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Mittwoch, 22. September 2010

Tumble

Mit Tumble kommt ein Geschicklichkeitsspiel für Move, das im Grunde so einfach ist, dass es keine Herausforderung sein sollte: mit Klötzen spielen und Türme bauen. Klingt tatsächlich einfach, ist es aber nicht! Und so fordert dieses PSN-Spiel die grauen Zellen heraus und zeigt ganz nebenbei noch, wie enorm präzise sich der neue Motion Controller präsentiert.

Tumble (765mb Testversion + 1652mb Unlock Key)
PlayStation Move Motion Controller wird benötigt!
verfügbar seit: 15.09.10
in diesen PS-Stores für diesen Preis:
US: 9,99$, AT/UK (PEGI): 9,99€, D: 9,99€


Beschreibung:

Bei Tumble dreht sich alles um Bauklötze, die in den verschiedensten Formen und von verschiedenster Beschaffenheit zur Verfügung stehen. Große und kleine Klötze, die beispielswiese aus Eis, Holz oder Stein sein können, lassen sich mit dem Motion Controller vom Boden aufnehmen und dann aufeinander platzieren. Dabei lassen sich in 69 Levels, die in 13 Zonen eingeteilt sind, neue Herausforderungen meistern: besteht man einen Level mindestens mit einer bronzenen Medaille, dann wird der nächste Level freigeschaltet. Dabei gibt es zunächst immer eine Aufgabe pro Level, die es zu bestehen gilt: Entweder muss man 1. einen Turm in die Höhe bauen - von einem bestimmten Startpunkt los, der auch mal auf einer schiefen Fläche liegen kann - oder es müssen 2. möglichst viele Klötze auf einem Podest abgelegt werden oder 3. ein Turm muss mit der richtigen Platzierung von Minen zum Einsturz gebracht werden oder 4. Ein Laserstrahl soll mit Hilfe von Spiegeln, die sich an den Klötzen befinden, von A nach B geleitet werden. Auch das klingt alles recht unspektakulär, aber die Aufgaben werden von Zone zu Zone immer komplexer und man muss sich schon zu Beginn seines Baus bzw. Abrisses eine Strategie zurechtlegen, die zum Ziel führen könnte. Dazu kommen diverse Störfaktoren, wie z.B. ein sich bewegender Block, der mitten durch den möglichen Turm gleitet und diesen so immer wieder einreißt, baut man nicht geschickt um diesen Block herum. Aber auch Erdbeben und Stürme erschweren das Türmebauen ab und an.
Für jeden Level stehen neben diesen Aufgaben noch weitere Medaillen zur Verfügung, die sich zumeist durch schnelles Bauen in einem bestimmten Zeitlimit oder durch das Erreichen eines bestimmten Zielpunktes - der natürlich weit außerhalb des normalen Turmes liegt - verdienen lassen.
Beeindruckend ist neben der geistigen Herausforderung aber auch die Präzision, mit der sich die Türme mit Hilfe des Motion Controllers bauen lassen. Schon die kleinste Bewegung in die falsche Richtung kann den Turm zum Einsturz bringen oder eine kleine Drehung des Handgelenks führt zu einem schiefen Absetzen des Klotzes. Mit der Steuerung lässt sich also sehr exakt umgehen, was zudem noch durch ein paar einfache Hilfsmittel unterstützt wird: durch einen schnellen Schwung des Controllers lässt sich beispielsweise die Seite des Klotzes ändern, die zum Spieler zeigt - dadurch entfällt unnötige Rotationsarbeit und das Handling gewinnt an Einfachheit. Außerdem lässt sich bei gedrückter Move-Taste jederzeit die Kamera neu positionieren - ob mit Block „in der Hand“ oder ohne spielt dabei keine Rolle.


Trailer:



Bewertung:

Preis-/Leistungsverhältnis: Note 2,0
- 9,99€ ist ein stolzer Preis, aber wer seinen Grips anstrengen will und nebenbei noch die Präzision des Motion Controllers zu schätzen weiß, der wird an Tumble seine Freude haben. Jede Menge Levels mit unterschiedlichsten Aufgaben warten auf den Spieler und unter den Herausforderungen befinden sich einige harte Nüsse.
- Trophäen gibt es übrigens auch und zwar 9x Bronze, 3x Silber und 1x Gold - dafür muss man aber auch lange spielen und nahezu alle Aufgaben erfolgreich beenden

Montag, 20. September 2010

Sports Champions (Move)

Sports Champions ist eines der ersten exklusiven Spiele für die neue Bewegungssteuerung Move. Dementsprechend lässt sich nur mit Hilfe des neuen Motion Controllers Sport treiben, und das in den Disziplinen Tischtennis, Beachvolleyball, Disc-Golf, Boccia, Bogenschießen und Gladiatoren-Duell.


Sports Champions
(Sony)

VÖ: 15.09.2010
Genre: Move, Sport

USK: 6
PEGI: 12+

Amazon: 36,98€, Joypoint: 39,90€
gekauft am 15.09.10 für 35,00€


Beschreibung:

In Sports Champions dreht sich alles um den Sport. In sechs verschiedenen Disziplinen kann sich der Spieler mit der KI oder einem menschlichen Gegner messen, aber auch Teamspieler kommen voll auf ihre Kosten. Für besonders viel Spaß sorgen dabei Disziplinen, die bis zu vier Spieler gleichzeitig spielen können - vorausgesetzt man besitzt die entsprechende Anzahl an Motion Controllern. (Der Navigation-Controller wird bei Sports Champions nicht unterstützt.) Aber auch zwei Spielen können bis zu vier Controller verwenden, da im Beachvolleyball, beim Gladiatoren-Duell und beim Bogenschießen auch die Steuerung mit zwei Controllern gleichzeitig möglich ist: sie sorgt für noch mehr Präzision und bessere Kontrolle.
Aber auch mit „nur“ einem Motion Controller sind alle Sportarten sehr präzise umgesetzt worden. So ist es beispielsweise beim Tischtennis kein Problem, Top-Spin oder Unterschnitt in den Ball zu legen und je nach Kraftaufwand den Ball sehr präzise zu spielen. Beim Tischtennis ist es außerdem im gesamten Spiel nicht nötig, auch nur einen Button zu drücken, wodurch sich der Motion Controller genau wie ein Tischtennisschläger anfühlt - ohne extra Knöpfe für bestimmte Spins, wie es zum Beispiel bei Tennis-Spielen mit dem DualShock Controller noch notwendigerweise sein musste.
Aber auch die meisten anderen Sportarten lassen sich ohne großes Training sofort mit dem Motion Controller umsetzen - einzig etwas kompliziert ist der Umgang mit Schild und Waffe beim Gladiatoren-Duell, da er mehrere Buttons unterstützt und so vor dem perfekten Handling etwas geübt werden sollte. Bei dieser Disziplin merkt der Spieler auch den Unterschied zwischen der Ein-Controller-Steuerung und der Steuerung mit zwei Controllern am meisten, da logischerweise bei zwei Controllern Schild und Waffe jeweils mit einem separaten Controller geführt werden können. Bei der Steuerung mit einem Controller wird dann durch Halten der T-Taste der Schild gesteuert, so dass man sich bei dieser Variante entscheiden muss, welche Hand des Kämpfers gerade angesteuert werden soll. Außerdem ist das Gladiatoren-Duell von der Steuerung her etwas anspruchsvoller, da es zusätzliche Tasten für das Ausweichen nach links (Viereck) oder rechts (Dreieck) sowie für das zurückspringen (T) und das Aktivieren des Superschlags (X) benutzt und es Bestimmte Bewegungen mit dem Controller gibt, wie das Aufstehen nach einem Niederschlag durch das nach oben Heben des Controllers. Benutzt der Spieler hingegen zwei Motion Controller erleichtert sich die Steuerung allerdings wieder etwas: hier werden neben den Bewegungen für bestimmte Aktionen, die dann mit beiden Controllern gleichzeitig ausgeführt werden, nur noch die T-Tasten und die X-Taste des Waffen-Arms verwendet.
Weitaus einfach lassen sich die beiden Sportarten spielen, bei denen geworfen wird: Boccia und Disc-Golf. Hier gibt es zum einen keinen Zeitdruck, zum anderen werden die entsprechenden Tasten für das Umsehen oder die genaue Positionierung zum Zielpunkt stets eingeblendet. Zum Werfen reicht es jeweils, die Kugel bzw. die Disc mit der T-Taste aufzunehmen und durch das Schwingen des Motion Controllers zu werfen. Auch das Bogenschießen spielt sich ähnlich einfach: Mit dem Controller wird der Pfeil bei gedrückter T-Taste hinter dem Rücken hervorgeholt und (bei einem Controller automatisch/bei zwei Controllern manuell) in den Bogen eingespannt. Dann wird gezielt und das Loslassen der T-Taste führt zum Schuss.
Zu guter Letzt kommt auch Beachvolleyball sowohl mit einem als auch mit zwei Controllern nur mit Bewegungen und der T-Taste aus. Zum Aufschlagen von oben wird der Ball zunächst in die Luft geworfen und danach in die gegnerische Hälfte geschlagen, soll der Aufschlag von unten erfolgen, braucht der Spieler nur die T-Taste zu drücken und den Controller einmal in Richtung der anderen Hälfte zu schwingen. Baggern, Pritschen, Schmettern und Blocken sind selbstverständlich den realen Bewegungen nachempfunden und so fühlt es sich an, als stünde man selbst auf dem Feld. Will man über einen Block hinweg spielen, drückt man beim Schmettern einfach noch die T-Taste, und muss man mal einem Ball hinterher hechten, dann ist dies einfach durch eine schnelle Bewegung des Controllers in die entsprechende Richtung möglich.
Insgesamt fühlen sich so alle Sportarten sehr real an und die Steuerung funktioniert extrem präzise. Besondere Highlights sind dabei die Präzision beim Tischtennis, der Spaß beim Beachvolleyball und die Zwei-Controller-Steuerung des Gladiatoren-Duells. Hier entfaltet Move seine ganzen Möglichkeiten, denn der Spieler kann intuitiv die Bewegungen des jeweiligen Sports nachvollziehen.
Für jede der Disziplinen lassen sich dann wiederum drei unterschiedliche Modi spielen: der Championspokal, das Freie Spiel und der Wettbewerbsmodus. Im Championspokal, der in den Schwierigkeiten Bronze, Silber und Gold auf den Spieler wartet, wird man nacheinander von allen 10 im Spiel verfügbaren Athleten herausgefordert. Hier lassen sich auch neue Outfits, Accessoires und durch einen Sieg im Goldpokal Charaktere freispielen sowie Sterne für Trophäen verdienen. Im Freien Spiel steht der Spaß im Vordergrund und - wie der Name schon sagt - geht es einfach nur darum, eine Sportart für ein Match zu spielen. Im Wettbewerbsmodus kann der Spieler dann noch jeweils drei Wettkämpfe pro Disziplin bestreiten, um seine Fähigkeiten zu testen und zu verbessern.


Gameplay mit Bild in Bild:
(alle Sportarten nacheinander und - wenn möglich - mit zwei Motion Controllern!)

Beachvolleyball, Tischtennis & Boccia:

Gladiatoren-Duell, Bogenschießen & Disc-Golf:


Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,0
- sehr präzise und dabei immer intuitiv nachvollziehbare und einfache Steuerung wird in jeder der sechs Sportarten geboten
- einzige kleine Ausnahme: die relativ vielen Buttons für die Steuerung im Gladiatoren-Duell, was aber bei der Verwendung eines zweiten Controller schon wieder deutlich vereinfacht wird
Grafik (20%): Note 3,0
-grafisch wird dem Genre entsprechend nicht sehr viel geboten: ein paar Schauplätze pro Sportart sind in Ordnung
- Kritik gibt es aber für die etwas zu prototypisch gewordenen Athleten, die bis auf das Outfit auch nicht weiter modifiziert werden können; ein eigens erstellbarer Charakter hätte der Identifikation enorm geholfen
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 4,0
- auch hier ist genretypisch nicht viel zu erwarten: leichte Hintergrundmusik und die ständig gleichen Sprüche der Athleten begleiten den Spieler
- vielleicht hätte ein Kommentator bei manchen Spielen gut getan oder wenigstens eine kleine Variation in den Sprüchen
- es ist allerdings auch möglich, seine eigene Musik im Hintergrund laufen zu lassen, sofern sie sich auf der Festplatte der PS3 befindet
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- den Unterschied zwischen den drei Schwierigkeitsgraden Bronze, Silber und Gold merkt man deutlich: Bronze ist kein Problem, Gold kann schon mal zu einem großen werden
Trophäen (5%): Note 1,3
- eigentlich hätten die 43 Trophäen (29x Bronze, 9x Silber, 3x Gold, 1x versteckt und 1x Platin) eine 1,0 verdient gehabt, aber es ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, sich durch alle Wettkämpfe zu spielen und in jeder Sportart gleich gut zu werden - mache Disziplinen liegen einem eben mehr als andere
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- ob die Herausforderung in den Championspokalen oder der Spaß gegen Freunde zu spielen: Sports Champions lässt sich immer wieder spielen und verliert dabei nie seinen Reiz

Gesamteindruck: Note 1,7
Sports Champions ist in erster Linie ein Spiel, das Spaß macht und auch als Party-Spiel einiges hermacht. Aber auch der sportliche Ehrgeiz wird immer wieder geweckt. Alles ist sehr präzise umgesetzt worden und für jeden ist eine Lieblingsdisziplin dabei! Damit ist Sports Champions auch ganz klar die Empfehlung für den Einstieg in die Welt von Move.

Freitag, 17. September 2010

PlayStation Move (Starter Pack, Motion- und Navigation-Controller sowie Ladestation)

Mit PlayStation Move kommt endlich die Bewegungssteuerung für die PS3. Sie erweitert die Möglichkeiten der Konsole und bietet neuen Genres eine Chance, auf der PS3 zu erscheinen. Allerdings ist Move nicht billig, denn allein das 2-Spieler-Einstiegspaket schlägt mit rund 145€ zu Buche - dafür gibt es ein Starter-Pack (inkl. PlayStation Eye, Move Motion Controller und Demo-Disc), einen weiteren Motion Controller und ein Move-Spiel. Dabei fehlt noch der Navigation-Controller, der einerseits für die Spiele, die zum Release erscheinen, noch nicht benötigt wird und andererseits auch durch den herkömmlichen DualShock ersetzt werden kann; was allerdings recht unhandlich ist.
Wie gut Move in Zukunft in die Core-Games integriert wird, bleibt zwar abzuwarten, aber speziell für Move entwickelte Spiele sowie Move-Editionen bereits erschienener Spiele, die sich besonders gut dafür eignen, gibt es schon zum Release ein paar. Auch viele kleine PSN-Spiele werden auf den neuen Move-Spieler warten...


Move Starter Pack

inkl. PlayStation Eye,
Move Motion Controller
& Demo-Disc
(Sony)

VÖ: 15.09.2010
Genre: Zubehör

Amazon: 56,49€, Joypoint: 64,90€
gekauft am 15.09.10 für 55,00€






Beschreibung:

Im Starter Pack befinden sich eine PlayStation Eye Kamera, ein Motion Controller und die Demo Disc zu PlayStation Move, die folgende Demos beinhaltet: Sports Champions, Start the Party!, The Shoot, EyePet Move, TV Superstars, Tiger Woods PGA Tour 11, echochrome ii, Beat Sketchers und Tumble.
Die drei letztgenannten Spiele sind PSN-Spiele, die ersten sechs Spiele erscheinen entweder mit Move oder kommen in Kürze auf den Markt. Zudem sind bereits einige Spiele mit einem Move-Patch versorgt worden. Dazu zählen u.a. Heavy Rain, EyePet oder auch PSN-Spiele wie Planet Minigolf.
So kann jeder schon mal einen Eindruck bekommen, welche Spiele besonders gut für Move geeignet sind. Dass es sich dabei zunächst um Sport- und Party-Spiele handelt ist offensichtlich, aber auch Rail-Shooter und Geschicklichkeitsspiele finden ihren Weg auf die PS3. Erst später werden dann auch die bisherigen Core-Gamer voll auf ihre Kosten kommen, wenn auch andere Genres mit Move-Unterstützung ausgestattet werden. Dann wird auch erst der Navigation-Controller wirklich benötigt - bis dahin kommen die reinen Move-Spiele nur mit dem Motion Controller aus.
Technisch ist Move recht einfach aufgebaut und ebenso schnell installiert. Das beiliegende Video erklärt innerhalb von wenigen Minuten den Aufbau und im Grunde beschränkt man sich darauf, die Kamera per USB einzustecken und die Controller ebenfalls per USB zu registrieren. Fertig!
Beide Controller liegen dabei sehr gut in der Hand und sollte man nach Stunden der Bewegung durchgeschwitzt sein, so dass der Controller aus der Hand zu rutschen droht, dann ist er zur Sicherheit noch mit Schlaufen ums Handgelenk gesichert. Im Vergleich zu den herkömmlichen DualShock-Controller fallen selbstverständlich die Schultertasten weg; dafür gibt es nun die Move- (auf der Vorderseite) und die T-Taste (auf der Rückseite). Außerdem sind die Buttons etwas anders angeordnet als beim DualShock, was am Anfang zu etwas Konfusion führen könnte.
Mit dem Motion Controller lässt sich nach der Registrierung auch das XMB-Menü bedienen. Bei gedrückter T-Taste kann man einfach nach links, rechts oder unten scrollen - wobei mir persönlich eine schnelle Auswahl per „Fadenkreuz“ oder Ähnlichem gewünscht hätte, denn genau diese Steuerungsart wird in den Move-Spielen verwendet, um durch die Menüs zu kommen. Insgesamt lassen sich bis zu vier Controller an der PS3 anmelden.


Inhalt des Starter Packs:



Gameplay:
(Sports Champions, Tumble & The Shoot)


Bewertung:

Preis-/Leistungsverhältnis: Note 2,0
- lässt sich leicht ausrechnen: Einzelpreis Playstation Eye (39,90) + Einzelpreis Motion-Controller (39,90) = 79,80€, d.h. durch das Starter-Pack liegt die Ersparnis bei mindestens 15€ (fast 20%) und durch die beiliegende Demo-Disc kann der Spieler bereits viele Move-Titel antesten und sich danach zum Kauf entscheiden
- obwohl der Navigation-Controller für die Einsteiger-Spiele wie Sports Champions nicht benötigt wird, gehört er doch auf lange Sicht zu PlayStation Move wie der Deckel zum Topf, und daher wäre ein zweites Starter-Pack inkl. Navigation-Controller (für beispielsweise 89,90€) sinnvoll gewesen




Move Motion Controller
& Navigation-Controller
(Sony)

VÖ: 15.09.2010
Genre: Zubehör

Motion Controller:
Amazon: 39,99€, Joypoint: 39,90€
Navigation-Controller
Amazon: 29,99€, Joypoint: 29,90€

gekauft am 15.09.10 für 35,00€ / 25,00€





Bewertung:

Präzision (50%): Note 1,0
- extrem präzises Handling bringen jede noch so kleine Bewegung auf den Bildschirm
- sowohl bei genauen, feinen Bewegungen als auch bei schnellen, kräftigen Bewegungen werden alle Bewegungen sehr genau erfasst und praktisch ohne Verzögerung umgesetzt
Preis-/Leistungsverhältnis (30%): Note 1,3
- für ein Set aus Motion- und Navigation-Controller schlagen immerhin 70€ zu Buche, was aber zu verkraften ist, da die mit Move verbundenen Möglichkeiten einfach so vielfältig sind, dass sich die Investition lohnt
Handhabung (20%): Note 2,0
- beide Controller liegen sehr gut in der Hand und alle Buttons sind gut zu erreichen
- kleiner Nachteil: die Buttons sind nicht mehr als Raute, sondern im Quadrat angeordnet, so dass eine kleine Umstellung von Nöten wird - die Move-Taste in der Mitte machte diesen Schritt wohl notwendig

Gesamteindruck: Note 1,3
Beide Controller sind schön geformt, liegen gut in der Hand und sind sehr präzise. Auch wenn mit den bereits veröffentlichten Spielen noch nicht alle Möglichkeiten des Controllers ausgeschöpft sind, sondern in erster Linie Wert auf den Spaßfaktor gelegt wurde, lässt sich davon ausgehen, dass in Zukunft sehr gute Spiele - auch für Core-Gamer - erscheinen werden und der Kauf der Controller sind damit in jedem Fall lohnt.




Ladestation für beide
Move-Controller
(Sony)

VÖ: 15.09.2010
Genre: Zubehör

Amazon: 29,99€, Joypoint: 29,90€
gekauft am 15.09.10 für 25,00€









Bewertung:

Preis-/Leistungsverhältnis (50%): Note 2,0
- selbstverständlich braucht man die Aufladestation nicht zwangsläufig, doch wenn die Controller nicht immer in der Gegend rumliegen sollen und man nicht genügend USB-Kabel für alle Controller und zusätzliches Zubehör hat, dann ist die Aufladestation eine naheliegende und gute Alternative
- ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass die Station nicht mit der PlayStation verbunden ist und die Controller so auch ohne PS3-Betrieb geladen werden können
Aufladegeschwindigkeit (30%): Note 2,0
- in der Aufladestation dauert es - wie per USB-Anschluss an der PS3 - 4 Std. beim Motion Controller und etwa 2,5 Std. beim Navigation-Controller, bis diese vollständig geladen sind; die Akkulaufzeit liegt danach bei ca. 10 Stunden
Stil (20%): Note 1,3
- die Aufladestation sieht hochwertig aus und passt vom Design her genau zu den Move-Controllern und der matten PlayStation 3 Slim; so passt alles wunderbar zusammen ins Bild
- kleines Manko: leider sieht man die roten LEDs erst ab einem Winkel von etwa 30°, da sie sonst in der Ladestation verschwinden

Gesamteindruck: Note 2,0
Die Aufladestation sorgt für Ordnung im Zimmer und passt sich optisch sehr gut ins PS3-Bild ein. Da sie - im Gegensatz zu vielen Stationen von Drittanbietern - bei beiden Steckplätzen passend für beide Controller-Arten ist, lohnt sich die Anschaffung umso mehr.

Mittwoch, 18. August 2010

Special: GamesCom 2010

Heute hat die GamesCom ihre Pforten für die Fachbesucher geöffnet und ab morgen ist die größte Spielemesse Europas auch für alle privaten Besucher offen. Die Koelnmesse bietet dabei in 4 Entertainment- sowie 2 Businesshallen alles, was das Spielerherz begehrt. Hier nun meine Erkenntnisse aus knapp 9 Stunden Entertainment...
Mein Fokus lag dabei besonders auf dem neuen Move-Controller, der bekanntlich mit einem stolzen Preis zu Buche schlägt - jedenfalls für das 2-Spieler-Komplettset bestehend aus einem Playstation Eye, 2 (oder sogar 4) Move Motion Controllern, 2 Move Navigationscontrollern und natürlich den dazugehörigen Spielen (sowie eventuell noch einer Aufladestation für alles zusammen). Des Weiteren habe ich mich intensiv mit den neuen Musikspielen beschäftigt, aber auch Gran Turismo 5 und FIFA 11 standen auf meiner Agenda.


Playstation Move:
Der Motion Controller aus dem Hause Sony war mit vielen Titeln am Start und hat mich insgesamt sehr beeindruckt. Die Spiele sind abwechslungsreich und die Hardware bietet sowohl für Casual als auch für Core Gamer eine sinnvolle Ergänzung zum Standard-PS3-System. Auch die Genauigkeit, mit der der Move-Controller erkannt wird, ist sehr überzeugend, denn obwohl immer wieder Menschen durchs Bild laufen oder im Hintergrund stehen bleiben / fotografieren, gibt es keinerlei Probleme, die das Spielen behindern könnten.

Sports Champions:

Sport vor der Konsole ist angesagt und so setzt auch Move auf Bewegung, die nicht nur im Sitzen zu absolvieren ist. Sports Champions bietet dazu 6 Sportarten, die sich für den Move-Controller empfehlen konnten: Schwertkampf, Frisbee Golf, Beach Volleyball, Tischtennis, Bogenschießen und Boccia. Getestet haben wir mit Freude Beach Volleyball und Tischtennis: nach einer sehr kurzen Eingewöhnungszeit macht „Sports Champions“ sehr viel Spaß und ist besonders im Multiplayer nur zu empfehlen. Schon jetzt freue ich mich auf spannende Duelle im Freundeskreis...


The Shoot (mit Zubehör: Pistolenaufsatz):

Rail Shooter sind auf der PS3 - zum Glück - Mangelware, doch der Move-Controller eignet sich selbstverständlich besonders für dieses Genre. Mit „The Shoot“ kommt auch direkt der erste Vertreter, der durch viele unterschiedlich designte Umgebungen mit den jeweiligen Gegnern einen guten Eindruck machen kann. Das Zielen mit dem Pistolenaufsatz funktioniert sehr gut und sehr genau, doch der Aufsatz hat nicht nur Vorteile: Das Betätigen des Abzugs scheint nicht ganz ausgereift zu sein, denn auch trotz heftiger Zeigefingerkrämpfe sind bei weitem nicht alle Schüsse abgefeuert worden...


EyePet (Move Edition):

Im Vergleich zu meinem Review von einiger Zeit hat sich die Move Edition enorm verbessert. Mit der alten „Zauberkarte“ machte das Spielen oft keinen Spaß, da sie ohne grelles Licht schlecht oder gar nicht erkannt wurde und so die Aufgaben oft daneben gingen. Mit dem Move-Controller wurden diese Probleme jedoch alle gelöst und nun kann man sich ohne Unterbrechungen um sein EyePet kümmern. Die Aufgaben gingen gut von der Hand und das EyePet reagierte ebenfalls schneller und genauer als sein virtueller Vorgänger.


Kung Fu Rider:

Leider konnten wir das Spiel nicht testen, obwohl es recht witzig aussah, denn die Plätze waren immer besetzt (ein Stuhl war dabei sogar dauerhaft von einer Messe-Hostess besetzt, die nicht wirklich Lust hatte, uns spielen zu lassen – das soll das Spiel nicht schlecht machen, hat aber dennoch den Test versaut!)


Musikspiele:
Wie jedes Jahr geben sich die beiden großen Konkurrenten Guitar Hero und Rock Band die Ehre und präsentieren ihr neues Spiel. Im Vergleich konnte ein Spiel ganz klar punkten, während das andere in der Messe fast nicht zu finden war. Außerdem gab es noch eine Überraschung für die Musikspiel-Fans, die ich so nicht erwartet hatte.

Rock Band 3:

Um es vorweg zu nehmen: Rock Band 3 ist brilliant! Innovationen wie den dreifachen Gesang und das Keyboard schlagen ein wie eine Bombe und sind perfekt ins Spiel integriert worden. Der Gitarren-Controller fühlte sich gut an und auch unser Drummer bescheinigte dem Schlagzeug nur das Beste. Unsere Keyboarderin musste sich zwar ein wenig einstellen, doch auch der neue Controller wusste zu überzeugen. Dazu kommt der neue Pro-Modus, der vor allem beim Keyboard extrem ins Gewicht fällt, denn dann gibt es nicht nur 5 Tasten zu7 spielen, sondern bis zu 2 Oktaven. Einziger kleiner Nachteil: Dann ist der Keyboard-Highway mit vielen Spielern nicht mehr besonders gut zu erkennen, aber welches Spiel bringt schon bis zu 7 Spieler in einer Band einwandfrei zusammen?


Guitar Hero 6 - Warriors of Rock:

Guitar Hero scheint ein Selbstläufer zu warden; zumindest müssen das die Entwickler denken, denn nur ein (1!) einziger kleiner Mini-Stand präsentierte uns Guitar Hero 6 - und das zu allem Überfluss auch noch nur auf der XB360. Damit nicht genug: es handelte sich auch nur um eine drei (3!) Tracks umfassende Demoversion. Immerhin war „Bat Country“ von „Avenged Sevenfold“ dabei - geil! Die neue Gitarre sieht zwar schick aus, ist aber meines Erachtens nach etwas kleiner als die alten Gitarren-Controller und lag mir daher nicht besonders gut in der Hand. Mein Test-Kollege befand auch das Schlagzeug für nicht besonders gut gelungen, so dass am Ende nur die Tracklist für Guitar Hero spricht, denn diese hält endlich mal wieder, was der Name verspricht: Rock und zwar zumeist harten!


Instant Jam:

... so heißt die Überraschung. Und ich muss darüber berichten, obwohl es sich nicht um ein PS3-Spiel handelt, da es mit einem beliebigen Gitarren-Controller derzeit als Closed Beta über Facebook gespielt werden kann; später soll Instant Jam für den PC erscheinen. Beim ersten Blick sind wir gleich am Stand vorbeigelaufen, denn so ein billiger Guitar Hero-Klon hatte nichts Anziehendes an sich.
Beim zweiten Mal zog dann die Tracklist unsere Aufmerksamkeit auf sich, denn das ist der eigentliche Clou an Instant Jam: Die App durchsucht eure Festplatte nach Musik und alle Lieder, die bereits in der Datenbank sind, können ohne zusätzliches Einkaufen gespielt werden. Im Moment sind das etwa 2.500 Lieder und jede Woche sollen um die 100 neue folgen. Damit grenzt sich Instant Jam von der Konkurrenz ab und bietet dem Spieler völlig neue Möglichkeiten.


Ach, und wer sich fragt, wo DJ Hero 2 geblieben ist: Wie schon Guitar Hero gab es nur einen Tisch, der die neuen Features nicht vorgestellt hat, so dass ich leider nichts dazu sagen kann, ob der Gesang das Spiel aufwertet und ob das DJing eine Konsolenzukunft hat.


Rennspiele aka Gran Turismo 5:

Das wohl sehnlichst erwartete Rennspiel aller Zeiten gab ebenfalls seine Visitenkarte ab. Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich nah beisammen und so sieht es auch bei der Entscheidung aus, nur Rennsitze mit Lenkrädern und Fußschaltung einzusetzen. Zwar sieht Gran Turismo umwerfend aus und die Detailtreue sowohl der Autos als auch der Strecken ist überragend, doch wie sich Gran Turismo mit einem Controller spielt bleibt leider noch offen. Für Besitzer des gesamten Rennzubehörs sei jedenfalls gesagt: Herzlichen Glückwunsch! Mein Tester war allerdings nicht so vom Zubehör angetan, aber für 2 Runden ist die Eingewöhnungszeit einfach zu lang... Spaß gemacht hat es trotzdem!



Sportspiele aka FIFA 11:

Als passionierter FIFA-Spieler stellt sich mir nicht jedes Jahr die Frage, ob nun FIFA oder PES - nicht, weil eins unbedingt viel besser ist als das andere, sondern weil ich die FIFA-Serie einfach mehr mag. Punkt.
Und meine Erwartungen sind wieder mal nicht enttäuscht worden: FIFA 11 sieht gut aus, spielt sich wieder ein bisschen besser als sein Vorgänger und hat noch ein paar Neuerungen in der Hinterhand, die erst im fertigen Spiel ihre Wirkung entfalten werden. Die Demo bot wieder ein paar ausgewählte Spitzenmannschaften Europas (und als deutschen Vertreter Bayer Leverkusen) und war leider nur englisch (gerne hätte ich Frank Buschmann kommentieren hören). Doch die kleinen Verbesserungen haben uns sofort überzeugt: Die Torhüter sind wieder ein bisschen stärker, die Spielintelligenz der KI wieder etwas besser und das Spiel gegeneinander wieder ein bisschen härter geworden.



Zum Schluss noch ein paar Impressionen von der GamesCom 2010:




Dienstag, 8. Juni 2010

Planet Minigolf

Langsam aber sicher nähern wir uns dem Sommerloch (Juni - Mitte August), was Disc-Spiele angeht, doch damit bricht die Gaming Welt endlich mal nicht zusammen; der Grund: kleine Download-Spiele für Zwischendurch, die ihren Zweck darin gefunden zu haben scheinen, uns das Sommerloch schnell zu überbrücken. Mit der Fun-Minigolf-Simulation der ZEN Studios kommt ein Spiel, das wie so viele zur Zeit neben dem eigenen Umfang auf Benutzer generierten Inhalt setzt. Später im Jahr soll Planet Minigolf auch MOVE kompatibel sein…



ZEN Planet Minigolf (743mb)
verfügbar seit: 02.06.10
in diesen PS-Stores für diesen Preis:
US: 9,99$, AT/UK (PEGI):7,99€, D: 7,99€


Beschreibung:

Planet Minigolf ist ein reines Fun-Spiel und Minigolf-Simulator. Neben den kreativ gestalteten Bahnen in vier unterschiedlichen Umgebungen setzt das Spiel auf einsammelbare Power-Ups und so genannte Trick-Putts. Damit ist für reichlich Spaß gesorgt, denn die witzigen Power-Ups sorgen für zahlreiche Möglichkeiten, durch die Bahn zu kommen, und die Trick-Putts führen zu verrückten Bandenkombinationen, die ausprobiert werden.
Zu Beginn stehen den fünf spielbaren Charakteren (für die im Laufe des Spiels jede Menge Outfits und Accessoires freigespielt werden können) die Aufwärm-Kurse der vier Umgebungen zur Verfügung. Dabei werden 9 Bahnen gegen fünf Gegenspieler gespielt und bei einem Sieg wird der Profi-Kurs der Umgebung freigeschaltet; bei einem Sieg dort der Extrem-Kurs und zuletzt dann der verrückte Kurs. Geputtet werden kann dabei in drei unterschiedlichen Einstellungen, bei denen für jede Art von Golfer was dabei sein sollte: 1. die direkte Steuerung durch „Schwingen“ des linken Sticks, 2. die 3-Klick-Steuerung durch Drücken der X-Taste zum Ausholen, zum Einstellen der Schlagkraft und zum Abschlag, und 3. die einfache Steuerung, bei der die X-Taste bis zur gewünschten Schlagkraft gedrückt gehalten werden muss. Und obwohl das alles sehr einfach klingt, ist Planet Minigolf spätestens ab den extremen Kursen sehr anspruchsvoll und die Löcher müssen erst einmal sorgsam erkundet werden, um den besten Weg zu finden und die Power-Ups richtig einzusetzen. Zu den Power-Ups zählen z.B. der Magnet, der den Ball ins Loch saugt, wenn dieser sich nah genug am Loch befindet, oder der Lenker, bei dem der Ball mit Hilfe des bewegungssensitiven Controllers gelenkt werden kann. Aber auch Raketenantriebe, Flügel oder ein aufgepumpter Ball können in vielen Situationen von Vorteil sein… Gibt es nach einem Loch zwei Spieler mit der gleichen Schlagzahl, entscheiden übrigens die gesammelten Stil-Punkte über den besseren Rang – es gibt dadurch nie ein Unentschieden. Stilpunkte gibt es beispielsweise für ein Hole-In-One oder besonders lange Putts, aber auch für erfolgreiche Trick-Putts, die vorher angekündigt werden müssen. Dabei gibt es jeweils 20 Stilpunkte für jede Bandenberührung oder Richtungsänderung, wenn der Ball am Ende des Schlages auch im Loch landet.
Alles in allem machen die Kurse des Spiels also 144 Löcher aus, doch nach dem Motto „Play, Create, Share“ wird das Spiel von seinen Spielern mit neuen Löchern gefüttert. Jeder kann in dem sehr einfachen und übersichtlichen Loch-Editor in minutenschnelle ein Loch nach seinen Vorstellungen gestalten und dabei alles verwenden, was auf den 144 Löchern zu finden ist. Innerhalb von nur knapp einer Woche nach Veröffentlichung sind so 156 Kurse und 4033 Löcher entstanden (Stand: 08.06., 17:30 Uhr!). Alle Löcher können nach dem Spielen mit zwischen einem und fünf Sternen bewertet werden. Nachdem etwa 10 (?) Spieler der Loch ausprobiert haben, errechnet das System eigenständig das Par für das Loch und aktualisiert nach jedem Spielen sowohl das Par als auch die Bewertung.
Um für noch mehr Langzeitmotivation zu sorgen, haben sich die Entwickler noch ein weiteres Feature einfallen lassen: Jede Woche gibt es ein Turnier, bei dem sich alle Spieler der Planet-Minigolf-Gemeinschaft auf einem willkürlich zusammengestellten Kurs messen können. Aber auch sonst ist der Multiplayer-Modus für ein Download-Spiel sehr ausgeprägt. Es gibt sowohl im Offline als auch im Online-Modus die Möglichkeit, mit bis zu sechs Spielern für sich allein oder in Teams gegeneinander anzutreten – besonders witzig und taktisch von Bedeutung: die Bälle der anderen bleiben auf der Bahn und können aus dem Weg bzw. von der Bahn geschossen werden! Als Modi stehen „Einer gegen Einen“, „Singles“ (4 Spieler!), „Doppel“ (Zwei gegen Zwei) und „Teams“ (Drei gegen Drei) zur Verfügung. Es kann sogar eingestellt werden, ob jeder aus dem Team mit seinem eigenen Ball spielen soll oder das Team sich einen Ball teilen muss. Und natürlich gibt es auch eine Weltrangliste, in der alle erreichten Punkte zusammengezählt werden…

Was die ZEN Studios bereits mit ZEN Pinball angefangen haben, bleibt für ZEN Planet Minigolf nur zu hoffen: Dort gibt es ab und zu neue Tische für kleines Geld als Add-On. Es scheint daher wahrscheinlich, dass auch für Planet Minigolf noch einige Umgebungen und neue Objekte nachgeliefert werden könnten. Genügend Platz ist auf der Minigolf-Weltkarte jedenfalls noch…
Außerdem bleibt die MOVE-Unterstützung, die dann im Herbst folgen wird, abzuwarten. Durch die dann vierte Steuerungsmöglichkeit könnte das Minigolfen noch umso realistischer werden!


Bewertung:

Preis-/Leistungsverhältnis: Note 1,0
- von einfachen bis zu anspruchsvollen Kursen mit 144 Löchern in vier Umgebungen
- einfacher und wirkungsvoller Locheditor
- unzählige Löcher von Benutzern in jedem erdenklichen Schwierigkeitsgrad
- witzige Power-Ups, die für Abwechslung und immer neue Möglichkeiten sorgen
- Langzeitmotivation durch tolle Online- und Offline-Spielmodi
- für nur 7,99€ werden die Erwartungen daher mehr als erfüllt (vor allem umgerechnet in Preis/Spielstunden)

Freitag, 26. Februar 2010

Heavy Rain - Special Edition

Kaum ein Spiel hat in der letzten Zeit so viel von sich reden gemacht wie Heavy Rain. Das interaktive Filmerlebnis ist ein ganz neuer Ansatz auf der PS3 und daher auch erfrischend neu. Heavy Rain lässt sich daher nicht leicht in eine Schublade stecken, aber es ist ein episches Adventure, was sich nur durch den geschickten Umgang mit dem Controller steuern lässt. Damit es nicht langweilig wird, "nur" Quick Time Events zu erledigen, haben sich Quantic Dream aber einiges einfallen lassen…


Heavy Rain
(Special Edition)

(Quantic Dream)

VÖ: 26.02.10
Genre: Movie, Adventure, Geschicklichkeit
USK: 16
PEGI: 18+

Amazon: ausverkauft, Joypoint: 84,90€
Geschenkt bekommen am 24.02.10

Trailer im Februar-Preview!


Beschreibung:

Heavy Rain ist ein interaktiver Film: Der Spieler entscheidet, was in der Handlung geschieht und spielt diese gleichzeitig. Das bedeutet, es wurde enorm viel Wert auf die Story und die Grafik gelegt, so dass der Spieler völlig in das Spiel eintauchen kann, sich in ruhigen Situationen entspannen kann und in Action-Szenen richtig gefesselt wird.
Das gesamte Konzept ist durch die zahllosen Wahlmöglichkeiten geprägt, die in jeder Situation zur Verfügung stehen. Und jede Wahl beeinflusst die Story merklich, so dass bei jedem neuen Spielen eine neue Story zustande kommt. Selbst fehlerhaft ausgeführte Quick Time Events führen dazu, dass sich die Szene in eine andere Richtung entwickelt. Das ist etwas ganz Neues, wenn man bedenkt, dass bei den meisten Spielen eine nicht richtig ausgeführte Tastenkombination zum sofortigen Tod und Neustart am letzten Speicherpunkt führt. In Heavy Rain gibt es immer Chancen, den Spielverlauf noch zu seinen Gunsten zu entscheiden und die Alternative, zu sterben – ohne weitere Chancen, denn dann spielt die Geschichte eben ohne den entsprechenden Charakter weiter.
Deswegen gibt es selbstverständlich auch nicht nur einen Charakter, sondern gleich vier Hauptcharaktere, die abwechselnd durch die Szenen gesteuert werden. Dabei haben alle das gleiche Ziel: den Origami-Killer zu stellen, der Jungen entführt, ertränkt und mit einer kleinen Origami-Figur in der Hand hinterlässt. Zum einen gibt es den Architekten Ethan Mars, der seinen ersten Sohn bei einem Auto-Unfall verlor und dessen zweiter Sohn vom Origami-Killer entführt wurde. Ebenfalls auf der Suche nach dem Killer ist der junge FBI-Profiler Norman Jayden, der sich dabei ständig mit dem "bösen Cop" rumschlagen muss, der lauter voreilige Schlüsse zieht und die vermeintlichen Täter dann durch Prügel zum Reden bringt. Auch mit dem Fall beschäftigt ist der Privatdetektiv Scott Shelby, der auf eigene Faust ermittelt und so immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Als letzte Hauptperson kommt Madison Paige ins Spiel, die als Journalistin arbeitet und mit ständiger Schlaflosigkeit zu kämpfen hat. Mehr soll allerdings von der Story nicht verraten werden…
Heavy Rain spielt sich dann wie ein guter Thriller, bei dem sich grandios inszenierte Kämpfe, glaubhafte Emotionen und mit scharfem Verstand geführte Ermittlungen hervorragend abwechseln. So wird der Spieler an das Geschehen gefesselt und leidet wirklich mit den Protagonisten mit. Das liegt neben dem sehr guten erzählerischen Geschehen aber auch an der umwerfenden grafischen Umsetzung mit wunderbar animierten Charakteren – insbesondere den Gesichtszügen – und schönen Umgebungen.
Spielerisch haben sich Quantic Dream einiges für ihre Quick Time Events ausgedacht, so dass die Bewegungen möglichst gut umgesetzt werden: die Entscheidungen können per Knopfdruck ausgewählt werden, die Bewegungen sind zum Großteil mit dem rechten Analog-Stick nachempfunden worden und im Kampf müssen die eingeblendeten Tasten, Stick-Bewegungen oder auch Controller-Bewegungen ausgeführt werden. Bei Kraftanstrengung wird hingegen das altbewährte Button-Mashing eingesetzt (und das ist auch endlich mal verständlich!) und beim Fahren muss der Controller in die entsprechende Richtung geneigt werden, um Hindernissen auszuweichen. Aber noch eine weitere innovative Umsetzung gibt es: bei Aufgaben, die besonderes Geschick erfordern, werden nacheinander mehrere Tasten angezeigt, die dann nacheinander gedrückt und gehalten werden müssen, bis die Anzeigen verschwinden. Alle Anzeigen wurden dabei sehr schön in die Szenen integriert, so dass sie an den entsprechenden Stellen im Bild erscheinen oder bei Entscheidungen eben um den Kopf des Charakters kreisen. Wer nicht weiter weiß hat darüberhinaus noch die Möglichkeit mit einem Druck auf die L2-Taste die Gedanken seines Charakters zu ergründen – darin sind oft hilfreiche Tipps zum weiteren Vorgehen, aber auch Emotionen spielen in den Gedanken eine große Rolle. Einziges kleines Manko an der Steuerung ist die etwas gewöhnungsbedürftige R2-Taste zum Gehen, denn das fühlt sich an, als würde aufs Gaspedal gedrückt, damit der Charakter sich bewegt – andererseits sind die beiden Sticks bereits sinnvoll für die QTEs und das Umschauen eingesetzt, so dass wahrscheinlich nichts anderes übrig blieb als diese Lösung.
Insgesamt ist Heavy Rain ein Meisterwerk, das Story, Charaktere und ein sehr gut dazu passendes Gameplay vereinigt. Dabei erlaubt es sich nahezu keinen Fehler und zieht den Spieler so ohne Probleme auch emotional in das Geschehen hinein.


Zum Inhalt der Special Edition:


Die Special Edition besteht zunächst in einer exklusiven Verpackung, die einen Papp-Schuber enthält und Regen-Applikationen auf dem Cover aufweist. Neben der Spiel-CD gibt es noch einen Download-Gutschein, der alle weiteren Inhalte freischaltet: die erste von vier weiteren spielbaren Szenen, die als DLC erscheinen und die Vorgeschichte der vier Hauptcharaktere erzählen werden, den Soundtrack zum Spiel und das dynamische XMB-Design, das bereits seit einigen Tagen im PS-Store für 1,99€ zur Verfügung steht. Der Soundtrack lässt sich mit dem Download-Code allerdings leider erst nach dem 04.03. herunterladen…
Der ersten Szene werde ich dann noch ein eigenes Review widmen - da sie zum Kaufzeitpunkt noch nicht runtergeladen werden konnte - und auch dann erst sagen können, ob sich der Aufpreis von guten 15€ lohnt; abzüglich von 2€ für das dynamische Design und (geschätzten) 3€ für den Soundtrack muss die Episode also mindestens 10€ Spielspaß bieten. Und abzuwarten bleibt dann auch, wann und zu welchem Preis die Szene in den PS-Store kommt.


Bewertung:

Gameplay und Story (35%): Note 1,0
- das Gameplay wurde bewusst auf die Steuerung per Quick Time Event reduziert, damit der Spieler den Film in seiner ganzen Vielfalt wahrnehmen kann; die QTEs sind daher auch perfektioniert worden, indem es viele verschiedene Arten von ihnen gibt, die zwischen einfachem Entscheiden per Knopfdurck bis hin zu komplexen Aneinanderreihungen von gleichzeitig zu drückenden Tasten und Schwingen des Controllers in eine bestimmte Richtung variieren
- die Story ist kinoreif – egal, welchen Weg der Spieler geht, d.h. es gibt für jede Wendung eine perfekt ausgearbeitete Weiterführung in der Geschichte; das führt wiederum zu einer noch nie da gewesenen Charaktertiefe, die der Spieler ergründen kann
Grafik (20%): Note 1,0
- wie in einem Film ist auch die Grafik jederzeit wunderbar in Szene gesetzt, so dass es keine schmierigen Texturen oder Ähnliches zu finden gibt
- es sind für jede Szene jeweils zwei Kameraperspektiven möglich, die dem Spieler die gesamte Umgebung zeigen; hier kann der Spieler also sogar selbst noch ein wenig mehr Regie führen
- besonders im Bereich der Gesichtsdarstellung zeigt Heavy Rain, was aus der PS3 herauszuholen ist: auf jede Emotion wurde Wert gelegt und so verrät schon die Mimik sehr viel, was in anderen Spielen oft gar nicht der Fall ist
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 1,3
- alle Darsteller werden sehr gut gesprochen, allerdings ist die englische Synchronisation etwas besser als die deutsche, so dass es einen minimalen Abzug geben muss
- auch der Soundtrack weiß voll und ganz zu überzeugen, wurde sogar mit einem kompletten Orchester in den Abbey Road Studios aufgenommen
Schwierigkeit (10%): Note 2,0
- jederzeit im Spiel lassen sich drei Schwierigkeitsgrade auswählen, allerdings ist das gar nicht unbedingt notwendig, denn erstens gibt es kein absolutes richtig oder falsch (nur sterben sollte natürlich vermieden werden) und zweitens gibt es auch keine starken oder schwachen Gegner
- eigentlich sollte Heavy Rain von jedem auf der höchsten Schwierigkeitsstufe gespielt werden, denn nur dann sind die Quick Time Events wirklich passend zu jeder einzelnen Bewegung eingesetzt
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 1,0
- das Spiel kommt aufgrund seiner Steuerungsart ohne lästige Tutorials und überbelegte Tastenkombinationen aus: der Spieler kann sofort loslegen; ebenso ist die Menüführung sehr übersichtlich und verständlich
Trophäen (5%): Note 2,0
- an dieser Stelle bin ich genauso geheimnistuerisch wie Heavy Rain, denn es gibt nur 3 der 57 Trophäen vorher zu sehen – der Rest sind versteckte Trophäen, die für bestimmte Handlungen in der Story vergeben werden (da wäre es ja langweilig, schon zu wissen, was man für die Trophy tun muss)
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- dadurch, dass die Story mit jedem Spielen anders verläuft, sogar jeder Kampf in sich anders zu meistern ist, kann Heavy Rain so oft gespielt werden, bis die Blu-ray schmilzt
- außerdem lässt sich, nach dem ersten Erreichen einer Szene, diese im Menü anwählen, um sie noch einmal zu erleben

Gesamteindruck: Note 1,1
Heavy Rain zeigt drei Dinge: es braucht eine gute Story und gute Charaktere für ein gutes Spiel, es braucht hingegen kein ständiges, ödes Rumgeballer, und selbst Quick Time Events können sinnvoll eingesetzt werden! Darüberhinaus erfüllt das Spiel auch noch all diese Anforderungen nahezu in Perfektion, so dass das Spiel ein absolutes Muss für jeden ist.

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