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Donnerstag, 6. Oktober 2011

FIFA 12

Da es jedes Jahr ein neues FIFA gibt, kommt an dieser Stelle nur ein Kurzreview. Was dieses FIFA zu einem Besonderen macht, ist die neue Player Impact Engine, die für realistischere Zweikämpfe sorgen soll. Zudem wurde das Verteidigen verändert, um den „R2+X“-Spielern einen Strich durch die Rechnung zu machen...



FIFA 12
(EA Sports)

VÖ: 29.09.2011
Genre: Simulation, Sport

USK: 0
PEGI: 3+




Trailer:



Beschreibung der einzelnen Features:

Die neue Player Impact Engine:
Die neue Engine macht ihre Sache sehr gut, denn Zweikämpfe werden nun in Echtzeit berechnet und sehen dementsprechend realistisch aus. Auch die Verletzungen, die im Spiel auftreten können, sind nun wesentlich realistischer, da sie entweder direkt aus den Berechnungen der Zweikämpfe oder aus überstrapazierter Ausdauer resultieren. Das bedeutet: Ist die Ausdauerleiste eines Spielers erschöpft und zieht dieser dann einen Sprint an, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Zerrung auftritt.

Ultimate Team 12:
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern kommt FIFA 12 direkt mit dem Ultimate Team Feature ins Haus. Das erhöht von Anfang an die Abwechslung im Spiel und zwingt dazu, nicht immer nur mit den selben Teams zu spielen.

Virtual Pro:
Den eigenen Spieler aufs Feld zu schicken ist natürlich auch wieder möglich. Allerdings haben sich nur Kleinigkeiten verändert. Z.B. steht neben der Position nun auch eine Spielweise zur Auswahl...

Karrieremodus:
Neu ist nur die Entscheidung zwischen Spieler, Spielertrainer und Manager. Sonst bleibt alles beim Alten und leider sind daher auch die Transfers noch immer sehr zweifelhaft gescriptet. Viele Stars wandern ständig zwischen den Topklubs herum und dabei wird auch schonmal das halbe Mittelfeld verkauft, ohne an Ersatz zu denken...

Onlinemodi:
Hier hat sich EA ein paar neue Features einfallen lassen, so dass es viele Möglichkeiten gibt, online zu spielen. Dabei gibt es Freundschaftsligen, Mann-gegen-Mann-Spiele und –Saisons und Spiele mit den Ultimate Teams.

EA Sports Football Club:
Der EAS FC lässt den Spieler nun für seinen Lieblingsverein Punkte sammeln. Das bringt einige Aspekte mit sich: Zum einen sammeln alle Fans eines Vereins zusammen Punkte, um ihren Verein an die Spitze zu bringen, zum anderen sammelt der Spieler selbst Punkte für das eigene Level. Da die eigenen Punkte zudem noch auf 2.000 pro Tag (+ ggf. eine Challenge) begrenzt sind, werden vor allem regelmäßige Spieler belohnt. Punkte gibt es dabei für so gut wie alles: Vom Start des Spiels über alle Modi und geschaffte Virtual Pro-Leistungen bis hin zu den Challenges, die alle zwei bis drei Tage neu erscheinen. Dabei geht es immer um ein aktuelles Spiel, welches zu Gunsten eines bestimmten Teams entschieden werden soll oder in dem ein bestimmtes Ergebnis erzielt werden muss. [In der heutigen Challenge steigt der Spieler so in der 88. Minute zwischen Bordeaux und Montpellier ein, Spielstand 2:0, und muss zuerst den Strafstoß verwandeln und dann noch das 2:2 schaffen.]


Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,3
- das Gameplay hat sich durch die neue Engine insgesamt deutlich verbessert und auch die KI spielt einen schöneren Fußball als sonst
Grafik (20%): Note 2,3
- die meisten Stars sind inzwischen komplett digitalisiert, so dass sie der Realität sehr nahe kommen, aber trotz der Original-Bilder, die in der Aufstellung erscheinen, hat man viele Spieler erneut nur schnell zusammengeschustert und auch die Zuschauer enttäuschen; dass es besser geht, hat das Spiel zur WM 2010 gezeigt
- aus dem Spielfeld siehr aber trotzdem alles sehr schön aus; Trikots und Nummern lassen sich gut erkennen und besonders die Zweikämpfe sehen sehr realistisch aus
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 1,7
- die Musik ist wieder gut ausgewählt und auch die Kommentare wurden wieder etwas verfeinert; ganz falsche Ansagen gibt es nur noch sehr selten und Wiederholungen lassen sich ohnehin nicht vermeiden
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- neben den verschiedenen Schwierigkeitsstufen lässt sich nun auch das eigene Spiel oder das des KI-Gegners ganz genau einstellen – von Schuss- und Passgenauigkeit über Verletzungsanfälligkeit bis zum Torhüter stehen Werte zwischen 0 und 100 zur Verfügung (vielleicht habe ich das bis jetzt nur übersehen, aber es ist mit zum ersten Mal in den Spieleinstellungen aufgefallen...)
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 5,0
- leider hat sich EA dazu entschieden, keine Anleitungen mehr zu drucken und das Tutorial am Anfang erklärt nur die neue Verteidigung, so dass Einsteiger z.B. nicht lernen, Tricks auszuführen oder hohe Steilpässe zu spielen
Trophäen (5%): Note 3,0
- die Trophäen erstrecken sich über alle Modi und erfordern so eine Menge Zeit und viel Beschäftigung mit den verschiedenen Modi. Dabei gibt es dann auch nur 1x Gold...
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- keine Frage, FIFA 12 spielt sich praktisch wieder die gesamte Saison von selbst

Gesamteindruck: Note 1,8
Für jeden Fußball-Fan ist FIFA ohnehin jedes Jahr ein Pflichtkauf. Das Spiel wurde durch die Player Impact Engine gut verbessert, sieht wie immer schön aus und spielt sich auch sonst wunderbar. Viele Modi und der sofort verfügbare Ultimate Team-Modus sorgen dabei für Abwechslung.

Freitag, 11. Februar 2011

EA Sports Active 2

Fitness-Muffel aufgepasst: Ohne das Haus zu verlassen, sollen nun die Pfunde purzeln und der Körper fit gemacht werden. EA Sports Active 2 ist der Nachfolger des durchaus erfolgreichen gleichnamigen Wii-Titels, der dank moderner Bewegungssensoren und eines Puls-Messers für Schweiß im Wohnzimmer sorgt. Hier mein Kurz-Review nach drei Wochen Training...


EA Sports Active 2
(EA)

VÖ: 18.11.2010
Genre: Sport, Fitness

USK: 0 / PEGI: 3+

Amazon: 89,90, Joypoint: 94,90€
gekauft am 21.01.11 für 80,00€


Trailer:





Inhalt der Box:




Bewertung:

Gameplay und Story (35%): Note 2,7
- es gibt eine große Auswahl an Übungen, die sich auf die verschiedenen Körperzonen und Fitnessziele beziehen; das sorgt für Abwechslung
- allerdings sind einige der Programm-Workouts nicht besonders geschickt abgestimmt: beispielsweise kommen 20 Übungen hintereinander für Beine und Kardio, ehe 3 Übungen für die Arme aneinandergereiht werden, …
- … was aber durch die Möglichkeit auch eigene Workout einfach zu erstellen wieder relativiert wird
- die angedeutete Ernährungsberatung und das Eintragen von Freizeitaktivitäten sind eher unsinniges Beiwerk, auch wenn gerade die Ernährung durchaus nützlich sein könnte
- ab und an werden auch die Sensoren nicht perfekt erkannt, was aber zumeist daran liegt, dass man sich zu früh bewegt hat oder zu sehr wackelt; die Übungen sollten immer bewegungslos gehalten werden, was besonders bei stärkerer Anstrengung aber kaum zu schaffen ist und dann zu einer weiteren Wiederholung führt, die hoffentlich erkannt wird
Grafik (20%): Note 2,0
- die Übungen finden in einer netten Umgebung mit einem von zwei Trainern statt (männlich oder weiblich, je nach Geschmack) und auch der eigene Charakter sieht ganz gut aus und kann nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden – nicht mehr und nicht weniger
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 1,0
- ein großes musikalisches Repertoire ist bereits vorhanden und die Trainer erledigen ihren Job souverän, wenn man seine persönliche Einstellung gefunden hat
- zudem lässt sich jede eigene Playlist im Hintergrund abspielen, so dass sich niemand beschweren kann
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- auch hier gilt: seine persönlichen Einstellungen zu finden ist das Wichtigste, denn nur dann sind die Übungen zwar fordernd und erzielen einen Erfolg; zur Auswahl stehen für die Programme die Intensitäten „Leicht“, „Mittel“ und „Hart“
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 1,0
- die genaue Erklärung der Übungen und
Trophäen (5%): Note 4,0
- es gibt 29 bronzene, 11 silberne, 3 goldene und die Platin-Trophäe
- vieles ist eine Frage der Zeit und des Trainingseifers, aber es dauert einfach zu lange, 1.000km zu laufen oder mit dem Mountainbike zu fahren - da sind noch einige Monate Training fällig, während alle anderen Trophäen schon längst erhalten wurden…
- … und selbst dann braucht man immer noch ein zweites Set an Sensoren (zum derzeitigen Preis von ca. 50€)
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- allein das 9-Wochen-Programm dauert - wie der Name schon sagt - eine ganze Zeit und wer motiviert genug ist, sich das Spiel zu kaufen, wird auch länger damit trainieren
- motivierend wirken außerdem die Online-Trainingsgruppen, die zusammen mit Freunden gegründet werden können

Gesamteindruck: Note 2,0
EA Sports Active 2 ist ein Spiel für eine bestimmte Zielgruppe, was es sicherlich nicht für jeden interessant macht. Aber als Fitness-Spiel ist es gut gelungen, motiviert den Spieler ständig zum Trainieren und kann auf Dauer auch Erfolge verbuchen. Um eine halbe Stunde am Tag bzw. 2 bis 3 Stunden die Woche in seine Fitness zu investieren, lohnt sich EA Sports Active 2 also in jedem Fall - es rentiert sich aber nur, wenn man lange dabei bleibt!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

FIFA 11

Der Fußball geht in die neue Saison und EA liefert wie jedes Jahr das Spiel dazu. Es gibt wieder einige neue Möglichkeiten und Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr und so übertrupft sich die Serie einmal mehr selbst.


FIFA 11
(EA)

VÖ: 30.09.2010
Genre: Simulation, Sport

USK: 0
PEGI: 3+

Amazon: 53,44€, Joypoint: 59,90€
gekauft am 02.10. für 55,00€



Beschreibung:

FIFA 11 = FIFA 10 + X? Und X heißt in diesem Jahr die erstmalige Möglichkeit, als Torwart ins Geschehen einzugreifen, das neue Feature Personality + und der veränderte Karrieremodus, bei dem auch der eigene Virtual Pro etwas anders entwickelt werden muss als zuvor.
Die größte Neuerung ist zweifelsohne das Spielen des Torwarts: bislang nur im Elfmeterschießen zu steuern und bis zu FIFA WM 2010 nur mit relativ mieser KI ausgestattet, vegetierte der Torhüter hinten vor sich hin, doch jetzt kann der Spieler die Kontrolle übernehmen und es besser machen. Das ist selbst mit Steuerungshilfen etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man den Bogen raus hat, dann macht das Verteidigen auch Spaß. Der Torwart hechtet bei Bewegung des rechten Sticks in Richtung des Balles – egal, in welche Richtung der Stick bewegt wird und auch nur dann, wenn auch der Ball in der Nähe ist. Altbekanntes wurde ebenfalls v erarbeitet, denn bei gedrückter Dreiecks-Taste sprintet ihr los und versucht im 1-gegen-1 euer Glück. Es kann aber auch schonmal richtig einsam im eigenen Strafraum werden, wenn die eigene Mannschaft besser ist als der Gegner, worunter dann der Spielspaß etwas leiden kann.
Personality + nennt sich ein weiteres neues Feature, das Stars zu noch größeren Stars machen soll. So haben mache Spieler nun spezielle Fähigkeiten wie Flanken, Distanzschüsse, Spielmacher oder Knipser (und noch viele mehr). Zwar machen sich diese Fähigkeiten im Spiel nur begrenzt bemerkbar, doch alles andere wäre auch übertrieben gewesen; stattdessen treffen Distanzschützen eben z.B. nur ab und zu aus der Distanz der Ball perfekt und Spieler mit dem Merkmal „Lufthoheit“ gewinnen im Gegenzug nicht direkt jedes Kopfballduell. Insgesamt macht Personality + also einen kleinen aber feinen Unterschied aus, der gut ausbalanciert wurde.
Als zusätzliche Veränderung wurden der alte Managermodus und der Virtual Pro-Modus zu einem neuen Karrieremodus zusammengelegt, bei dem zwischen einer Spieler-, einer Manager- und dem Spielertrainer-Modus gewählt werden kann. Vor jedem Spiel steht dann z.B. die Möglichkeit offen, nur mit dem eigenen Pro zu spielen oder alle Spieler des Teams zu steuern. Im Laufe der Zeit entwickelt sich dann auch der eigene Virtual Pro weiter und steigert seine Fähigkeiten wie schon bei FIFA 10 - mit dem kleinen Unterschied, dass die Fertigkeiten nicht nur in Kategorien sondern auch in bronzene, silberne und goldene Abzeichen eingeteilt sind. Die goldenen Abzeichen sind dabei nur auf der Schwierigkeitsstufe „Weltklasse“ verfügbar, so dass sie eine größere Herausforderung darstellen.
Außerdem wurde die KI insgesamt wieder etwas verbessert, wodurch die Torhüter beispielsweise nicht mehr so leicht zu überlupfen sind und sich auch sonst geschickter Verhalten. Auch das taktische Verhalten der KI wurde aufgebessert, so dass die Abwehr meistens sicherer steht und Zweikämpfe eher angenommen werden. Zudem wird man schon im Schwierigkeitsgrad „Halbprofi“ das ein oder andere Mal durch Spezialbewegungen ausgetrickst. Aber auch kleinere Verbesserungen im Gameplay sind an vielen Stellen zu bemerken, so dass sich FIFA 11 insgesamt merklich besser spielt als sein Vorgänger.


Trailer:



Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,3
- wieder einmal wurde das Gameplay verbessert, denn die KI spielt wieder ein wenig besser mit und zeigt teilweise nettes taktisches Verständnis; die KI-Torhüter sind verbessert worden und auch die KI-Abwehr steht oft besser als im letzten Jahr
- zudem kann das neue Feature Personality + für entscheidende Vorteile sorgen, so dass sich die wahren Stars nun auch im Spiel wirklich bezahlt machen
- das Spiel im Feld macht - wie in den Jahren zuvor - jede Menge Spaß und spielt sich einwandfrei
- im Tor zu stehen ist eine willkommene Abwechslung, kann aber teilweise recht langweilig werden; deswegen gibt es hier minimale Abzüge
Grafik (20%): Note 2,0
- grafisch hat sich im Vergleich nicht besonders viel getan und wer FIFA WM 2010 Südafrika gespielt hat, der vermisst die schönen Zwischensequenzen garantiert (wenigstens ein paar Fans zwischendurch und zumindest ein paar Star-Trainer, bitte!)
- ansonsten sehen die Spieler aber sehr gelungen aus und die meisten virtuellen Stars sehen ihrem realen Ebenbildern recht ähnlich; Spieler aus der zweiten Reihe sind hingegen öfters Durchschnittstypen mit einem geringeren Ähnlichkeitsfaktor
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 3,0
- musikalisch werden die Menüs wieder gut untermalt, im Spiel macht der Kommentar einen soliden, wenn auch nicht besonderen, Job
- die neuen Kommentatoren Frank Buschmann und Manni Breuckmann bringen durchaus etwas mehr Enthusiasmus mit, wurden aber leider nicht mit mehr Sätzen als ihre Vorgänger ausgestattet
(etwa alle 10 Sekunden heißt es: „Da geht er vehement in den Zweikampf!“)
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- vom Einsteiger bis zur Legende ist es ein weiter Weg und genauso groß ist der Unterschied in den Schwierigkeitsstufen: nichts zu meckern!
Trophäen (5%): Note 3,0
- viele der 45 Trophäen sind nur online zu erspielen, dafür muss aber nicht mehr zwangsläufig viel gewonnen werden; vernachlässigt wurde der Offline-Bereich im Vergleich zum letzten Jahr
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- Fußball ist und bleibt Fußball!

Gesamteindruck: Note 1,7
Die Neuerungen sorgen für ein wenig mehr Schwung und eröffnen abwechslungsreiche Möglichkeiten wie das Spielen als Torwart. Auch Personality + fügt sich gut in das Spiel ein. Jeder Fan wird FIFA also einmal mehr lieben.

Montag, 20. September 2010

Sports Champions (Move)

Sports Champions ist eines der ersten exklusiven Spiele für die neue Bewegungssteuerung Move. Dementsprechend lässt sich nur mit Hilfe des neuen Motion Controllers Sport treiben, und das in den Disziplinen Tischtennis, Beachvolleyball, Disc-Golf, Boccia, Bogenschießen und Gladiatoren-Duell.


Sports Champions
(Sony)

VÖ: 15.09.2010
Genre: Move, Sport

USK: 6
PEGI: 12+

Amazon: 36,98€, Joypoint: 39,90€
gekauft am 15.09.10 für 35,00€


Beschreibung:

In Sports Champions dreht sich alles um den Sport. In sechs verschiedenen Disziplinen kann sich der Spieler mit der KI oder einem menschlichen Gegner messen, aber auch Teamspieler kommen voll auf ihre Kosten. Für besonders viel Spaß sorgen dabei Disziplinen, die bis zu vier Spieler gleichzeitig spielen können - vorausgesetzt man besitzt die entsprechende Anzahl an Motion Controllern. (Der Navigation-Controller wird bei Sports Champions nicht unterstützt.) Aber auch zwei Spielen können bis zu vier Controller verwenden, da im Beachvolleyball, beim Gladiatoren-Duell und beim Bogenschießen auch die Steuerung mit zwei Controllern gleichzeitig möglich ist: sie sorgt für noch mehr Präzision und bessere Kontrolle.
Aber auch mit „nur“ einem Motion Controller sind alle Sportarten sehr präzise umgesetzt worden. So ist es beispielsweise beim Tischtennis kein Problem, Top-Spin oder Unterschnitt in den Ball zu legen und je nach Kraftaufwand den Ball sehr präzise zu spielen. Beim Tischtennis ist es außerdem im gesamten Spiel nicht nötig, auch nur einen Button zu drücken, wodurch sich der Motion Controller genau wie ein Tischtennisschläger anfühlt - ohne extra Knöpfe für bestimmte Spins, wie es zum Beispiel bei Tennis-Spielen mit dem DualShock Controller noch notwendigerweise sein musste.
Aber auch die meisten anderen Sportarten lassen sich ohne großes Training sofort mit dem Motion Controller umsetzen - einzig etwas kompliziert ist der Umgang mit Schild und Waffe beim Gladiatoren-Duell, da er mehrere Buttons unterstützt und so vor dem perfekten Handling etwas geübt werden sollte. Bei dieser Disziplin merkt der Spieler auch den Unterschied zwischen der Ein-Controller-Steuerung und der Steuerung mit zwei Controllern am meisten, da logischerweise bei zwei Controllern Schild und Waffe jeweils mit einem separaten Controller geführt werden können. Bei der Steuerung mit einem Controller wird dann durch Halten der T-Taste der Schild gesteuert, so dass man sich bei dieser Variante entscheiden muss, welche Hand des Kämpfers gerade angesteuert werden soll. Außerdem ist das Gladiatoren-Duell von der Steuerung her etwas anspruchsvoller, da es zusätzliche Tasten für das Ausweichen nach links (Viereck) oder rechts (Dreieck) sowie für das zurückspringen (T) und das Aktivieren des Superschlags (X) benutzt und es Bestimmte Bewegungen mit dem Controller gibt, wie das Aufstehen nach einem Niederschlag durch das nach oben Heben des Controllers. Benutzt der Spieler hingegen zwei Motion Controller erleichtert sich die Steuerung allerdings wieder etwas: hier werden neben den Bewegungen für bestimmte Aktionen, die dann mit beiden Controllern gleichzeitig ausgeführt werden, nur noch die T-Tasten und die X-Taste des Waffen-Arms verwendet.
Weitaus einfach lassen sich die beiden Sportarten spielen, bei denen geworfen wird: Boccia und Disc-Golf. Hier gibt es zum einen keinen Zeitdruck, zum anderen werden die entsprechenden Tasten für das Umsehen oder die genaue Positionierung zum Zielpunkt stets eingeblendet. Zum Werfen reicht es jeweils, die Kugel bzw. die Disc mit der T-Taste aufzunehmen und durch das Schwingen des Motion Controllers zu werfen. Auch das Bogenschießen spielt sich ähnlich einfach: Mit dem Controller wird der Pfeil bei gedrückter T-Taste hinter dem Rücken hervorgeholt und (bei einem Controller automatisch/bei zwei Controllern manuell) in den Bogen eingespannt. Dann wird gezielt und das Loslassen der T-Taste führt zum Schuss.
Zu guter Letzt kommt auch Beachvolleyball sowohl mit einem als auch mit zwei Controllern nur mit Bewegungen und der T-Taste aus. Zum Aufschlagen von oben wird der Ball zunächst in die Luft geworfen und danach in die gegnerische Hälfte geschlagen, soll der Aufschlag von unten erfolgen, braucht der Spieler nur die T-Taste zu drücken und den Controller einmal in Richtung der anderen Hälfte zu schwingen. Baggern, Pritschen, Schmettern und Blocken sind selbstverständlich den realen Bewegungen nachempfunden und so fühlt es sich an, als stünde man selbst auf dem Feld. Will man über einen Block hinweg spielen, drückt man beim Schmettern einfach noch die T-Taste, und muss man mal einem Ball hinterher hechten, dann ist dies einfach durch eine schnelle Bewegung des Controllers in die entsprechende Richtung möglich.
Insgesamt fühlen sich so alle Sportarten sehr real an und die Steuerung funktioniert extrem präzise. Besondere Highlights sind dabei die Präzision beim Tischtennis, der Spaß beim Beachvolleyball und die Zwei-Controller-Steuerung des Gladiatoren-Duells. Hier entfaltet Move seine ganzen Möglichkeiten, denn der Spieler kann intuitiv die Bewegungen des jeweiligen Sports nachvollziehen.
Für jede der Disziplinen lassen sich dann wiederum drei unterschiedliche Modi spielen: der Championspokal, das Freie Spiel und der Wettbewerbsmodus. Im Championspokal, der in den Schwierigkeiten Bronze, Silber und Gold auf den Spieler wartet, wird man nacheinander von allen 10 im Spiel verfügbaren Athleten herausgefordert. Hier lassen sich auch neue Outfits, Accessoires und durch einen Sieg im Goldpokal Charaktere freispielen sowie Sterne für Trophäen verdienen. Im Freien Spiel steht der Spaß im Vordergrund und - wie der Name schon sagt - geht es einfach nur darum, eine Sportart für ein Match zu spielen. Im Wettbewerbsmodus kann der Spieler dann noch jeweils drei Wettkämpfe pro Disziplin bestreiten, um seine Fähigkeiten zu testen und zu verbessern.


Gameplay mit Bild in Bild:
(alle Sportarten nacheinander und - wenn möglich - mit zwei Motion Controllern!)

Beachvolleyball, Tischtennis & Boccia:

Gladiatoren-Duell, Bogenschießen & Disc-Golf:


Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,0
- sehr präzise und dabei immer intuitiv nachvollziehbare und einfache Steuerung wird in jeder der sechs Sportarten geboten
- einzige kleine Ausnahme: die relativ vielen Buttons für die Steuerung im Gladiatoren-Duell, was aber bei der Verwendung eines zweiten Controller schon wieder deutlich vereinfacht wird
Grafik (20%): Note 3,0
-grafisch wird dem Genre entsprechend nicht sehr viel geboten: ein paar Schauplätze pro Sportart sind in Ordnung
- Kritik gibt es aber für die etwas zu prototypisch gewordenen Athleten, die bis auf das Outfit auch nicht weiter modifiziert werden können; ein eigens erstellbarer Charakter hätte der Identifikation enorm geholfen
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 4,0
- auch hier ist genretypisch nicht viel zu erwarten: leichte Hintergrundmusik und die ständig gleichen Sprüche der Athleten begleiten den Spieler
- vielleicht hätte ein Kommentator bei manchen Spielen gut getan oder wenigstens eine kleine Variation in den Sprüchen
- es ist allerdings auch möglich, seine eigene Musik im Hintergrund laufen zu lassen, sofern sie sich auf der Festplatte der PS3 befindet
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- den Unterschied zwischen den drei Schwierigkeitsgraden Bronze, Silber und Gold merkt man deutlich: Bronze ist kein Problem, Gold kann schon mal zu einem großen werden
Trophäen (5%): Note 1,3
- eigentlich hätten die 43 Trophäen (29x Bronze, 9x Silber, 3x Gold, 1x versteckt und 1x Platin) eine 1,0 verdient gehabt, aber es ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, sich durch alle Wettkämpfe zu spielen und in jeder Sportart gleich gut zu werden - mache Disziplinen liegen einem eben mehr als andere
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- ob die Herausforderung in den Championspokalen oder der Spaß gegen Freunde zu spielen: Sports Champions lässt sich immer wieder spielen und verliert dabei nie seinen Reiz

Gesamteindruck: Note 1,7
Sports Champions ist in erster Linie ein Spiel, das Spaß macht und auch als Party-Spiel einiges hermacht. Aber auch der sportliche Ehrgeiz wird immer wieder geweckt. Alles ist sehr präzise umgesetzt worden und für jeden ist eine Lieblingsdisziplin dabei! Damit ist Sports Champions auch ganz klar die Empfehlung für den Einstieg in die Welt von Move.

Donnerstag, 6. Mai 2010

FIFA WM Südafrika 2010

Knappe 6 Wochen vor Beginn der WM in Südafrika bringt uns EA den diesjährigen Sonder-Ableger der FIFA-Reihe. Mit allen 199 Nationalmannschaften, die seit dem 25.08.2007 versucht haben, sich für das Turnier zu qualifizieren, lassen sich alle Spiele nachspielen und online sowie offline um den Titel kämpfen.


FIFA World Cup 2010
(EA)

VÖ: 29.04.2010
Genre: Sport, Fußball

USK: 0
PEGI: 3+

Amazon: 61,99€, Joypoint: 64,90€
gekauft am 27.04.10 für 50,00€

Trailer im April-Preview!


Beschreibung:

Mit der FIFA WM 2010 kommen einige Spielmodi daher, die speziell für die WM geschaffen wurden. Als erstes ist das – klarerweise – das Spielen der WM selbst. Mit dem Land bzw. den Ländern der Wahl kann dann ein komplett gefüllter Terminkalender vom Beginn der Qualifikation mit einigen Freundschaftsspielen und schließlich dem WM-Turnier gespielt werden. Wem das zu lange dauert, der kann auch gleich in der Gruppenphase beginnen und in nur sieben Spielen Weltmeister werden.
Dem gleichen Prinzip folgt auch der Spielmodus „Mannschaftskapitän“, der in FIFA 10 noch Virtual Pro hieß. Das Ziel dabei ist es, sich zunächst mal in ein paar Freundschaftsspielen in der B-Elf für die A-Mannschaft zu empfehlen; dann geht es durch die Qualifikation und weitere Freundschaftsspiele mit dem Anspruch, Kapitän seines Landes zu werden, um dann schließlich als erster die Hände am Pokal zu haben. In diesem Modus steht der eigene Virtual Pro bzw. Mannschaftskapitän immer im Wettstreit mit drei anderen Spielern – durch bessere Bewertungen verdrängt man nach und nach alle Spieler, die vor einem platziert sind, bis die Kapitänsbinde auf Platz 1 winkt. Leider lässt sich der Virtual Pro von FIFA 10 zwar importieren, doch die Werte, die in FIFA 10 erarbeitet wurden, werden in FIFA WM wieder auf Standartwerte gesetzt.
Der nächste Modus ist die „Geschichte der Qualifikation“, in der bestimmte Szenarien aus der Qualifikation aufgenommen werden können. Ein Beispiel: Deutschland spielt in Finnland und liegt nach 33 Minuten überraschend 1:0 hinten. Deswegen erhält der Spieler die Aufgabe, Deutschland doch noch zum Sieg zu führen und als Nebenaufgaben soll er auch noch 3 Tore mit dem Virtual Pro schießen (man könnte auch sagen: den Klose machen) und keine roten Karten bekommen. Solche oder ähnliche Szenarien gibt es in jeder Kontinental-Qualifikation und es wird sie sofort nach den realen Begegnungen auch für die WM geben. Zudem lassen sich durch genügend geschaffte Szenarien weitere Szenarien der WM 2006 freischalten.
Highlight ist aber selbstverständlich das Online-Gaming, denn durch ein ausgeklügeltes System ist es möglich, mit seinem Land immer Gegner zu finden, die sich in der selben Turnier-Phase befinden wie der Spieler selbst. Auch hier ein Beispiel – um ehrlich zu sein mein erstes Online-Turnier: Patriotischerweise trete ich mit Deutschland an und treffe in meinem ersten Spiel auf einen Engländer. 3:1. (Yeah!) Danach mache ich aber erstmal 2 Tage Pause und widme mich dann erst wieder meinem zweiten Gruppenspiel gegen Holland. 0:1. (89. Minute, verdammt!). Damit führt der Holländer die Tabelle an, denn er hat sein erstes Gruppenspiel mit 5:1 gewonnen. Direkt danach will ich die Schmach wieder wettmachen und bekomme einen Portugiesen als Gegner, der auch einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto hat. In einer harten Partie erkämpfe ich ein 2:2 und komme durch das bessere Torverhältnis weiter. Danach folgt zwar das Aus im Achtelfinale gegen Brasilien – nachdem Neuseeland nicht gegen mich antreten wollte –, aber das System, immer den passenden Gegner zu finden, der sich im gleichen Stadium befindet, funktioniert gerade in der Vorrunde einwandfrei – ab dem Achtelfinale brauch der Server ja nichts mehr zu berechnen und muss nur irgendjemanden finden, der sich in der gleichen KO-Runde befindet. Außerdem ist dieser Modus nicht nur durch die mögliche Weltmeisterschaft gegen echte Gegner sehr motivierend, sondern ganz nebenbei sammelt der Spieler auch noch Punkte für sein Land und daraus ergibt sich eine Weltrangliste der FIFA WM 2010-spielenden Länder.
Als weiterer Online-Modus stehen wieder mal die Ranglisten-Spiele bereit, die bereits aus FIFA 10 bekannt sind. Deswegen kommt an dieser Stelle keine Beschreibung mehr, sondern ein Hinweis für Trophy Hunter: Trophäen gibt es tatsächlich nur in den Modi „FIFA WM 2010“, „Mannschaftskapitän“ sowie „Online FIFA WM 2010“. Die Modi Geschichte der Qualifikation und andere Online-Spiele sind hingegen nur spaßiger Zeitvertreib.

Neben den vielen neuen Spielmodi bietet FIFA WM 2010 aber auch noch ein paar spielerische Neuerungen. Am auffälligsten und deswegen sogar im Hauptmenü vertreten ist das neue Elfmeter-System, das sehr viel fordernder als das alte System ist. Daher ist es ratsam diesen Hieb mit dem Zaunpfahl anzunehmen und erstmal ein wenig zu trainieren, bevor die wichtigen Elfmeter in die Wolken gehen. Außerdem ist das Torhüterverhalten offensichtlich deutlich überarbeitet worden, denn es gibt keine Kamikaze-Ausflüge mehr, so dass insbesondere Lupfer deutlich schwieriger geworden sind. Aber auch die Feldspieler verhalten sich im Vergleich zu FIFA 10 wieder ein Stück intelligenter, was mir besonders bei den sinnvoll mitmarschierenden Außenverteidigern aufgefallen ist; aber auch Positionswechsel und das Raumverhalten klappen insgesamt deutlich besser.
Zu guter Letzt haben die Entwickler dann noch bei der Grafik etwas draufgelegt, um die Stimmung einer WM-Endrunde möglichst gut einzufangen – und das ist ihnen auch gut gelungen. Endlich sind die allermeisten Spieler unverkennbar, so dass in der deutschen Startelf mit Arne Friedrich nur noch eine 0815-Fratze spielt; die restlichen Spieler sind eindeutig zu erkennen. In der B-Elf wird hingegen gerne wieder etwas mit der Genauigkeit geschludert. Selbst der Virtual Pro hat mir in der importierten Version besser gefallen als sein FIFA 10-Pendant. Dieser Eindruck hat sich auch bei den anderen bekannten Spielern durchweg bestätigt, denn wie detailgetreu die Mannschaft aus Osttimor nachgebildet wurde, können wohl nur die wenigsten beurteilen. Der Stimmung ist außerdem zuträglich, dass viele Nationen auch einen sichtbaren Trainer mitbringen, der ebenfalls eindeutig zu erkennen ist, und in den Zwischensequenzen immer mal wieder ein wenig „coacht“. Dabei wechselt er sich mit feiernden bzw. enttäuschten Fans der beiden Mannschaften auf dem Platz ab, so dass auch das Publikum endlich mehr Stimmung transportiert. (Außerdem sollen die Nationalmannschaften nun auch Heim- sowie Auswärtstaktiken haben bzw. sollen sich auch kleinere Mannschaften gerade zu Hause als härtere Aufgaben entpuppen. Doch davon habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht viel gemerkt.)
Und für alle Geographen gibt es auch noch einen Leckerbissen, denn die Mannschaftsauswahl funktioniert zwar auch alphabetisch, doch viel spannender ist es, das gewünschte Land auf dem Globus zu suchen – falls man denn suchen muss. Zudem gibt es noch jede Menge Informationen zu den Ländern, womit sogar noch ein Lerneffekt erzielt werden kann.

Insgesamt lohnt sich FIFA WM 2010 sowohl für langjährige FIFA-Anhänger als auch für Gelegenheitsspieler, die das Großereignis gerne auch virtuell miterleben möchten. Durch die Vielfalt an Mannschaften und Modi unterscheidet sich die WM-Ausgabe so weit von der jährlichen Ausgabe, dass sie nicht nur ein kleines Update darstellt, sondern zu Recht als eigenständiges Spiel erschienen ist. Durch die Verbesserungen an Grafik und Gameplay wird das zusätzlich legitimiert.


Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,7
- die WM-Ausgabe von FIFA spielt sich etwas flüssiger als seine Vorgänger und einige Fehler (beispielswiese das Torhüterverhalten) wurden grundlegend überarbeitet
- ansonsten kann vor allem das ausgeklügelte Gegner-Findungs-System überzeugen, was realistische Vorrunden-Begegnungen zur Folge hat (egal, wie lange man zwischen den Partien wartet, der entsprechende Gegner wird immer gefunden)
- auch im Mannschaftskapitän-Modus spielt sich FIFA WM 2010 gut, doch manchmal verhalten sich die Mitspieler hier doch etwas seltsam und suchen den Virtual Pro auch dann, wenn sie selbst die Chance zum Tor haben
Grafik (20%): Note 1,3
- FIFA WM 2010 ist grafisch ein deutlicher Schritt nach vorne: Spieler, Trainer und Zuschauer kommen viel realistischer rüber als in FIFA 10
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 4,0
- leider wurden die Kommentatoren nur bedingt weiterentwickelt, so dass sie zwar WM-spezifische Kommentare abgeben, aber z.B. noch immer Ecken als Einwürfe verkaufen wollen; und auch die Geräuschkulisse hat sich nicht verändert (Vuvuzelas sind zwar auf Dauer auch nervtötend, gehören aber einfach in diese WM)
- musikalisch gibt es zwar natürlich wieder die Hintergrundmusik zwischen dem Spielen, aber nichts Besonderes
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- nicht nur, dass zwischen verschiedenen Schwierigkeitsstufen gewählt werden kann, sondern auch die optionale 2-Button-Steuerung bietet die richtige Einstellung für jeden vom Einsteiger bis zum Profi
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 2,0
- die Beschreibung ist gewohnt ausführlich und die Menüführung schlicht und übersichtlich
Trophäen (5%): Note 2,0
- wie bereits oben erwähnt: Trophäen gibt es nur in 3 der 5 Spielmodi
- es gibt 26x Bronze, 7x Silber, 3x Gold sowie die Platin-Trophäe und 6 versteckte Trophäen, deren Wertigkeit mir unbekannt ist (die Trophy-Namen und was dafür nötig ist: hier!)
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- wer FIFA mag, spielt auch FIFA WM 2010 so lange es geht!

Gesamteindruck: Note 2,0
(obwohl mein System für Spiele mit Handlung konzipiert ist!)

FIFA WM 2010 macht vieles richtig und verbessert die FIFA-Reihe in vielerlei Hinsicht. Wer nicht nur mit seinem Lieblings-Verein, sondern auch für sein Land antreten will, dem bietet diese FIFA-Ausgabe jede Menge Spielspaß und Langzeitmotivation.

Mittwoch, 9. September 2009

World Snooker Championship 2009

An Anfang meines Blogs möchte ich natürlich über Spiele schreiben, die nicht schon eine Million Mal beschrieben wurden, obwohl dazu wohl demnächst noch ein paar kurze Reviews folgen werden – ohne Beschreibung, sondern nur mit Bewertung. Deswegen kommt jetzt ein Review zu einem Spiel, das noch nicht einmal auf Deutsch erschienen ist, weil sich Snooker in Deutschland nicht gerade großer Beliebtheit erfreut, wobei mir diese Tatsache völlig schleierhaft ist.


WSC Real 09 UK
(Blade Interactive)
UK: 03.04.2009
Genre: Sport Simulation
USK: ohne Altersbeschränkung
PEGI: 3+
Amazon: 51,06€, Joypoint: 53,90€
gekauft am 03.09.09 für 27,84€
(bei Amazon UK inkl. Versand)

Screenshots: hier!
Trailer: hier! (auf Video klicken!)


Beschreibung:


Snooker ist in Großbritannien eine sehr beliebte Sportart und erfordert höchste Konzentration und Planung sowie enorme Präzision von den Spielern. Dabei ist Snooker kein schnelles Spiel, sondern eine Partie kann sich schonmal über Tage (!) hinziehen, denn es kostet nunmal Zeit, ganze 35 Frames im Finale eines wichtigen Turniers zu spielen. Für den Zuschauer ist vielleicht nur der entscheidende Frame wichtig wie beim Fußball hinterher nur die Tore interessieren, aber ebenso interessant sind das Break-Building, das Safe-Spiel oder eben die Snooker-Situation.
All das bietet WSC Real 09 in bestechender Grafik und extrem realitätsnaher Physik. Doch zunächst gilt es, den eigenen Charakter zu erschaffen, wobei die Auswahlmöglichkeiten sehr begrenzt sind und die Spieler auch nicht besonders hübsch anzuschauen sind – die Stars sind erkennbar, aber mehr auch nicht. Zu Beginn des Spiels hat der eigene Charakter praktisch noch keine Fähigkeiten, so dass es erstmal zum Training gehen sollte, welches sehr gut umgesetzt wurde: hier wird Snooker von Grund auf erklärt und alle Möglichkeiten des Spielens werden in verschiedenen Aufgabenstellungen verdeutlicht. Sogar strategisches Offensiv- und Defensivspiel werden erläutert und es gibt zusätzliche Erklärungen zu den anderen Spielmodi wie die hierzulande beliebteren 8-Ball und 9-Ball. Durch jede gelungene Aufgabe verdient sich der Charakter Skill-Punkte, die frei auf verschiedene Stärken des Spielers verteilt werden können. Dazu zählen z.B. Potting, Positionsspiel oder die Beherrschung des Spins. Weitere Skill-Punkte werden dann später durch einen Sieg in einem Match gewonnen, so dass der Spieler nach und nach immer sicherer in allen technischen Grundlagen des Snookerns wird.
Mit diesen Grundlagen versorgt stürzt sich der Spieler dann in die Welttournee, bei der alle wichtigen Turniere der Snooker-Saison nachgespielt werden können. Und für alle, die keine Zeit dazu haben, sich im Finale alle 35 Frames um die Ohren zu schlagen, gibt es die Möglichkeit, die Spiellänge auf 25%, 50% oder 100% einzustellen. Angefangen wird dabei zuerst in der Qualifikation, die ein hartes Stück Arbeit darstellt: zum Start ist der eigene Charakter in der Weltrangliste auf Position 52 eingeordnet worden, was auch in etwa der Stärke eines Einsteigers entspricht – die hinteren 30 der Welt zu schlagen sollte kein großes Problem sein, doch spätestens in der vierten Qualifikationsrunde steht einem jemand aus den Top 20 – 40 gegenüber, die einen Fehler beim Potten des Öfteren mit gnadenlosem Abräumen des Tisches bestrafen. In der letzten Qualifikationsrunde kommen dann auch die ganz Großen des Snookers wie Ronnie O’Sullivan, Stephen Maguire oder Shaun Murphy auf den eigenen Spieler zu. Spätestens ab dort wird jedes Spiel zu einem harten Kampf um jeden Punkt und die beste Safety.
Als Alternative zu den Snooker-Turnieren stehen außerdem noch die UK Championship im 8-Ball, ein Versus-Modus und ein Quick-Play-Modus zur Verfügung. Durch den Gewinn der 8-Ball UK Championship lässt sich außerdem noch der Golden Cue Wettbewerb freischalten, bei dem gegen den gleichen Spieler im Snooker, 8-Ball und 9-Ball angetreten wird und der Gesamtsieger aus diesen drei Vergleichen in die nächste Runde einzieht. Durch weitere Siege in den diversen Wettbewerben lassen sich weitere Westen, Queues, Arenen, Trophäen und sogar Promotions für und Zeitungsartikel über den eigenen Charakter freispielen.

Um gut für die ganzen Aufgaben eines Snooker-Spielers gerüstet zu sein, stehen einem bei jedem Stoß zahlreiche Parameter zur richtigen Einstellung zur Verfügung. So lassen sich getrennt voneinander die Richtung, die Stärke und der Spin des Stoßes sowie der Queue-Winkel einstellen und ein grauer Kreis zeigt zudem die Position der weißen Kugel nach dem Stoß an – aber Vorsicht: der graue Kreis wird je nach Schwierigkeit des Stoßes kleiner oder größer und die Kugel kommt nicht in der Mitte des Kreises zum Liegen; zudem werden Kugeln, die im Weg liegen, ignoriert, so dass der Spieler hier aufpassen muss, nicht an einer dieser Kugeln hängenzubleiben. Angezeigt werden außerdem die Richtung, in die die angespielte Kugel laufen wird, und (in etwa) die Stärke, mit der die Kugel weiterlaufen wird. Neben der Sicht des Spielers kann des Weiteren auch noch auf eine Draufsicht zurückgegriffen werden, die ebenfalls sehr hilfreich bei engen Stößen sein kann. Und noch eine Option, das Spiel zu kontrollieren bietet die Möglichkeit, eine beliebige Kugel anzuwählen und mit Hilfe einer Rundumsicht herauszufinden, ob die Kugel einen bestimmten Weg ohne Komplikationen laufen kann.
Insgesamt lassen sich durch dieses wirklich ausgereifte System nahezu alle Stöße selbst von Anfängern gut ausführen, während Profis die hilfreichen Anzeigen ausschalten können und sich dann auf ihre eigenen Einstellungen verlassen müssen. Für Profis ist es daher auch ratsam, vor dem Stoß um den Tisch zu gehen und die Optionen alle sorgfältig nachzuprüfen – wie beim richtigen Snooker eben.


Bewertung:

Gameplay und Story (35%): Note 1,3
- sehr gute Umsetzung des Snooker-Sports, mit allen wichtigen Turnieren und den gängigen Varianten wie 8-Ball, 9-Ball oder 3-Ball, dazu lassen sich alle Hilfen getrennt voneinander ein- und ausschalten, so dass vom Einsteiger bis zum Profi für jeden etwas dabei ist
Grafik (20%): Note 1,7
- ganz einfach: sehr realistisch, nur beim Laden kommt es ab und zu zu kleinen Fehlern, im Spiel jedoch fehlerfrei auch bei der immer freien Kamerabewegung, das Menü ist recht schlicht gehalten und die Gestaltungsmöglichkeiten für den eigenen Charakter sind sehr begrenzt
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 5,0
- hier wurde eindeutig gespart: zwar kommentieren bekannte Snooker-Legenden das Geschehen, doch gehen diesen sehr schnell die Kommentare aus, zudem wird im Practice-Mode immer der gleiche Satz gesagt, bis das Ziel erreicht wurde, und außerhalb der Partien dudelt das ständig gleiche Lied vor sich hin
Schwierigkeit (10%): Note 4,0
- da es keinen einstellbaren Schwierigkeitsgrad gibt, wird das Spiel zu Beginn relativ schnell frustrierend, denn man qualifiziert sich nicht ohne Weiteres für die Hauptfelder, dafür sind die Gegner gut geskillt, so dass von den Top 96 die hintere Hälfte gut schlagbar ist und für die Weltspitze eine Menge Training notwendig ist
(die Note 4,0 gibt es vor allem für die abschreckende Wirkung auf Anfänger, die das Spiel nach den ersten 10 Niederlagen und ohne in ein Turnier eingezogen zu sein weglegen!)
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 1,3
- sehr ausführliche englische Beschreibung, die deutsche wurde ein wenig gekürzt, die Menüführung ist übersichtlich und im Practice-Modus kann das Snookern von Grund auf gelernt werden (dafür gibt es sogar Skill-Punkte!)
Trophäen (5%): Note 4,0
- es gibt keine Trophäen, die im PS3-System zu finden sind, dafür aber einen Umkleideraum, den es mit Allerlei zu füllen gilt
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- durch das Ranking-System und die Verbesserungsmöglichkeiten für den eigenen Charakter sowie die Online-Matches macht WSC Real ’09 auch auf Dauer Spaß

Gesamteindruck: Note 2,3
- ein tolles Spiel für Snooker-Fans, das schnell zugänglich ist und eine Menge Spaß macht, wären die Sprachausgabe besser und der Gegner / die Schwierigkeit wenigstens im Versus-Modus einstellbar, würde es das perfekte Snooker-Spiel darstellen

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