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Donnerstag, 6. Oktober 2011

FIFA 12

Da es jedes Jahr ein neues FIFA gibt, kommt an dieser Stelle nur ein Kurzreview. Was dieses FIFA zu einem Besonderen macht, ist die neue Player Impact Engine, die für realistischere Zweikämpfe sorgen soll. Zudem wurde das Verteidigen verändert, um den „R2+X“-Spielern einen Strich durch die Rechnung zu machen...



FIFA 12
(EA Sports)

VÖ: 29.09.2011
Genre: Simulation, Sport

USK: 0
PEGI: 3+




Trailer:



Beschreibung der einzelnen Features:

Die neue Player Impact Engine:
Die neue Engine macht ihre Sache sehr gut, denn Zweikämpfe werden nun in Echtzeit berechnet und sehen dementsprechend realistisch aus. Auch die Verletzungen, die im Spiel auftreten können, sind nun wesentlich realistischer, da sie entweder direkt aus den Berechnungen der Zweikämpfe oder aus überstrapazierter Ausdauer resultieren. Das bedeutet: Ist die Ausdauerleiste eines Spielers erschöpft und zieht dieser dann einen Sprint an, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Zerrung auftritt.

Ultimate Team 12:
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern kommt FIFA 12 direkt mit dem Ultimate Team Feature ins Haus. Das erhöht von Anfang an die Abwechslung im Spiel und zwingt dazu, nicht immer nur mit den selben Teams zu spielen.

Virtual Pro:
Den eigenen Spieler aufs Feld zu schicken ist natürlich auch wieder möglich. Allerdings haben sich nur Kleinigkeiten verändert. Z.B. steht neben der Position nun auch eine Spielweise zur Auswahl...

Karrieremodus:
Neu ist nur die Entscheidung zwischen Spieler, Spielertrainer und Manager. Sonst bleibt alles beim Alten und leider sind daher auch die Transfers noch immer sehr zweifelhaft gescriptet. Viele Stars wandern ständig zwischen den Topklubs herum und dabei wird auch schonmal das halbe Mittelfeld verkauft, ohne an Ersatz zu denken...

Onlinemodi:
Hier hat sich EA ein paar neue Features einfallen lassen, so dass es viele Möglichkeiten gibt, online zu spielen. Dabei gibt es Freundschaftsligen, Mann-gegen-Mann-Spiele und –Saisons und Spiele mit den Ultimate Teams.

EA Sports Football Club:
Der EAS FC lässt den Spieler nun für seinen Lieblingsverein Punkte sammeln. Das bringt einige Aspekte mit sich: Zum einen sammeln alle Fans eines Vereins zusammen Punkte, um ihren Verein an die Spitze zu bringen, zum anderen sammelt der Spieler selbst Punkte für das eigene Level. Da die eigenen Punkte zudem noch auf 2.000 pro Tag (+ ggf. eine Challenge) begrenzt sind, werden vor allem regelmäßige Spieler belohnt. Punkte gibt es dabei für so gut wie alles: Vom Start des Spiels über alle Modi und geschaffte Virtual Pro-Leistungen bis hin zu den Challenges, die alle zwei bis drei Tage neu erscheinen. Dabei geht es immer um ein aktuelles Spiel, welches zu Gunsten eines bestimmten Teams entschieden werden soll oder in dem ein bestimmtes Ergebnis erzielt werden muss. [In der heutigen Challenge steigt der Spieler so in der 88. Minute zwischen Bordeaux und Montpellier ein, Spielstand 2:0, und muss zuerst den Strafstoß verwandeln und dann noch das 2:2 schaffen.]


Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,3
- das Gameplay hat sich durch die neue Engine insgesamt deutlich verbessert und auch die KI spielt einen schöneren Fußball als sonst
Grafik (20%): Note 2,3
- die meisten Stars sind inzwischen komplett digitalisiert, so dass sie der Realität sehr nahe kommen, aber trotz der Original-Bilder, die in der Aufstellung erscheinen, hat man viele Spieler erneut nur schnell zusammengeschustert und auch die Zuschauer enttäuschen; dass es besser geht, hat das Spiel zur WM 2010 gezeigt
- aus dem Spielfeld siehr aber trotzdem alles sehr schön aus; Trikots und Nummern lassen sich gut erkennen und besonders die Zweikämpfe sehen sehr realistisch aus
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 1,7
- die Musik ist wieder gut ausgewählt und auch die Kommentare wurden wieder etwas verfeinert; ganz falsche Ansagen gibt es nur noch sehr selten und Wiederholungen lassen sich ohnehin nicht vermeiden
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- neben den verschiedenen Schwierigkeitsstufen lässt sich nun auch das eigene Spiel oder das des KI-Gegners ganz genau einstellen – von Schuss- und Passgenauigkeit über Verletzungsanfälligkeit bis zum Torhüter stehen Werte zwischen 0 und 100 zur Verfügung (vielleicht habe ich das bis jetzt nur übersehen, aber es ist mit zum ersten Mal in den Spieleinstellungen aufgefallen...)
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 5,0
- leider hat sich EA dazu entschieden, keine Anleitungen mehr zu drucken und das Tutorial am Anfang erklärt nur die neue Verteidigung, so dass Einsteiger z.B. nicht lernen, Tricks auszuführen oder hohe Steilpässe zu spielen
Trophäen (5%): Note 3,0
- die Trophäen erstrecken sich über alle Modi und erfordern so eine Menge Zeit und viel Beschäftigung mit den verschiedenen Modi. Dabei gibt es dann auch nur 1x Gold...
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- keine Frage, FIFA 12 spielt sich praktisch wieder die gesamte Saison von selbst

Gesamteindruck: Note 1,8
Für jeden Fußball-Fan ist FIFA ohnehin jedes Jahr ein Pflichtkauf. Das Spiel wurde durch die Player Impact Engine gut verbessert, sieht wie immer schön aus und spielt sich auch sonst wunderbar. Viele Modi und der sofort verfügbare Ultimate Team-Modus sorgen dabei für Abwechslung.

Mittwoch, 17. August 2011

Special: GamesCom 2011

Heute öffnete die GamesCom für Presse- und Fachbesucher ihre Pforten und ließ einen Blick auf die kommenden Spiele zu. Trends sind dabei Fortsetzungen... Alle Trailer und ständig aktualisierte Videos zu den Spielen der GamesCom 2011 finden sich auch hier: http://www.gametrailers.com/gamescom/.

Uncharted 3 – Drake’s Deception / Tomb Raider


Uncharted geht mittlerweile auch schon in die dritte Runde. Angespielt werden konnte der Multiplayer-Modus, den es auch schon im PSN gab. Stattdessen setzte Uncharted auf Präsentation außerhalb des Spielgeschehens: eine Kamelkarawane, die Treppe zum Eingang und ein Fotospot sollen die Aufmerksamkeit auf das Spiel lenken. Doch mal ehrlich: Uncharted definiert sein Genre wie kein zweites Spiel und könnte dabei höchstens vom neuen Tomb Raider gefährdet werden, welches allerdings nur im einem Trailer präsentiert wurde. Fazit: Beide Spiele werden top! Deswegen hier der GamesCom-Trailer zu Uncharted 3 und der E3-Trailer von Tomb Raider, der auch auf der GamesCom gezeigt wird:





Assassin’s Creed Revelations


Für Assassin’s Creed Revelations gilt das Selbe wie für Uncharted 3: Eine Multiplayer-Demo und auch hier sieht man grafische und technische Fortschritte, ohne aber etwas wirklich Neues zu präsentieren. Das macht das Spiel aber sicherlich auch nicht schlechter, daher das Fazit: Ebenfalls top! Der GamesCom-Trailer:



FIFA 12


Neues Jahr, neues FIFA und diesmal ein neues Abwehrsystem: Die große Neuerung besteht darin, dass es nun nicht mehr so einfach ist, mit R2 + X dem Gegenspieler den Ball abzunehmen. Stattdessen muss jetzt zum richtigen Zeitpunkt ein Tackling mit O erfolgen. Klingt immernoch einfach, ist aber für eingefleischte FIFA-Spieler eine große Umstellung. Das macht das Verteidigen schwerer und da auch die KI wieder etwas besser zu sein scheint, gab es schon auf „Profi“ die erste Niederlage. Trotzdem sehen die Zweikämpfe dadurch wieder mal ein Stück realistischer aus. Da in der Demo-Version nur sechs Vereine zur Auswahl stehen, ist es nicht verwunderlich, dass diese dank Ganzkörperscans vieler Spieler auch sehr gut aussehen. Mein Fazit: Fans schlagen zu und lernen eben! Auch hier der GamesCom-Trailer:



Borderlands 2 / Rage


Auf Borderlands 2 habe ich mich sehr gefreut, denn der erste Teil war schon sehr gut. Nach dem etwas überraschenden Erfolg des Spiels, sollte nun der Nachfolger präsentiert werden, doch leider gab es den ganzen Tag über technische Probleme, so dass keine Präsentation stattfinden konnte. Der Stand war dementsprechend auch recht leer... Fazit: Peinlich, aber das Spiel wird wieder gut!
Ganz im Gegensatz zu Borderlands funktionierte die Präsentation von Rage und beide Spiele ähneln sich vom Setting her doch sehr. Da beide auf unterschiedliche Grafikstile setzen, unterscheiden sie sich aber doch genug, um beide gekauft zu werden.


Dark Souls


Der Nachfolger von Demon‘s Souls steht in den Startlöchern und so gab es auf dem Stand eine gute Demo zum Anspielen. Grafisch sieht das Spiel bombastisch aus und der hohe Schwierigkeitsgrad, der einerseits gelobt andererseits verteufelt werden kann, zeigt sich auch direkt von Beginn an. Fazit: Das Spiel richtet sich damit wohl nicht an Gelegenheitsspieler, sondern nur an solche, die eine echte Herausforderung suchen...


Golden Eye 007 – Reloaded


Das Spiel zum James Bond Film war damals auf dem N64 ein Klassiker und einer der kultigsten Shooter seiner Zeit. Die Neuauflage soll genau die selben Vorzüge bieten, doch trotz deutlich verbesserter Grafik gibt es mittlerweile Shooter wie Sand am Meer und Golden Eye 007 – Reloaded sticht nicht besonders heraus. Die Präsentation zeigte viele Szenen, die vielen Fans noch im Gedächtnis sein könnten – allerdings alles nur in der Singleplayer-Kampagne. Ebenso konnte nach der Präsentation nur ein sehr actionlastiges Level angespielt werden und so gab es leider keine Vorschau auf die Multiplayer-Modi. Dabei ist Golden Eye gerade durch seinen 4-Spieler-Splitscreen damals so gut gewesen... Fazit daher: Golden Eye 007 Reloaded lohnt sich nur als Erinnerungsstück! Zur GamesCom gab es den MI6-Trailer:



NeverDead


Mein Geheimtip der GamesCom 11: Konami hat sich mit NeverDead einen absurden Horror-Shooter ausgedacht, der das Zeug zum Top-Titel hat. Der 3rd-Person-Shooter ließ sich zwar nur in einer Demo-Version anspielen, die auf einem zu 70% fertigen Spiel beruht, doch sowohl das Setting als auch die Steuerung haben schon wunderbar funktioniert. Der Clou des Spiels besteht darin, dass die beiden Helden nicht sterben können, d.h. auch abgerissene Gliedmaßen sind nur eine kurzzeitige Behinderung. Sie können wieder aufgesammelt werden oder auch nachwachsen. Im Extremfall besteht man auch mal nur aus einem Kopf... Laut Standmitarbeiter soll es neben Online- außerdem einen Offline-Koop-Modus geben. Fazit: Diesen Titel sollte man im Auge behalten – auch da er vermutlich so nie in Deutschland erscheinen wird oder nur stark geschnitten erscheinen könnte. Hier ein Video-Walkthrough für alle, denen das Spiel noch gar nichts sagt:







Cursed Crusade


Ebenfalls einen guten Eindruck hat Cursed Crusade bei mir hinterlassen. Das Spiel, das eigentlich heute hätte erscheinen sollen, erinnert sehr an Assassin’s Creed, legt aber Wert auf kooperatives Gameplay. An einem unscheinbaren Stand mit nur 2 PlayStations kann man eine Mission anspielen, die in gemeinsame Aktionen, Schwertkämpfe und Armbrüste einführt. Die Steuerung bietet dabei allerlei Möglichkeiten, den Angriff individuell zu gestalten, wobei die Steuerung der Armbrust aus der Deckung heraus etwas hakelig war. Ansonsten bietet das Spiel aber gute Action und gerade wer gerne mit einem Partner spielt, sollte auf jeden Fall im September zugreifen. Fazit: wird gekauft! Hier noch der Koop-Trailer:




Fazit zum PlayStation Aufgebot:


Im letzten Jahr konnte die PS3 durch Move eine Innovation zeigen, die alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Dieses Jahr bestimmen hingegen Nachfolge-Titel das Bild der Messe. Assassin’s Creed Revelations, Uncharted 3, FIFA 12, Borderlands 2, Prototype 2 und die jährlichen Shooter-Ableger stehen im Fokus und so ist es nicht verwunderlich, dass es nichts absolut Neues zu berichten gibt. Das bedeutet, dass die Entwickler auf soliden Produkten aufbauen und uns Spieler so mit dem versorgen, was ohnehin schon für gut befunden wurde. Ansonsten dominieren die Tanzspiele, die sich überall (in allen Hallen) und überall gleich (peinliches Rumgehopse) spielen lassen. Lieber hätte ich ein paar innovative Core-Games mit Move gesehen - immerhin ließ sich noch Resistance 3 anspielen. So langsam wird es Zeit, damit sich der Move-Controller endlich durchsetzt. Verdient hätte er es...


Abstecher zum Nintendo 3DS:


Da die PlayStation also leider nicht viel Neues liefern konnte, obwohl dabei wirklich sehr gute Spiele ins Haus stehen, habe ich einen kleinen Abstecher zum Nintendo 3DS gemacht – auch der ist inzwischen schon fast nicht mehr neu, aber für Besucher der GamesCom zum ersten Mal öffentlich verfügbar. Der 3D-Effekt kommt dabei sehr gut rüber und nach der Preissenkung am letzten Freitag ist der Handheld auch erschwinglich. Gute Spiele sind mit Zelda - Ocarina of Time 3D und Resident Evil - The Mercenaries 3D auch bereits erschienen. Als kommende Titel konnten mich vor allem die Klassiker überzeugen: Super Mario und Mario Kart, die nicht auf Biegen und Brechen zum Launch des 3DS erschienen sind und vielleicht auch deswegen sehr ordentliche Spiele abgeben. Fazit zum 3DS: Für alle, die das Gamen unterwegs nicht sein lassen wollen, lohnt sich die Anschaffung!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

FIFA 11

Der Fußball geht in die neue Saison und EA liefert wie jedes Jahr das Spiel dazu. Es gibt wieder einige neue Möglichkeiten und Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr und so übertrupft sich die Serie einmal mehr selbst.


FIFA 11
(EA)

VÖ: 30.09.2010
Genre: Simulation, Sport

USK: 0
PEGI: 3+

Amazon: 53,44€, Joypoint: 59,90€
gekauft am 02.10. für 55,00€



Beschreibung:

FIFA 11 = FIFA 10 + X? Und X heißt in diesem Jahr die erstmalige Möglichkeit, als Torwart ins Geschehen einzugreifen, das neue Feature Personality + und der veränderte Karrieremodus, bei dem auch der eigene Virtual Pro etwas anders entwickelt werden muss als zuvor.
Die größte Neuerung ist zweifelsohne das Spielen des Torwarts: bislang nur im Elfmeterschießen zu steuern und bis zu FIFA WM 2010 nur mit relativ mieser KI ausgestattet, vegetierte der Torhüter hinten vor sich hin, doch jetzt kann der Spieler die Kontrolle übernehmen und es besser machen. Das ist selbst mit Steuerungshilfen etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man den Bogen raus hat, dann macht das Verteidigen auch Spaß. Der Torwart hechtet bei Bewegung des rechten Sticks in Richtung des Balles – egal, in welche Richtung der Stick bewegt wird und auch nur dann, wenn auch der Ball in der Nähe ist. Altbekanntes wurde ebenfalls v erarbeitet, denn bei gedrückter Dreiecks-Taste sprintet ihr los und versucht im 1-gegen-1 euer Glück. Es kann aber auch schonmal richtig einsam im eigenen Strafraum werden, wenn die eigene Mannschaft besser ist als der Gegner, worunter dann der Spielspaß etwas leiden kann.
Personality + nennt sich ein weiteres neues Feature, das Stars zu noch größeren Stars machen soll. So haben mache Spieler nun spezielle Fähigkeiten wie Flanken, Distanzschüsse, Spielmacher oder Knipser (und noch viele mehr). Zwar machen sich diese Fähigkeiten im Spiel nur begrenzt bemerkbar, doch alles andere wäre auch übertrieben gewesen; stattdessen treffen Distanzschützen eben z.B. nur ab und zu aus der Distanz der Ball perfekt und Spieler mit dem Merkmal „Lufthoheit“ gewinnen im Gegenzug nicht direkt jedes Kopfballduell. Insgesamt macht Personality + also einen kleinen aber feinen Unterschied aus, der gut ausbalanciert wurde.
Als zusätzliche Veränderung wurden der alte Managermodus und der Virtual Pro-Modus zu einem neuen Karrieremodus zusammengelegt, bei dem zwischen einer Spieler-, einer Manager- und dem Spielertrainer-Modus gewählt werden kann. Vor jedem Spiel steht dann z.B. die Möglichkeit offen, nur mit dem eigenen Pro zu spielen oder alle Spieler des Teams zu steuern. Im Laufe der Zeit entwickelt sich dann auch der eigene Virtual Pro weiter und steigert seine Fähigkeiten wie schon bei FIFA 10 - mit dem kleinen Unterschied, dass die Fertigkeiten nicht nur in Kategorien sondern auch in bronzene, silberne und goldene Abzeichen eingeteilt sind. Die goldenen Abzeichen sind dabei nur auf der Schwierigkeitsstufe „Weltklasse“ verfügbar, so dass sie eine größere Herausforderung darstellen.
Außerdem wurde die KI insgesamt wieder etwas verbessert, wodurch die Torhüter beispielsweise nicht mehr so leicht zu überlupfen sind und sich auch sonst geschickter Verhalten. Auch das taktische Verhalten der KI wurde aufgebessert, so dass die Abwehr meistens sicherer steht und Zweikämpfe eher angenommen werden. Zudem wird man schon im Schwierigkeitsgrad „Halbprofi“ das ein oder andere Mal durch Spezialbewegungen ausgetrickst. Aber auch kleinere Verbesserungen im Gameplay sind an vielen Stellen zu bemerken, so dass sich FIFA 11 insgesamt merklich besser spielt als sein Vorgänger.


Trailer:



Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,3
- wieder einmal wurde das Gameplay verbessert, denn die KI spielt wieder ein wenig besser mit und zeigt teilweise nettes taktisches Verständnis; die KI-Torhüter sind verbessert worden und auch die KI-Abwehr steht oft besser als im letzten Jahr
- zudem kann das neue Feature Personality + für entscheidende Vorteile sorgen, so dass sich die wahren Stars nun auch im Spiel wirklich bezahlt machen
- das Spiel im Feld macht - wie in den Jahren zuvor - jede Menge Spaß und spielt sich einwandfrei
- im Tor zu stehen ist eine willkommene Abwechslung, kann aber teilweise recht langweilig werden; deswegen gibt es hier minimale Abzüge
Grafik (20%): Note 2,0
- grafisch hat sich im Vergleich nicht besonders viel getan und wer FIFA WM 2010 Südafrika gespielt hat, der vermisst die schönen Zwischensequenzen garantiert (wenigstens ein paar Fans zwischendurch und zumindest ein paar Star-Trainer, bitte!)
- ansonsten sehen die Spieler aber sehr gelungen aus und die meisten virtuellen Stars sehen ihrem realen Ebenbildern recht ähnlich; Spieler aus der zweiten Reihe sind hingegen öfters Durchschnittstypen mit einem geringeren Ähnlichkeitsfaktor
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 3,0
- musikalisch werden die Menüs wieder gut untermalt, im Spiel macht der Kommentar einen soliden, wenn auch nicht besonderen, Job
- die neuen Kommentatoren Frank Buschmann und Manni Breuckmann bringen durchaus etwas mehr Enthusiasmus mit, wurden aber leider nicht mit mehr Sätzen als ihre Vorgänger ausgestattet
(etwa alle 10 Sekunden heißt es: „Da geht er vehement in den Zweikampf!“)
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- vom Einsteiger bis zur Legende ist es ein weiter Weg und genauso groß ist der Unterschied in den Schwierigkeitsstufen: nichts zu meckern!
Trophäen (5%): Note 3,0
- viele der 45 Trophäen sind nur online zu erspielen, dafür muss aber nicht mehr zwangsläufig viel gewonnen werden; vernachlässigt wurde der Offline-Bereich im Vergleich zum letzten Jahr
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- Fußball ist und bleibt Fußball!

Gesamteindruck: Note 1,7
Die Neuerungen sorgen für ein wenig mehr Schwung und eröffnen abwechslungsreiche Möglichkeiten wie das Spielen als Torwart. Auch Personality + fügt sich gut in das Spiel ein. Jeder Fan wird FIFA also einmal mehr lieben.

Mittwoch, 18. August 2010

Special: GamesCom 2010

Heute hat die GamesCom ihre Pforten für die Fachbesucher geöffnet und ab morgen ist die größte Spielemesse Europas auch für alle privaten Besucher offen. Die Koelnmesse bietet dabei in 4 Entertainment- sowie 2 Businesshallen alles, was das Spielerherz begehrt. Hier nun meine Erkenntnisse aus knapp 9 Stunden Entertainment...
Mein Fokus lag dabei besonders auf dem neuen Move-Controller, der bekanntlich mit einem stolzen Preis zu Buche schlägt - jedenfalls für das 2-Spieler-Komplettset bestehend aus einem Playstation Eye, 2 (oder sogar 4) Move Motion Controllern, 2 Move Navigationscontrollern und natürlich den dazugehörigen Spielen (sowie eventuell noch einer Aufladestation für alles zusammen). Des Weiteren habe ich mich intensiv mit den neuen Musikspielen beschäftigt, aber auch Gran Turismo 5 und FIFA 11 standen auf meiner Agenda.


Playstation Move:
Der Motion Controller aus dem Hause Sony war mit vielen Titeln am Start und hat mich insgesamt sehr beeindruckt. Die Spiele sind abwechslungsreich und die Hardware bietet sowohl für Casual als auch für Core Gamer eine sinnvolle Ergänzung zum Standard-PS3-System. Auch die Genauigkeit, mit der der Move-Controller erkannt wird, ist sehr überzeugend, denn obwohl immer wieder Menschen durchs Bild laufen oder im Hintergrund stehen bleiben / fotografieren, gibt es keinerlei Probleme, die das Spielen behindern könnten.

Sports Champions:

Sport vor der Konsole ist angesagt und so setzt auch Move auf Bewegung, die nicht nur im Sitzen zu absolvieren ist. Sports Champions bietet dazu 6 Sportarten, die sich für den Move-Controller empfehlen konnten: Schwertkampf, Frisbee Golf, Beach Volleyball, Tischtennis, Bogenschießen und Boccia. Getestet haben wir mit Freude Beach Volleyball und Tischtennis: nach einer sehr kurzen Eingewöhnungszeit macht „Sports Champions“ sehr viel Spaß und ist besonders im Multiplayer nur zu empfehlen. Schon jetzt freue ich mich auf spannende Duelle im Freundeskreis...


The Shoot (mit Zubehör: Pistolenaufsatz):

Rail Shooter sind auf der PS3 - zum Glück - Mangelware, doch der Move-Controller eignet sich selbstverständlich besonders für dieses Genre. Mit „The Shoot“ kommt auch direkt der erste Vertreter, der durch viele unterschiedlich designte Umgebungen mit den jeweiligen Gegnern einen guten Eindruck machen kann. Das Zielen mit dem Pistolenaufsatz funktioniert sehr gut und sehr genau, doch der Aufsatz hat nicht nur Vorteile: Das Betätigen des Abzugs scheint nicht ganz ausgereift zu sein, denn auch trotz heftiger Zeigefingerkrämpfe sind bei weitem nicht alle Schüsse abgefeuert worden...


EyePet (Move Edition):

Im Vergleich zu meinem Review von einiger Zeit hat sich die Move Edition enorm verbessert. Mit der alten „Zauberkarte“ machte das Spielen oft keinen Spaß, da sie ohne grelles Licht schlecht oder gar nicht erkannt wurde und so die Aufgaben oft daneben gingen. Mit dem Move-Controller wurden diese Probleme jedoch alle gelöst und nun kann man sich ohne Unterbrechungen um sein EyePet kümmern. Die Aufgaben gingen gut von der Hand und das EyePet reagierte ebenfalls schneller und genauer als sein virtueller Vorgänger.


Kung Fu Rider:

Leider konnten wir das Spiel nicht testen, obwohl es recht witzig aussah, denn die Plätze waren immer besetzt (ein Stuhl war dabei sogar dauerhaft von einer Messe-Hostess besetzt, die nicht wirklich Lust hatte, uns spielen zu lassen – das soll das Spiel nicht schlecht machen, hat aber dennoch den Test versaut!)


Musikspiele:
Wie jedes Jahr geben sich die beiden großen Konkurrenten Guitar Hero und Rock Band die Ehre und präsentieren ihr neues Spiel. Im Vergleich konnte ein Spiel ganz klar punkten, während das andere in der Messe fast nicht zu finden war. Außerdem gab es noch eine Überraschung für die Musikspiel-Fans, die ich so nicht erwartet hatte.

Rock Band 3:

Um es vorweg zu nehmen: Rock Band 3 ist brilliant! Innovationen wie den dreifachen Gesang und das Keyboard schlagen ein wie eine Bombe und sind perfekt ins Spiel integriert worden. Der Gitarren-Controller fühlte sich gut an und auch unser Drummer bescheinigte dem Schlagzeug nur das Beste. Unsere Keyboarderin musste sich zwar ein wenig einstellen, doch auch der neue Controller wusste zu überzeugen. Dazu kommt der neue Pro-Modus, der vor allem beim Keyboard extrem ins Gewicht fällt, denn dann gibt es nicht nur 5 Tasten zu7 spielen, sondern bis zu 2 Oktaven. Einziger kleiner Nachteil: Dann ist der Keyboard-Highway mit vielen Spielern nicht mehr besonders gut zu erkennen, aber welches Spiel bringt schon bis zu 7 Spieler in einer Band einwandfrei zusammen?


Guitar Hero 6 - Warriors of Rock:

Guitar Hero scheint ein Selbstläufer zu warden; zumindest müssen das die Entwickler denken, denn nur ein (1!) einziger kleiner Mini-Stand präsentierte uns Guitar Hero 6 - und das zu allem Überfluss auch noch nur auf der XB360. Damit nicht genug: es handelte sich auch nur um eine drei (3!) Tracks umfassende Demoversion. Immerhin war „Bat Country“ von „Avenged Sevenfold“ dabei - geil! Die neue Gitarre sieht zwar schick aus, ist aber meines Erachtens nach etwas kleiner als die alten Gitarren-Controller und lag mir daher nicht besonders gut in der Hand. Mein Test-Kollege befand auch das Schlagzeug für nicht besonders gut gelungen, so dass am Ende nur die Tracklist für Guitar Hero spricht, denn diese hält endlich mal wieder, was der Name verspricht: Rock und zwar zumeist harten!


Instant Jam:

... so heißt die Überraschung. Und ich muss darüber berichten, obwohl es sich nicht um ein PS3-Spiel handelt, da es mit einem beliebigen Gitarren-Controller derzeit als Closed Beta über Facebook gespielt werden kann; später soll Instant Jam für den PC erscheinen. Beim ersten Blick sind wir gleich am Stand vorbeigelaufen, denn so ein billiger Guitar Hero-Klon hatte nichts Anziehendes an sich.
Beim zweiten Mal zog dann die Tracklist unsere Aufmerksamkeit auf sich, denn das ist der eigentliche Clou an Instant Jam: Die App durchsucht eure Festplatte nach Musik und alle Lieder, die bereits in der Datenbank sind, können ohne zusätzliches Einkaufen gespielt werden. Im Moment sind das etwa 2.500 Lieder und jede Woche sollen um die 100 neue folgen. Damit grenzt sich Instant Jam von der Konkurrenz ab und bietet dem Spieler völlig neue Möglichkeiten.


Ach, und wer sich fragt, wo DJ Hero 2 geblieben ist: Wie schon Guitar Hero gab es nur einen Tisch, der die neuen Features nicht vorgestellt hat, so dass ich leider nichts dazu sagen kann, ob der Gesang das Spiel aufwertet und ob das DJing eine Konsolenzukunft hat.


Rennspiele aka Gran Turismo 5:

Das wohl sehnlichst erwartete Rennspiel aller Zeiten gab ebenfalls seine Visitenkarte ab. Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich nah beisammen und so sieht es auch bei der Entscheidung aus, nur Rennsitze mit Lenkrädern und Fußschaltung einzusetzen. Zwar sieht Gran Turismo umwerfend aus und die Detailtreue sowohl der Autos als auch der Strecken ist überragend, doch wie sich Gran Turismo mit einem Controller spielt bleibt leider noch offen. Für Besitzer des gesamten Rennzubehörs sei jedenfalls gesagt: Herzlichen Glückwunsch! Mein Tester war allerdings nicht so vom Zubehör angetan, aber für 2 Runden ist die Eingewöhnungszeit einfach zu lang... Spaß gemacht hat es trotzdem!



Sportspiele aka FIFA 11:

Als passionierter FIFA-Spieler stellt sich mir nicht jedes Jahr die Frage, ob nun FIFA oder PES - nicht, weil eins unbedingt viel besser ist als das andere, sondern weil ich die FIFA-Serie einfach mehr mag. Punkt.
Und meine Erwartungen sind wieder mal nicht enttäuscht worden: FIFA 11 sieht gut aus, spielt sich wieder ein bisschen besser als sein Vorgänger und hat noch ein paar Neuerungen in der Hinterhand, die erst im fertigen Spiel ihre Wirkung entfalten werden. Die Demo bot wieder ein paar ausgewählte Spitzenmannschaften Europas (und als deutschen Vertreter Bayer Leverkusen) und war leider nur englisch (gerne hätte ich Frank Buschmann kommentieren hören). Doch die kleinen Verbesserungen haben uns sofort überzeugt: Die Torhüter sind wieder ein bisschen stärker, die Spielintelligenz der KI wieder etwas besser und das Spiel gegeneinander wieder ein bisschen härter geworden.



Zum Schluss noch ein paar Impressionen von der GamesCom 2010:




Donnerstag, 6. Mai 2010

FIFA WM Südafrika 2010

Knappe 6 Wochen vor Beginn der WM in Südafrika bringt uns EA den diesjährigen Sonder-Ableger der FIFA-Reihe. Mit allen 199 Nationalmannschaften, die seit dem 25.08.2007 versucht haben, sich für das Turnier zu qualifizieren, lassen sich alle Spiele nachspielen und online sowie offline um den Titel kämpfen.


FIFA World Cup 2010
(EA)

VÖ: 29.04.2010
Genre: Sport, Fußball

USK: 0
PEGI: 3+

Amazon: 61,99€, Joypoint: 64,90€
gekauft am 27.04.10 für 50,00€

Trailer im April-Preview!


Beschreibung:

Mit der FIFA WM 2010 kommen einige Spielmodi daher, die speziell für die WM geschaffen wurden. Als erstes ist das – klarerweise – das Spielen der WM selbst. Mit dem Land bzw. den Ländern der Wahl kann dann ein komplett gefüllter Terminkalender vom Beginn der Qualifikation mit einigen Freundschaftsspielen und schließlich dem WM-Turnier gespielt werden. Wem das zu lange dauert, der kann auch gleich in der Gruppenphase beginnen und in nur sieben Spielen Weltmeister werden.
Dem gleichen Prinzip folgt auch der Spielmodus „Mannschaftskapitän“, der in FIFA 10 noch Virtual Pro hieß. Das Ziel dabei ist es, sich zunächst mal in ein paar Freundschaftsspielen in der B-Elf für die A-Mannschaft zu empfehlen; dann geht es durch die Qualifikation und weitere Freundschaftsspiele mit dem Anspruch, Kapitän seines Landes zu werden, um dann schließlich als erster die Hände am Pokal zu haben. In diesem Modus steht der eigene Virtual Pro bzw. Mannschaftskapitän immer im Wettstreit mit drei anderen Spielern – durch bessere Bewertungen verdrängt man nach und nach alle Spieler, die vor einem platziert sind, bis die Kapitänsbinde auf Platz 1 winkt. Leider lässt sich der Virtual Pro von FIFA 10 zwar importieren, doch die Werte, die in FIFA 10 erarbeitet wurden, werden in FIFA WM wieder auf Standartwerte gesetzt.
Der nächste Modus ist die „Geschichte der Qualifikation“, in der bestimmte Szenarien aus der Qualifikation aufgenommen werden können. Ein Beispiel: Deutschland spielt in Finnland und liegt nach 33 Minuten überraschend 1:0 hinten. Deswegen erhält der Spieler die Aufgabe, Deutschland doch noch zum Sieg zu führen und als Nebenaufgaben soll er auch noch 3 Tore mit dem Virtual Pro schießen (man könnte auch sagen: den Klose machen) und keine roten Karten bekommen. Solche oder ähnliche Szenarien gibt es in jeder Kontinental-Qualifikation und es wird sie sofort nach den realen Begegnungen auch für die WM geben. Zudem lassen sich durch genügend geschaffte Szenarien weitere Szenarien der WM 2006 freischalten.
Highlight ist aber selbstverständlich das Online-Gaming, denn durch ein ausgeklügeltes System ist es möglich, mit seinem Land immer Gegner zu finden, die sich in der selben Turnier-Phase befinden wie der Spieler selbst. Auch hier ein Beispiel – um ehrlich zu sein mein erstes Online-Turnier: Patriotischerweise trete ich mit Deutschland an und treffe in meinem ersten Spiel auf einen Engländer. 3:1. (Yeah!) Danach mache ich aber erstmal 2 Tage Pause und widme mich dann erst wieder meinem zweiten Gruppenspiel gegen Holland. 0:1. (89. Minute, verdammt!). Damit führt der Holländer die Tabelle an, denn er hat sein erstes Gruppenspiel mit 5:1 gewonnen. Direkt danach will ich die Schmach wieder wettmachen und bekomme einen Portugiesen als Gegner, der auch einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto hat. In einer harten Partie erkämpfe ich ein 2:2 und komme durch das bessere Torverhältnis weiter. Danach folgt zwar das Aus im Achtelfinale gegen Brasilien – nachdem Neuseeland nicht gegen mich antreten wollte –, aber das System, immer den passenden Gegner zu finden, der sich im gleichen Stadium befindet, funktioniert gerade in der Vorrunde einwandfrei – ab dem Achtelfinale brauch der Server ja nichts mehr zu berechnen und muss nur irgendjemanden finden, der sich in der gleichen KO-Runde befindet. Außerdem ist dieser Modus nicht nur durch die mögliche Weltmeisterschaft gegen echte Gegner sehr motivierend, sondern ganz nebenbei sammelt der Spieler auch noch Punkte für sein Land und daraus ergibt sich eine Weltrangliste der FIFA WM 2010-spielenden Länder.
Als weiterer Online-Modus stehen wieder mal die Ranglisten-Spiele bereit, die bereits aus FIFA 10 bekannt sind. Deswegen kommt an dieser Stelle keine Beschreibung mehr, sondern ein Hinweis für Trophy Hunter: Trophäen gibt es tatsächlich nur in den Modi „FIFA WM 2010“, „Mannschaftskapitän“ sowie „Online FIFA WM 2010“. Die Modi Geschichte der Qualifikation und andere Online-Spiele sind hingegen nur spaßiger Zeitvertreib.

Neben den vielen neuen Spielmodi bietet FIFA WM 2010 aber auch noch ein paar spielerische Neuerungen. Am auffälligsten und deswegen sogar im Hauptmenü vertreten ist das neue Elfmeter-System, das sehr viel fordernder als das alte System ist. Daher ist es ratsam diesen Hieb mit dem Zaunpfahl anzunehmen und erstmal ein wenig zu trainieren, bevor die wichtigen Elfmeter in die Wolken gehen. Außerdem ist das Torhüterverhalten offensichtlich deutlich überarbeitet worden, denn es gibt keine Kamikaze-Ausflüge mehr, so dass insbesondere Lupfer deutlich schwieriger geworden sind. Aber auch die Feldspieler verhalten sich im Vergleich zu FIFA 10 wieder ein Stück intelligenter, was mir besonders bei den sinnvoll mitmarschierenden Außenverteidigern aufgefallen ist; aber auch Positionswechsel und das Raumverhalten klappen insgesamt deutlich besser.
Zu guter Letzt haben die Entwickler dann noch bei der Grafik etwas draufgelegt, um die Stimmung einer WM-Endrunde möglichst gut einzufangen – und das ist ihnen auch gut gelungen. Endlich sind die allermeisten Spieler unverkennbar, so dass in der deutschen Startelf mit Arne Friedrich nur noch eine 0815-Fratze spielt; die restlichen Spieler sind eindeutig zu erkennen. In der B-Elf wird hingegen gerne wieder etwas mit der Genauigkeit geschludert. Selbst der Virtual Pro hat mir in der importierten Version besser gefallen als sein FIFA 10-Pendant. Dieser Eindruck hat sich auch bei den anderen bekannten Spielern durchweg bestätigt, denn wie detailgetreu die Mannschaft aus Osttimor nachgebildet wurde, können wohl nur die wenigsten beurteilen. Der Stimmung ist außerdem zuträglich, dass viele Nationen auch einen sichtbaren Trainer mitbringen, der ebenfalls eindeutig zu erkennen ist, und in den Zwischensequenzen immer mal wieder ein wenig „coacht“. Dabei wechselt er sich mit feiernden bzw. enttäuschten Fans der beiden Mannschaften auf dem Platz ab, so dass auch das Publikum endlich mehr Stimmung transportiert. (Außerdem sollen die Nationalmannschaften nun auch Heim- sowie Auswärtstaktiken haben bzw. sollen sich auch kleinere Mannschaften gerade zu Hause als härtere Aufgaben entpuppen. Doch davon habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht viel gemerkt.)
Und für alle Geographen gibt es auch noch einen Leckerbissen, denn die Mannschaftsauswahl funktioniert zwar auch alphabetisch, doch viel spannender ist es, das gewünschte Land auf dem Globus zu suchen – falls man denn suchen muss. Zudem gibt es noch jede Menge Informationen zu den Ländern, womit sogar noch ein Lerneffekt erzielt werden kann.

Insgesamt lohnt sich FIFA WM 2010 sowohl für langjährige FIFA-Anhänger als auch für Gelegenheitsspieler, die das Großereignis gerne auch virtuell miterleben möchten. Durch die Vielfalt an Mannschaften und Modi unterscheidet sich die WM-Ausgabe so weit von der jährlichen Ausgabe, dass sie nicht nur ein kleines Update darstellt, sondern zu Recht als eigenständiges Spiel erschienen ist. Durch die Verbesserungen an Grafik und Gameplay wird das zusätzlich legitimiert.


Bewertung:

Gameplay [und Story] (35%): Note 1,7
- die WM-Ausgabe von FIFA spielt sich etwas flüssiger als seine Vorgänger und einige Fehler (beispielswiese das Torhüterverhalten) wurden grundlegend überarbeitet
- ansonsten kann vor allem das ausgeklügelte Gegner-Findungs-System überzeugen, was realistische Vorrunden-Begegnungen zur Folge hat (egal, wie lange man zwischen den Partien wartet, der entsprechende Gegner wird immer gefunden)
- auch im Mannschaftskapitän-Modus spielt sich FIFA WM 2010 gut, doch manchmal verhalten sich die Mitspieler hier doch etwas seltsam und suchen den Virtual Pro auch dann, wenn sie selbst die Chance zum Tor haben
Grafik (20%): Note 1,3
- FIFA WM 2010 ist grafisch ein deutlicher Schritt nach vorne: Spieler, Trainer und Zuschauer kommen viel realistischer rüber als in FIFA 10
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 4,0
- leider wurden die Kommentatoren nur bedingt weiterentwickelt, so dass sie zwar WM-spezifische Kommentare abgeben, aber z.B. noch immer Ecken als Einwürfe verkaufen wollen; und auch die Geräuschkulisse hat sich nicht verändert (Vuvuzelas sind zwar auf Dauer auch nervtötend, gehören aber einfach in diese WM)
- musikalisch gibt es zwar natürlich wieder die Hintergrundmusik zwischen dem Spielen, aber nichts Besonderes
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- nicht nur, dass zwischen verschiedenen Schwierigkeitsstufen gewählt werden kann, sondern auch die optionale 2-Button-Steuerung bietet die richtige Einstellung für jeden vom Einsteiger bis zum Profi
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 2,0
- die Beschreibung ist gewohnt ausführlich und die Menüführung schlicht und übersichtlich
Trophäen (5%): Note 2,0
- wie bereits oben erwähnt: Trophäen gibt es nur in 3 der 5 Spielmodi
- es gibt 26x Bronze, 7x Silber, 3x Gold sowie die Platin-Trophäe und 6 versteckte Trophäen, deren Wertigkeit mir unbekannt ist (die Trophy-Namen und was dafür nötig ist: hier!)
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- wer FIFA mag, spielt auch FIFA WM 2010 so lange es geht!

Gesamteindruck: Note 2,0
(obwohl mein System für Spiele mit Handlung konzipiert ist!)

FIFA WM 2010 macht vieles richtig und verbessert die FIFA-Reihe in vielerlei Hinsicht. Wer nicht nur mit seinem Lieblings-Verein, sondern auch für sein Land antreten will, dem bietet diese FIFA-Ausgabe jede Menge Spielspaß und Langzeitmotivation.

Mittwoch, 31. März 2010

Mein Preview für April

Der April bringt zunächst das aus dem März verschobene GTA4: Episodes from Liberty City am 13.04.. Da ich die Trailer bereits im März-Preview hatte, spare ich sie mir an dieser Stelle.
Am Ende des Monats gibt es dann auch wieder Neues von der Fußball-Front, denn es ist mal wieder so weit: die FIFA Weltmeisterschaft 2010 steht vor der Tür und erscheint am 29.04. . Hier der Trailer:

via gametrailers.com (auf GTSD klicken, um diese Seite nicht zu verlassen!)


Andere interessante Veröffentlichungen im April:

02.04.: BlazBlue Calamity Trigger
16.04.: Dead To Rights: Retribution
21.04.: Nier
28.04.: Two Worlds 2
30.04.: Super Street Fighter IV

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