen können bis zu vier Controller verwenden, da im Beachvolleyball, beim Gladiatoren-Duell und beim Bogenschießen auch die Steuerung mit zwei Controllern gleichzeitig möglich ist: sie sorgt für noch mehr Präzision und bessere Kontrolle.
Aber auch mit „nur“ einem Motion Controller sind alle Sportarten sehr präzise umgesetzt worden. So ist es beispielsweise beim Tischtennis kein Problem, Top-Spin oder Unterschnitt in den Ball zu legen und je nach Kraftaufwand den Ball sehr präzise zu spielen. Beim Tischtennis ist es außerdem im gesamten Spiel nicht nötig, auch nur einen Button zu drücken, wodurch sich der Motion Controller genau wie ein Tischtennisschläger anfühlt - ohne extra Knöpfe für bestimmte Spins, wie es zum Beispiel bei Tennis-Spielen mit dem DualShock Controller noch notwendigerweise sein musste.
Aber auch die meisten anderen Sportarten lassen sich ohne großes Training sofort mit dem Motion Controller umsetzen - einzig etwas kompliziert ist der Umgang mit Schild und Waffe beim Gladiatoren-Duell, da er mehrere Buttons unterstützt und so vor dem perfekten Handling etwas geübt werden sollte. Bei dieser Disziplin merkt der Spieler auch den Unterschied zwischen der Ein-Controller-Steuerung und der Steuerung mit zwei Controllern am meisten, da logischerweise bei zwei Controllern Schild und Waffe jeweils mit einem separaten Controller geführt werden können. Bei der Steuerung mit einem Controller wird dann durch Halten der T-Taste der Schild gesteuert, so dass man sich bei dieser Variante entscheiden muss, welche Hand des Kämpfers gerade angesteuert werden soll. Außerdem ist das Gladiatoren-Duell von der Steuerung her etwas anspruchsvoller, da es zusätzliche Tasten für das Ausweichen nach links (Viereck) oder rechts (Dreieck) sowie für das zurückspringen (T) und das Aktivieren des Superschlags (X) benutzt und es Bestimmte Bewegungen mit dem Controller gibt, wie das Aufstehen nach einem Niederschlag durch das nach oben Heben des Controllers. Benutzt der Spieler hingegen zwei Motion Controller erleichtert sich die Steuerung allerdings wieder etwas: hier werden neben den Bewegungen für bestimmte Aktionen, die dann mit beiden Controllern gleichzeitig ausgeführt werden, nur noch die T-Tasten und die X-Taste des Waffen-Arms verwendet.
Weitaus einfach lassen sich die beiden Sportarten spielen, bei denen geworfen wird: Boccia und Disc-Golf. Hier gibt es zum einen keinen Zeitdruck, zum anderen werden die entsprechenden Tasten für das Umsehen oder die genaue Positionierung zum Zielpunkt stets eingeblendet. Zum Werfen reicht es jeweils, die Kugel bzw. die Disc mit der T-Taste aufzunehmen und durch das Schwingen des Motion Controllers zu werfen. Auch das Bogenschießen spielt sich ähnlich einfach: Mit dem Controller wird der Pfeil bei gedrückter T-Taste hinter dem Rücken hervorgeholt und (bei einem Controller automatisch/bei zwei Controllern manuell) in den Bogen eingespannt. Dann wird gezielt und das Loslassen der T-Taste führt zum Schuss.
Zu guter Letzt kommt auch Beachvolleyball sowohl mit einem als auch mit zwei Controllern nur mit Bewegungen und der T-Taste aus. Zum Aufschlagen von oben wird der Ball zunächst in die Luft geworfen und danach in die gegnerische Hälfte geschlagen, soll der Aufschlag von unten erfolgen, braucht der Spieler nur die T-Taste zu drücken und den Controller einmal in Richtung der anderen Hälfte zu schwingen. Baggern, Pritschen, Schmettern und Blocken sind selbstverständlich den realen Bewegungen nachempfunden und so fühlt es sich an, als stünde man selbst auf dem Feld. Will man über einen Block hinweg spielen, drückt man beim Schmettern einfach noch die T-Taste, und muss man mal einem Ball hinterher hechten, dann ist dies einfach durch eine schnelle Bewegung des Controllers in die entsprechende Richtung möglich.
Insgesamt fühlen sich so alle Sportarten sehr real an und die Steuerung funktioniert extrem präzise. Besondere Highlights sind dabei die Präzision beim Tischtennis, der Spaß beim Beachvolleyball und die Zwei-Controller-Steuerung des Gladiatoren-Duells. Hier entfaltet Move seine ganzen Möglichkeiten, denn der Spieler kann intuitiv die Bewegungen des jeweiligen Sports nachvollziehen.
Für jede der Disziplinen lassen sich dann wiederum drei unterschiedliche Modi spielen: der Championspokal, das Freie Spiel und der Wettbewerbsmodus. Im Championspokal, der in den Schwierigkeiten Bronze, Silber und Gold auf den Spieler wartet, wird man nacheinander von allen 10 im Spiel verfügbaren Athleten herausgefordert. Hier lassen sich auch neue Outfits, Accessoires und durch einen Sieg im Goldpokal Charaktere freispielen sowie Sterne für Trophäen verdienen. Im Freien Spiel steht der Spaß im Vordergrund und - wie der Name schon sagt - geht es einfach nur darum, eine Sportart für ein Match zu spielen. Im Wettbewerbsmodus kann der Spieler dann noch jeweils drei Wettkämpfe pro Disziplin bestreiten, um seine Fähigkeiten zu testen und zu verbessern.


Gameplay mit Bild in Bild:
(alle Sportarten nacheinander und - wenn möglich - mit zwei Motion Controllern!)

Beachvolleyball, Tischtennis & Boccia:

Gladiatoren-Duell, Bogenschießen & Disc-Golf:


Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,0
- sehr präzise und dabei immer intuitiv nachvollziehbare und einfache Steuerung wird in jeder der sechs Sportarten geboten
- einzige kleine Ausnahme: die relativ vielen Buttons für die Steuerung im Gladiatoren-Duell, was aber bei der Verwendung eines zweiten Controller schon wieder deutlich vereinfacht wird
Grafik (20%): Note 3,0
-grafisch wird dem Genre entsprechend nicht sehr viel geboten: ein paar Schauplätze pro Sportart sind in Ordnung
- Kritik gibt es aber für die etwas zu prototypisch gewordenen Athleten, die bis auf das Outfit auch nicht weiter modifiziert werden können; ein eigens erstellbarer Charakter hätte der Identifikation enorm geholfen
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 4,0
- auch hier ist genretypisch nicht viel zu erwarten: leichte Hintergrundmusik und die ständig gleichen Sprüche der Athleten begleiten den Spieler
- vielleicht hätte ein Kommentator bei manchen Spielen gut getan oder wenigstens eine kleine Variation in den Sprüchen
- es ist allerdings auch möglich, seine eigene Musik im Hintergrund laufen zu lassen, sofern sie sich auf der Festplatte der PS3 befindet
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- den Unterschied zwischen den drei Schwierigkeitsgraden Bronze, Silber und Gold merkt man deutlich: Bronze ist kein Problem, Gold kann schon mal zu einem großen werden
Trophäen (5%): Note 1,3
- eigentlich hätten die 43 Trophäen (29x Bronze, 9x Silber, 3x Gold, 1x versteckt und 1x Platin) eine 1,0 verdient gehabt, aber es ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, sich durch alle Wettkämpfe zu spielen und in jeder Sportart gleich gut zu werden - mache Disziplinen liegen einem eben mehr als andere
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- ob die Herausforderung in den Championspokalen oder der Spaß gegen Freunde zu spielen: Sports Champions lässt sich immer wieder spielen und verliert dabei nie seinen Reiz

Gesamteindruck: Note 1,7
Sports Champions ist in erster Linie ein Spiel, das Spaß macht und auch als Party-Spiel einiges hermacht. Aber auch der sportliche Ehrgeiz wird immer wieder geweckt. Alles ist sehr präzise umgesetzt worden und für jeden ist eine Lieblingsdisziplin dabei! Damit ist Sports Champions auch ganz klar die Empfehlung für den Einstieg in die Welt von Move.

Freitag, 26. Februar 2010

Heavy Rain - Special Edition

Kaum ein Spiel hat in der letzten Zeit so viel von sich reden gemacht wie Heavy Rain. Das interaktive Filmerlebnis ist ein ganz neuer Ansatz auf der PS3 und daher auch erfrischend neu. Heavy Rain lässt sich daher nicht leicht in eine Schublade stecken, aber es ist ein episches Adventure, was sich nur durch den geschickten Umgang mit dem Controller steuern lässt. Damit es nicht langweilig wird, "nur" Quick Time Events zu erledigen, haben sich Quantic Dream aber einiges einfallen lassen…


Heavy Rain
(Special Edition)

(Quantic Dream)

VÖ: 26.02.10
Genre: Movie, Adventure, Geschicklichkeit
USK: 16
PEGI: 18+

Amazon: ausverkauft, Joypoint: 84,90€
Geschenkt bekommen am 24.02.10

Trailer im Februar-Preview!


Beschreibung:

Heavy Rain ist ein interaktiver Film: Der Spieler entscheidet, was in der Handlung geschieht und spielt diese gleichzeitig. Das bedeutet, es wurde enorm viel Wert auf die Story und die Grafik gelegt, so dass der Spieler völlig in das Spiel eintauchen kann, sich in ruhigen Situationen entspannen kann und in Action-Szenen richtig gefesselt wird.
Das gesamte Konzept ist durch die zahllosen Wahlmöglichkeiten geprägt, die in jeder Situation zur Verfügung stehen. Und jede Wahl beeinflusst die Story merklich, so dass bei jedem neuen Spielen eine neue Story zustande kommt. Selbst fehlerhaft ausgeführte Quick Time Events führen dazu, dass sich die Szene in eine andere Richtung entwickelt. Das ist etwas ganz Neues, wenn man bedenkt, dass bei den meisten Spielen eine nicht richtig ausgeführte Tastenkombination zum sofortigen Tod und Neustart am letzten Speicherpunkt führt. In Heavy Rain gibt es immer Chancen, den Spielverlauf noch zu seinen Gunsten zu entscheiden und die Alternative, zu sterben – ohne weitere Chancen, denn dann spielt die Geschichte eben ohne den entsprechenden Charakter weiter.
Deswegen gibt es selbstverständlich auch nicht nur einen Charakter, sondern gleich vier Hauptcharaktere, die abwechselnd durch die Szenen gesteuert werden. Dabei haben alle das gleiche Ziel: den Origami-Killer zu stellen, der Jungen entführt, ertränkt und mit einer kleinen Origami-Figur in der Hand hinterlässt. Zum einen gibt es den Architekten Ethan Mars, der seinen ersten Sohn bei einem Auto-Unfall verlor und dessen zweiter Sohn vom Origami-Killer entführt wurde. Ebenfalls auf der Suche nach dem Killer ist der junge FBI-Profiler Norman Jayden, der sich dabei ständig mit dem "bösen Cop" rumschlagen muss, der lauter voreilige Schlüsse zieht und die vermeintlichen Täter dann durch Prügel zum Reden bringt. Auch mit dem Fall beschäftigt ist der Privatdetektiv Scott Shelby, der auf eigene Faust ermittelt und so immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Als letzte Hauptperson kommt Madison Paige ins Spiel, die als Journalistin arbeitet und mit ständiger Schlaflosigkeit zu kämpfen hat. Mehr soll allerdings von der Story nicht verraten werden…
Heavy Rain spielt sich dann wie ein guter Thriller, bei dem sich grandios inszenierte Kämpfe, glaubhafte Emotionen und mit scharfem Verstand geführte Ermittlungen hervorragend abwechseln. So wird der Spieler an das Geschehen gefesselt und leidet wirklich mit den Protagonisten mit. Das liegt neben dem sehr guten erzählerischen Geschehen aber auch an der umwerfenden grafischen Umsetzung mit wunderbar animierten Charakteren – insbesondere den Gesichtszügen – und schönen Umgebungen.
Spielerisch haben sich Quantic Dream einiges für ihre Quick Time Events ausgedacht, so dass die Bewegungen möglichst gut umgesetzt werden: die Entscheidungen können per Knopfdruck ausgewählt werden, die Bewegungen sind zum Großteil mit dem rechten Analog-Stick nachempfunden worden und im Kampf müssen die eingeblendeten Tasten, Stick-Bewegungen oder auch Controller-Bewegungen ausgeführt werden. Bei Kraftanstrengung wird hingegen das altbewährte Button-Mashing eingesetzt (und das ist auch endlich mal verständlich!) und beim Fahren muss der Controller in die entsprechende Richtung geneigt werden, um Hindernissen auszuweichen. Aber noch eine weitere innovative Umsetzung gibt es: bei Aufgaben, die besonderes Geschick erfordern, werden nacheinander mehrere Tasten angezeigt, die dann nacheinander gedrückt und gehalten werden müssen, bis die Anzeigen verschwinden. Alle Anzeigen wurden dabei sehr schön in die Szenen integriert, so dass sie an den entsprechenden Stellen im Bild erscheinen oder bei Entscheidungen eben um den Kopf des Charakters kreisen. Wer nicht weiter weiß hat darüberhinaus noch die Möglichkeit mit einem Druck auf die L2-Taste die Gedanken seines Charakters zu ergründen – darin sind oft hilfreiche Tipps zum weiteren Vorgehen, aber auch Emotionen spielen in den Gedanken eine große Rolle. Einziges kleines Manko an der Steuerung ist die etwas gewöhnungsbedürftige R2-Taste zum Gehen, denn das fühlt sich an, als würde aufs Gaspedal gedrückt, damit der Charakter sich bewegt – andererseits sind die beiden Sticks bereits sinnvoll für die QTEs und das Umschauen eingesetzt, so dass wahrscheinlich nichts anderes übrig blieb als diese Lösung.
Insgesamt ist Heavy Rain ein Meisterwerk, das Story, Charaktere und ein sehr gut dazu passendes Gameplay vereinigt. Dabei erlaubt es sich nahezu keinen Fehler und zieht den Spieler so ohne Probleme auch emotional in das Geschehen hinein.


Zum Inhalt der Special Edition:


Die Special Edition besteht zunächst in einer exklusiven Verpackung, die einen Papp-Schuber enthält und Regen-Applikationen auf dem Cover aufweist. Neben der Spiel-CD gibt es noch einen Download-Gutschein, der alle weiteren Inhalte freischaltet: die erste von vier weiteren spielbaren Szenen, die als DLC erscheinen und die Vorgeschichte der vier Hauptcharaktere erzählen werden, den Soundtrack zum Spiel und das dynamische XMB-Design, das bereits seit einigen Tagen im PS-Store für 1,99€ zur Verfügung steht. Der Soundtrack lässt sich mit dem Download-Code allerdings leider erst nach dem 04.03. herunterladen…
Der ersten Szene werde ich dann noch ein eigenes Review widmen - da sie zum Kaufzeitpunkt noch nicht runtergeladen werden konnte - und auch dann erst sagen können, ob sich der Aufpreis von guten 15€ lohnt; abzüglich von 2€ für das dynamische Design und (geschätzten) 3€ für den Soundtrack muss die Episode also mindestens 10€ Spielspaß bieten. Und abzuwarten bleibt dann auch, wann und zu welchem Preis die Szene in den PS-Store kommt.


Bewertung:

Gameplay und Story (35%): Note 1,0
- das Gameplay wurde bewusst auf die Steuerung per Quick Time Event reduziert, damit der Spieler den Film in seiner ganzen Vielfalt wahrnehmen kann; die QTEs sind daher auch perfektioniert worden, indem es viele verschiedene Arten von ihnen gibt, die zwischen einfachem Entscheiden per Knopfdurck bis hin zu komplexen Aneinanderreihungen von gleichzeitig zu drückenden Tasten und Schwingen des Controllers in eine bestimmte Richtung variieren
- die Story ist kinoreif – egal, welchen Weg der Spieler geht, d.h. es gibt für jede Wendung eine perfekt ausgearbeitete Weiterführung in der Geschichte; das führt wiederum zu einer noch nie da gewesenen Charaktertiefe, die der Spieler ergründen kann
Grafik (20%): Note 1,0
- wie in einem Film ist auch die Grafik jederzeit wunderbar in Szene gesetzt, so dass es keine schmierigen Texturen oder Ähnliches zu finden gibt
- es sind für jede Szene jeweils zwei Kameraperspektiven möglich, die dem Spieler die gesamte Umgebung zeigen; hier kann der Spieler also sogar selbst noch ein wenig mehr Regie führen
- besonders im Bereich der Gesichtsdarstellung zeigt Heavy Rain, was aus der PS3 herauszuholen ist: auf jede Emotion wurde Wert gelegt und so verrät schon die Mimik sehr viel, was in anderen Spielen oft gar nicht der Fall ist
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 1,3
- alle Darsteller werden sehr gut gesprochen, allerdings ist die englische Synchronisation etwas besser als die deutsche, so dass es einen minimalen Abzug geben muss
- auch der Soundtrack weiß voll und ganz zu überzeugen, wurde sogar mit einem kompletten Orchester in den Abbey Road Studios aufgenommen
Schwierigkeit (10%): Note 2,0
- jederzeit im Spiel lassen sich drei Schwierigkeitsgrade auswählen, allerdings ist das gar nicht unbedingt notwendig, denn erstens gibt es kein absolutes richtig oder falsch (nur sterben sollte natürlich vermieden werden) und zweitens gibt es auch keine starken oder schwachen Gegner
- eigentlich sollte Heavy Rain von jedem auf der höchsten Schwierigkeitsstufe gespielt werden, denn nur dann sind die Quick Time Events wirklich passend zu jeder einzelnen Bewegung eingesetzt
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 1,0
- das Spiel kommt aufgrund seiner Steuerungsart ohne lästige Tutorials und überbelegte Tastenkombinationen aus: der Spieler kann sofort loslegen; ebenso ist die Menüführung sehr übersichtlich und verständlich
Trophäen (5%): Note 2,0
- an dieser Stelle bin ich genauso geheimnistuerisch wie Heavy Rain, denn es gibt nur 3 der 57 Trophäen vorher zu sehen – der Rest sind versteckte Trophäen, die für bestimmte Handlungen in der Story vergeben werden (da wäre es ja langweilig, schon zu wissen, was man für die Trophy tun muss)
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- dadurch, dass die Story mit jedem Spielen anders verläuft, sogar jeder Kampf in sich anders zu meistern ist, kann Heavy Rain so oft gespielt werden, bis die Blu-ray schmilzt
- außerdem lässt sich, nach dem ersten Erreichen einer Szene, diese im Menü anwählen, um sie noch einmal zu erleben

Gesamteindruck: Note 1,1
Heavy Rain zeigt drei Dinge: es braucht eine gute Story und gute Charaktere für ein gutes Spiel, es braucht hingegen kein ständiges, ödes Rumgeballer, und selbst Quick Time Events können sinnvoll eingesetzt werden! Darüberhinaus erfüllt das Spiel auch noch all diese Anforderungen nahezu in Perfektion, so dass das Spiel ein absolutes Muss für jeden ist.

Montag, 26. Oktober 2009

DJ Hero Bundle

DJ Hero ist das Guitar Hero für Turntable-Rocker! Das bedeutet, dass das Spielprinzip übernommen und für den Turntable-Controller angepasst wurde. Dabei sind weit mehr Funktionen verfügbar als beim Gitarren-Controller: Taps, Scratches, Rewinds, das Bedienen des Crossfaders und des Dials erfordern vollste Konzentration und halten beide Hände in ständiger Bewegung.


DJ Hero Bundle
(Activision)
VÖ: 23.10.09
Genre: Musik / Geschicklichkeit

USK: 0

PEGI: 12+

Amazon: 98,99€, Joypoint: 106,90€
gekauft am 23.10.09 für 96,00€

Trailer im Oktober Preview!


Beschreibung:

Alles läuft dabei auf dem bekannten Highway ab und muss in der Hitzone getroffen werden. Für jedes der beiden gemixten Lieder sowie für Samples gibt es eine Linie, auf der einem die Anweisungen entgegenkommen. Für richtiges Spielen gibt es Punkte und bis zu 5 Sterne. Mehrere richtig gespielte Anweisungen hintereinander erhören den Punkte-Multiplikator (1-fach bis 4-fach) – alles wie bei Guitar Hero. Aber nun zum Gameplay, was sich sehr schön nach Händen sortieren lässt, denn anders als bei Guitar Hero ist hier jede Hand für sich beschäftigt, wodurch (meiner Meinung nach) eine höhere Aufmerksamkeit und bessere Koordination nötig ist.

Die rechte Hand macht das: Bei Taps muss die entsprechende Taste – grün, rot oder blau – zum richtigen Zeitpunkt gedrückt werden, zum Scratchen muss ebenfalls die Taste gedrückt und gleichzeitig der Turntable nach vorne und hinten bewegt werden. Dazu gibt es aber auch Directional Scratches, bei denen der Turntable bei gedrückter Taste nur kurz in die angezeigte Richtung gedreht werden muss, und Scratch-Sequenzen, die aus aneinandergereihten Directional Scratches bestehen. Besonderes Feature der rechten Hand ist das Rewinden: Wenn die Rewind-Anzeige aufgefüllt wurde, kann der Turntable rückwärts gedreht werden, was auch den Highway zurücklaufen lässt, so dass man eine Passage erneut spielen kann, um zusätzliche Punkte zu sammeln.
Die linke Hand ist damit beschäftigt: Der Crossfader hat drei Positionen – links, mittig und rechts – womit zwischen den beiden gemixten Liedern hin- und hergeschaltet werden kann. Dies wird dadurch angezeigt, dass entweder die grüne Linie nach links ausschlägt oder die blaue Linie nach rechts. Genau in diesem Moment muss der Crossfader in die richtige Position geschoben werden. Sind bei Linien in ihrer normalen Position muss auch der Crossfader wieder in die Mitte geschoben werden. Zudem befindet sich über dem Crossfader das Dial, mit dem durch Drehen am Dial in bestimmten Sequenzen der Sound beeinflusst werden kann.
Auch die Starpower aus Guitar Hero wurde implementiert und heißt hier Euphorie. Werden alle Anweisungen in einem leuchtenden Bereich richtig gespielt kann durch Drücken auf einen Knopf über dem Crossfader die Euphorie in doppelte Punkte umgemünzt werden.

Auch die Tracklist ist enorm vielfältig, denn es ist aus allen Musikrichtungen etwas dabei und die neuen Mixes hören sich allesamt einzigartig und clubfähig an. Dabei gibt es sowohl genreinterne Mixe wie Eminem vs. Jay-Z, aber auch auf den ersten Blick außergewöhnliche Mixe wie Daft Punk vs. Queen, The Killers vs. Rihanna oder Mixe, die sich mit dem Turntable-Controller und mit dem Gitarren-Controller spielen lassen (z.B. Beastie Boys mit dem Turntable vs. Foo Fighters mit der Gitarre).
Insgesamt ist also wirklich für jeden etwas dabei und auch als DJ eignet sich das Spiel, wenn man mal nicht selbst spielen will, denn es hat eine Jukebox-Funktion, die äußerst partytauglich erscheint!



Bewertung:

Ich weiche hier von meinen normalen Bewertungskriterien ab, weil sich ein Musikspiel offensichtlich nicht mit anderen Spielen vergleichen lässt, was Story oder Grafik angeht. Deswegen lege ich an dieser Stelle mehr Wert auf das Gameplay an sich, was durch den neuen Controller definiert ist, und führe die neue Kategorie „Tracklist“ ein, da auch mit ihr die Qualität eines Musikspiels steht oder fällt.

Gameplay und Turntable-Controller (50%): Note 2,0
- DJ Hero spielt sich sehr gut und man fühlt sich wie ein DJ (und da ich grundsätzlich keine Ahnung vom DJ-Dasein habe, ist es genau das, was das Spiel für mich ausmacht)
- der Controller lässt sich gut bedienen, wenn man sich eingewöhnt hat (besonders Scratchen und Rewinden wollen gelernt sein, denn sonst sind schnell mal die Tasten außer Reichweite)
Tracklist (20%): Note 1,0
- alles, was das Herz begehrt ist auch vorhanden: HipHop, Rock, Dance, Pop… und alles gut gemixt und absolut hörenswert (ich würde mir viele Tracks wahrscheinlich sogar auch so besorgen, aber dafür gibt es ja die wunderbare Jukebox-Funktion)
Grafik (5%): Note 3,0
- die Grafik ist in Ordnung: der eigene DJ sieht ganz gut aus und die Tänzer, Effekte, Bühne und das Deck sind ordentlich animiert; das Publikum geht allerdings gar nicht, aber darauf kommt es auch nicht an!
Schwierigkeit (10%): Note 2,3
- es ist teilweise sehr schwer, beide Hände unabhängig voneinander zu benutzen (wer hier keine gute Koordination mitbringt wird es ab der Schwierigkeitsstufe „Mittel“ extrem schwer haben)
- der Sprung zwischen den Schwierigkeitsstufen „Leicht“ und „Mittel“ ist enorm, so dass bereits hier die Spreu vom Weizen getrennt wird
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 1,0
- das Tutorial zeigt alle Aktionen im Einzelnen und man kann die Aktionen ausgiebig proben, bis man sich sicher fühlt
- die Beschreibung ist kurz und gut, die Menüführung leicht und übersichtlich
Trophäen (5%): Note 1,0
- es gibt 42x Bronze, 7x Silber, 2x Gold und die obligatorische Platin-Trophäe, die sich sowohl auf on- als auch auf offline Spiele beziehen, sich durch alle Schwierigkeitsstufen ziehen und sogar den Gitarren-Controller berücksichtigen

Gesamteindruck: Note 1,7
- insgesamt macht DJ Hero sehr viel Spaß und bietet eine große, gut gemixte Tracklist - das Spiel ist aber neben allem Spaß auch eine Herausforderung für Koordination und Aufmerksamkeit, so dass man ihm sogar einen Lerneffekt zuschreiben kann

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