Dienstag, 22. September 2009

Wet AT

Wet polarisiert, denn entweder man hasst es oder man liebt es. So lässt sich herrlich darüber streiten, ob der B-Movie-Effekt das Spiel einzigartig macht oder der Effekt auf Dauer nervt. Müssen die Charaktere authentisch sein oder darf ein Spiel auch mit überzeichneten und stilisierten Charakteren auskommen? Vor der Kaufentscheidung also erstmal zwei Überlegungen: Das Spiel ist nichts für Freunde von glasklarer Sicht und realitätsnahen Charakteren! Wem das bei einem Shooter entweder egal ist oder wer sich - wie ich - gerade auf den ständigen Effekt und die Atmosphäre à la Tarantino besonders freut, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Für alle Unentschlossenen gibt es seit einigen Wochen die Demo, die mit dem Tutorial des Spiels bereits einen guten Einblick in das Gameplay gibt, ohne jedoch etwas von der Story zu verraten, denn das eigentliche Spiel beginnt erst nach diesem Tutorial.


Wet AT
(Bethesda)
UK/AT: 18.09.2009
D: 21.09.2009
Genre: Action TPS
USK: keine Altersfreigabe
PEGI: 18+

Amazon: 59,99€, Joypoint: 54,90€

gekauft am 15.09.09 (!) für 46,00€

Screenshots: hier!
Trailer: hier!

Beschreibung:

Das Spiel ist eine Kombination aus einem guten Quentin Tarantino Film gepaart mit Elementen aus Uncharted, Tomb Raider und Stranglehold. Es bietet Non-Stop-Action und ein sehr schnelles aber auch abwechslungsreiches Abenteuer mit realistischen Schauplätzen auf mehreren Kontinenten.
So beginnt das Spiel erst ein Jahr nach dem Tutorial, als „Problemlöserin“ Rubi Malone einen weiteren Auftrag bekommt, der sie nach und nach in die Geschichte verstrickt. Diese wurde übrigens von Duppy Demetrius mit einigen Wendungen versehen, der u.a. für die TV-Serie „24“ geschrieben hat. Ebenso kommen die Synchronstimmen fast aller Charaktere direkt aus Hollywood und die Musik scheint sehr von Tarantino - insbesondere Reservoir Dogs - inspiriert zu sein.
Auf ihren Weg stellen sich Rubi Horden von Gegnern entgegen, die es zuerst mit Schwert und Pistolen und später dann mit Schrotgewehren, Maschinengewehren und Armbrüsten auszuschalten gilt. Damit das Spiel aber nicht zu einem immer gleichen Shooter „verkommt“ haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen: so gibt es Arena-Kämpfe, bei denen solange Gegner in die Arena strömen, bis man diverse Tore geschlossen hat, oder actionlastige Verfolgungsjagden, bei denen Rubi mit Hilfe von Quick-Time-Events auf Autos surft, einen sehr erfrischenden Flugzeugabsturz ohne Fallschirm (über den nicht mehr verraten werden soll) und den Blutrauschmodus, bei dem man schnellstmöglich eine Masse von Gegnern niederstrecken muss, bis man am Ende des Abschnitts angekommen ist. Zwischendurch gibt es auch immer wieder längere Kletter- und Sprungpassagen, die stark an Uncharted erinnern. Außerdem muss man Rubi jedes Mal, wenn man eine neue Waffe erworben hat, durch einen Trainingsparcour auf ihrem Flugzeuggelände manövrieren, wodurch das Spiel noch mehr aufgelockert wird. Einziges Manko in der Abwechslung sind die Endgegner, die sich in den Arenen befinden oder in Videosequenzen auftreten, denn diese sind schon nach einigen Schüssen und ein paar wenigen Quick-Time-Events besiegt.
Aber auch das Gameplay sorgt dafür, dass Wet nicht nur ein weiterer Shooter ist: anstatt sich langsam um Ecken zu schleichen, hinter Türen, Tischen oder Sonstigem zu lauern und aus der Deckung heraus anzugreifen, sind hier Schnelligkeit, Akrobatik und knallhartes Nach-Vorne-Gehen gefragt. So springt und rutscht Rubi durch die Level, läuft an Wänden entlang oder turnt an Stangen, um ihre Gegner aus allen Lagen unter Beschuss zu nehmen. Das funktioniert im Übrigen durch das toll umgesetzte 360°-Zielen wunderbar, das jedesmal ausgelöst wird, wenn Rubi während einer akrobatischen Aktion ihre Waffen abfeuert. Dann setzt die Zeitlupe ein, man zielt mit einer Waffe selbst auf die Gegner und die andere Waffe zielt automatisch auf einen nahen Gegner (das lässt sich aber auch später abstellen, so dass man die volle Waffengewalt besitzt!).
Für jeden getöteten Gegner und den Abschluss einer Arena gibt es Stilpunkte, die von vielen Faktoren abhängen. Die akrobatische Leistung wird bewertet, die Trefferzone und in Arenen auch die Zeit, in der die Arena „gesäubert“ wurde. Werden mehrere akrobatische Aktionen, z.B. vom Springen ins Rutschen, aneinandergereiht steigt die Punktzahl ebenso wie der Multiplikator, wenn man schnell mehrere Gegner tötet. Die verdienten Stilpunkte können jeweils nach dem Abschluss einer Arena oder eines Levels in Rubis Fähigkeiten oder ihre Waffen investiert werden, damit man noch effektiver und auch schöner gegen die Gegner ankommt.
Und für alle, die zwischendurch mal eine Pause machen wollen und die Umgebung erkunden möchten, gibt es auch noch eine Aufgabe zu bewältigen: das Affenspielzeug-Sammeln. In jedem Level sind 5 Affenspielzeuge versteckt, die sich zwar bemerkbar machen, wenn man in ihre Nähe kommt, aber den Weg dorthin zu finden, ist eine ganz andere Sache…
Hat man das Spiel zum ersten Mal bezwungen (egal, in welchem Schwierigkeitsgrad), schaltet man zwei weitere Modi frei: die Flugzeugschrottplatz und den Punktezählmodus. Auf dem Flugzeugschrottplatz, der bereits aus den Trainingsparcours bekannt ist, kann sich Rubi frei bewegen und sich diversen weiteren Parcours im Laufen und Schießen mit allen Waffen stellen oder einfach die 25 versteckten Skorpione jagen. Im Punktezählmodus wird man mit allen Upgrades ausgestattet erneut auf die Level losgelassen, um eine vorgegebene Punktzahl zu überbieten. Hier gilt es, möglichst viele Stilpunkte zu sammeln, also schnelle und schön anzusehende Kills zu erreichen.


Bewertung:

Gameplay und Story (35%): Note 1,7
- Wet spielt sich trotz der enormen Schnelligkeit sehr gut und alle akrobatischen Aktionen lassen sich wunderbar kombinieren, ebenso gelungen ist das 360°-Zielsystem und die Zeitlupe
- Abwechslung ist durch die vielen unterschiedlichen Teilstücke der Level immer garantiert, die gut ineinandergreifen und sehr unterhaltsam sind
- minimale Abzüge gibt es hingegen wegen der nicht vorhandenen Boss-Fights bzw. dem Fehlen wirklich starker Gegner, die nur durch Masse kompensiert werden sollen, und diezwar gute aber leider zu kurz geratene Story mit nur 12 Kapiteln ( 18 - 24 Kapitel wären perfekt gewesen, gerade weil manche Kapitel nur aus einer Verfolgungsjagd bestehen )
Grafik (20%): Note 1,3
- B-Movie-Effekt hin oder her, das Spiel sieht einfach klasse aus: sehr detaillierte Animationen, Gegner und Umgebungen setzen das Spiel in das richtige Licht
- für mich persönlich ist das B-Movie-Effekt übrigens genau das, was das Spiel noch ein Stück besser macht, da er zum gesamten Setting passt und mich während des Spiels nicht ein Mal gestört hat
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 1,0
- coole Sprüche und überzeichnete Charakter werden von authentischem Rock unterlegt, das passt zum Spiel und die Jukebox-Funktion als zusätzlicher Inhalt sorgt auch für zusätzlichen Spaß
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- ganze 5 Schwierigkeitsgrade bieten für alle Spielertypen einen anspruchsvollen Durchlauf, wobei die Gegner im einfachsten Grad tatsächlich nur Kanonenfutter darstellen, in schwierigeren Graden aber gnadenlos draufhalten – wie man selbst eben!
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 1,7
- die Beschreibung ist recht kurz, aber sehr übersichtlich und beinhaltet alle notwendigen Informationen, die aber auch im Tutorial nochmal sehr gut erklärt werden; zusätzlich können alle Manöver auch während des Spiels über die Select-Taste abgerufen werden
- auch die Menüführung ist übersichtlich und lässt nichts zu wünschen übrig
Trophäen (5%): Note 1,0
- 26x Bronze, 10x Silber, 4x Gold und die obligatorische Platin-Trophäe garantieren eine Menge Spielspaß, denn sie wurden sehr schön auf alle Modi verteilt und haben ein paar härtere Aufgaben dabei, die nur nach längerer Spielzeit machbar sind
Wiederspielwert (5%): Note 1,3
- der Wiederspielwert ist sehr hoch, weil das Spiel sehr kurzweilig ist und daher auch das zweite ( oder dritte ) Durchspielen nicht langweilig wird und weil die zusätzlichen Modi eine neue Herausforderung darstellen

Gesamteindruck: Note 1,3
- für jeden Tarantino-Fan ein absolutes Muss - wer Tarantino nicht mag, wird das Spiel auch anders sehen -, bietet Wet eine gute Story und ein sehr gutes Gameplay, das allerdings geübt werden will, gespickt mit stilisierten Charakteren und ständiger Action


P.S.: Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf den zweiten Teil, den das Ende doch schon sehr nahe legt!



[Update 24.09.09:]


Extra-Video-Service:

Alle Skorpione findet ihr hier!
und alle Affenspielzeuge hier!

Mittwoch, 16. September 2009

Artwizz Charging Stand

Neben den Spielen sind natürlich auch die technischen Spielereien, die mit der Playstation möglich sind, interessant und deswegen widme ich mich heute meinem neusten Zubehör: eine Aufladestation von Artwizz für zwei Controller.


Charging Stand
für 2 Controller
(Artwizz)
angeboten als Zubehör seit: 31.03.2009

Amazon: 17,95€ zzgl. Versand
,
Joypoint: 19,90€
gekauft am 12.09.09 für 13,50€

Herstellerlink: hier!


Beschreibung:

Die Ladestation passt schon optisch perfekt zur PS3, denn auch sie ist im schwarz-silbernen Klavierlack-Design gehalten und macht so eine gute Figur. Sie ist gut verarbeitet, steht stabil und passt mit zwei Controller bestückt und den Maßen 18cm (L) x 16cm (B) x 13cm (H) auch fast überall hin. Mitgeliefert wird neben der Station noch ein relativ kurzes (etwa 1m langes) USB-Kabel und ein Stecker für Steckdosen, der wirklich nur ein Stecker mit USB-Anschluss ist. Der Vorteil dieser Konstruktion ist klar: die Station kann sowohl per USB-Anschluss wie beim gewohnten Laden der Controller an die PS3 oder einen Computer angeschlossen werden, aber sie kann auch - und das ist das Entscheidende - zwei Controller gleichzeitig über die Steckdose aufladen. Wem es also lästig ist, die Playstation zum Aufladen eingeschaltet zu lassen, dem wird hier Abhilfe geschaffen.
Neben dem stilvollen Effekt, den die Charging Station offensichtlich mit sich bringt, sorgt sie auch für ein geordnetes Aufbewahren der Controller, die so immer griffbereit sind und nicht mehr irgendwo rumliegen müssen. Hier befindet sich aber auch ein kleines Problem der Ladestation, denn die Controller liegen sehr eng übereinander: der obere Controller berührt fast schon die <--Taste und die O-Taste des unteren Controllers. Die Charging Station könnte ruhig einen Centimeter höher sein, damit dieses Problem nicht auftreten könnte!
Um die Funktionalität zu testen, habe ich dann einen DualShock Controller komplett leer gespielt und dazu einen mit halbvollem Akku in die Ladestation gesteckt. Über die Steckdose angeschlossen, leuchteten sofort die blauen LEDs auf, die das Laden anzeigen. Schon nach etwa 45 Minuten war der halbvolle Akku wieder aufgeladen und nach ca. 110 Minuten auch der zweite, leere Controller (Angegeben sind bei einem Controller 2 Stunden und bei zweien entsprechend 4 Stunden). Dies ist leicht an den nun grün leuchtenden LEDs zu erkennen Zusätzlich gibt es noch eine rote LED am Stecker für die Steckdose, diese leuchtet hingegen immer - Warum? Keine Ahnung!

Außerdem bietet die Station noch zwei weitere USB-Anschlüsse (auf dem seitlichen Bild gut zu erkennen), die z.B. für weitere Controller oder auch den MP3-Player oder Ähnliches zum Aufladen dienen können. Dafür gibt noch zusätzliche Punkte, während ich entgegen der Angaben auf der Herstellerseite keine Beschreibung finden konnte - aber die ist auch nicht wirklich nötig, denn die Anschlüsse erklären sich von selbst und wirklich zusammenbauen muss man eigentlich auch nichts.


Insgesamt ist der „Artwizz Charging Stand for PS3“, wie die korrekte Bezeichnung lautet, ein sehr nettes Zubehör, das Ordnung schafft, es ermöglicht, mehrere Controller gleichzeitig aufladen zu lassen, und das auch noch unabhängig von der PS3. Die Ladezeit für die Controller ist recht gut bemessen und so lohnt sich die Anschaffung dieser Ladestation sicher für jeden, der zwei
oder mehr Controller besitzt.

Note: 1,7 – mit kleinem Abzug aufgrund der Enge zwischen den beiden Controllern.

Montag, 14. September 2009

Tops und Flops, #4: Resident Evil 5

Heute ist es also soweit: der unangefochtene erste Platz meines Rankings steht an und das ist natürlich Resident Evil 5. Sagen muss ich dazu nicht mehr viel, außer vielleicht, dass ich gerne eine 1,0 vergeben hätte, aber das aus einem einfachen Grund nicht tun werde - was, wenn ein noch besseres Spiel kommt?


Resident Evil 5 US
(Capcom)
VÖ weltweit: 13.03.2009
Genre: Action TPS
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+
ESRB: M

Amazon: 69,90€, Joypoint: 44,90€
gekauft am 12.03.09 (!) für 50,00€

Screenshots: hier!
Trailer: hier!

Gameplay und Story (35%): Note 1,3
- das Spiel spielt sich hervorragend und macht eine Menge Spaß, die Story stellt eine gute Weiterführung der anderen Resident Evil Teile dar, auch wenn es durch die Rückblenden nicht unbedingt wichtig ist, die Vorgeschichte zu kennen
- besonders im Ko-op-Modus, der sowohl an einer PS3 als auch von zwei PS3s (hier sind Headsets sehr vorteilhaft!) aus gespielt werden kann, ist Resident Evil spannend
- auch nach dem ersten Durchspielen bietet sich mit dem Söldner-Modus eine neue Möglichkeit an, die viel Spaß bereitet und in dem man sich mit den besten der Welt messen kann
Grafik (20%): Note 1,3
- das Spiel sieht sehr gut aus: die Charaktere, die Gegner und die Umgebung sind schön detailliert und hübsch anzusehen
Musik / Sprachausgabe (15%): Note 1,7
- der Sound untermalt die Szenerien und es ist schön, dass der englische Originalton nicht durch einen deutschen ersetzt wurde, sondern es nur die Möglichkeit zu deutschen Untertiteln gibt
Schwierigkeit (10%): Note 1,0
- vom Anfänger bis zum Profi ist für jeden eine Schwierigkeitsstufe dabei, denn es gibt gleich vier Stück davon, wobei die schwerste Stufe erst nach dem Durchspielen der zweitschwersten Stufe freigeschaltet wird
Beschreibung / Menüführung / Tutorial (10%): Note 1,0
- die englische Beschreibung ist übersichtlich, erklärt alles Notwendige und sieht auch noch grafisch sehr gut aus, ebenso das Menü und alle Aktionen werden auch im Spiel noch einmal an den entsprechenden Stellen erklärt
Trophäen (5%): Note 1,7
- 45 bronzene, 14 silberne, eine goldene und eine Platinum-Trophäe sind zu ergattern und auch hier gibt es viele Trophäen im Vorbeigehen, aber auch einige harte Nüsse
Wiederspielwert (5%): Note 1,0
- obwohl die Story sich nicht verändert, ist es dennoch interessant, das Spiel auf allen Schwierigkeitsstufen durchzuspielen, dabei gute Bewertungen zu bekommen, alle Waffen aufzumotzen und alles Freischaltbare zu erspielen, dazu kommt noch der Söldner-Modus, der auch immer wieder Spaß macht
- für alle Besitzer einer Nicht-deutschen-Version gibt es außerdem noch den Versus-Modus als Download Content, der noch einmal neue Varianten des Söldner-Modus und das Gegeneinander-Spielen beinhaltet (Bild 3 der Screenshots!)

Gesamteindruck: Note 1,3
- ein nahezu perfektes Spiel mit dem man sich lange beschäftigen kann und an dem man jederzeit Spaß hat und das zwar weniger auf den Horror des vergangenen Resident Evil Teile setzt, aber dafür mehr Shooter-Elemente bekommen hat und deswegen als wahrscheinlich bester TPS überhaupt absolut zu empfehlen

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